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Grundstücke in Rod an der Weil: Neue Bauplätze sind begehrt

Von Allen Unkenrufen zum Trotz wächst Weilrod weiter. Vor allem Rod an der Weil kann mit der guten Infrastruktur punkten. Ein Blick auf die Bodenrichtwerte zeigt aber auch: Die alten Ortslagen sind nicht wirklich begehrt.
Hoch über Rod gelegen reicht der Blick vom Baugebiet „Hölle“ über die Kirche, das Tal bis hin zum Rathaus. Bilder > Hoch über Rod gelegen reicht der Blick vom Baugebiet „Hölle“ über die Kirche, das Tal bis hin zum Rathaus.
Weilrod. 

Landflucht? Von wegen! 6571 Einwohner hatte Weilrod laut den aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamt im September 2016. Zum Vergleich: Laut Erhebung im Zensus 2011 ist die Bevölkerung der Weiltalgemeinde (damals 6258 Einwohner) in fünf Jahren um 313 Menschen gewachsen – ein Plus von 5 Prozent.

Auch wenn ein direkter Vergleich mit dem Demografie-Monitor des Kreises von 2014 nicht möglich ist – die Ausgangsdaten waren andere – so lässt sich feststellen: Weilrod wächst gegen den prognostizierten Trend. Der hatte vorhergesagt, dass die Gemeinde schon 2015 gegenüber 2010 1,6 Prozent ihrer Einwohner verlieren würde, bis 2020 war sogar ein Minus von 3,6 Prozent vorhergesagt worden. Die Diskrepanz zwischen Prognose und Realität lässt sich weder mit einem Rechenfehler noch mit der Zuweisung von Flüchtlingen erklären.

Fast alles belegt

Wie gefragt die Weiltalgemeinde ist, zeigt die Nachfrage nach Bauplätzen, die im Bereich „Hölle“ in Rod an der Weil knapp werden, wie Bürgermeister Götz Esser (FWG) bestätigte. Die Plätze weiter oben sind laut kommunalem Immobilienportal bereits fast vollständig verkauft, und auch für viele der „neuen“ Flächen unterhalb gibt’s bereits Interessenten. Die Erschließung über eine kleine Ringstraße soll im Juni oder Juli beginnen. Um den Verkehrsfluss zu optimieren, ist eine Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Bei der Planung sei außerdem darauf geachtet worden, ausreichend Parkflächen im öffentlichen Raum zu schaffen, um ein Verkehrschaos zu verhindern. „Auch die Feuerwehr oder die Müllfahrzeuge werden da gut durchkommen“, verspricht Esser.

Der Bodenrichtwert im Bereich „Hölle“ liegt laut hessischem Bodenrichtwertinformationssystem (BORIS) mit 110 Euro pro Quadratmeter leicht über dem der Umgebung (100 bis 105 Euro) und deutlich über dem im Kernort (80 Euro).

Erfolgreicher Expo-Besuch

Ein Besuch mit Folgen – so lässt sich der Trip von Bürgermeister Götz Esser (FWG) zur Immobilienmesse Expo Real im Oktober zusammenfassen.

clearing

Verglichen mit Flächen in den Kernorten von Neu-Anspach (240 bis 320 Euro), Wehrheim (280 bis 340 Euro) oder Usingen (300 bis 340 Euro) sind die Grundstücke in Rod an der Weil aber bezahlbar.

Wer weniger ausgeben möchte, kann in die kleineren Weilroder Ortsteile gehen, muss dafür aber auf die Annehmlichkeiten des Kleinzentrums verzichten. So beträgt der Bodenrichtwert in großen Teilen Finsternthals und im Ortskern von Gemünden 60 Euro pro Quadratmeter, in Teilen Neuweilnaus, Hasselbachs und Emmershausens 65 Euro und im Zentrum Altweilnaus, Nieder- und Oberlaukens jeweils 70 Euro. In Cratzenbach liegt der geringste Wert, ebenso wie in Rod und Mauloff bei 80 Euro. Am niedrigsten liegt der Richtwert im Kern von Winden (50 Euro). Spitzenreiter ist Riedelbach, dort liegt er zwischen 100 und 120 Euro je Quadratmeter.

Platz für Senioren

Und was ist aus der Idee geworden, altersgerechten Wohnraum zu schaffen? Einen alternativen Standort zur Hölle hat die Politik bereits im Blick. War vom damaligen Bürgermeister Axel Bangert (SPD) noch der Festplatz favorisiert worden, läuft es nun aller Voraussicht nach auf den Bereich an der Kleinmühle hinaus. Am Rewe-Markt wäre eine Fläche, die derzeit auf Eignung überprüft wird. Zwar sprudelt in nächster Nähe die Weil, doch durch eine entsprechende Bauweise wäre das kein Hinderungsgrund, so Esser. Gemessen an der Infrastruktur wäre der Standort ideal: Supermarkt, Ärztehaus, Apotheke, Bäckerei und Bank sind weniger als 200 Meter entfernt.

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