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Hauptstraße in Kransberg: Neue Parkregeln in der Hauptstraße

Von Die Hauptstraße in Kransberg ist relativ eng. Ruhender Verkehr sorgt darüber hinaus dafür, dass lediglich eine schmale Gasse zur Durchfahrt übrig bleibt. Dadurch entstehen Komplikationen, die Einwohner manchmal im Alleingang zu lösen versuchen. Doch das funktioniert nicht.
Ob der Linienbus durchkommt? Knifflige Situationen in der Hauptstraße entstehen häufig. Ob der Linienbus durchkommt? Knifflige Situationen in der Hauptstraße entstehen häufig.
Kransberg. 

Über Jahre hinweg hat sich unter den Anwohnern der Hauptstraße die Gepflogenheit entwickelt, nur am rechten Fahrbahnrand zu parken, obwohl das Parken auf beiden Seiten erlaubt ist. Gemeint ist damit die rechte Seite der Hauptstraße, wenn man sie von der Einmündung der Schlossstraße zur Einmündung der Haingasse, also aus Richtung Usingen, befährt.

Die Gebäudefronten zwischen Hof- und Garageneinfahrten auf diesem Straßenabschnitt bieten immerhin 17 Fahrzeugen einen möglichen Stellplatz. Ergänzt durch drei markierte Parkplätze auf dem Bürgersteig gegenüber der Einmündung zur Haingasse, an der die Hauptstraße zudem ein wenig breiter ist, konnten die Anlieger somit insgesamt 20 Autos vor ihren Häusern unterbringen.

Fahrer halten sich an Tempo 30

Die Kreisstraße 728 verbindet Wehrheim mit der Bundesstraße 275. Sie windet sich als Hauptstraße durch die enge Häuserflucht Kransbergs. Dort gilt Tempo 30.

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„Das war eigentlich schon immer etwas problematisch“, erklärt Oliver Hadys, Mitarbeiter der Stadtpolizei im Ordnungsamt. „Wer von der Schlossstraße runter kommt, der hat eine ziemlich eingeschränkte Sicht durch die geparkten Fahrzeuge.“

Straße zu schmal

Zudem gebe es in der langen, quasi lückenlosen Parkreihe keine Einschermöglichkeit für größere Fahrzeuge wie etwa Busse. „Laut Straßenverkehrsordnung müsste derjenige den Gegenverkehr abwarten, auf dessen Fahrbahnseite ein Hindernis steht“, erinnert Hadys. In diesem Fall also derjenige, der aus Richtung Usingen kommt – wenn denn da Platz wäre.

Neulich sah sich ein Anwohner mit einem weiteren Problem konfrontiert: Er schaffte es nicht, mit seinem Anhänger in sein Grundstück einzubiegen. Die wegen der gegenüberliegenden Parkreihe verengte Fahrbahn war schlicht zu schmal. Der Mann griff zur Selbsthilfe und stellte fortan seinen eigenen Wagen direkt vor sein Haus, also gegenüber dem üblicherweise genutzten Parkstreifen.

Dadurch entstanden Lücken in der althergebrachten Parkreihe am rechten Fahrbahnrand, und Autofahrer fuhren eben im Slalom um dieses eine Auto herum. Das, auch ein Wunsch der Anwohner, bremse zudem potenzielle Raser. Linienbus und größere Lieferfahrzeuge kamen noch durch.

So richtig eng wurde es, als ein langer Holztransporter versuchte, sich durch die Hauptstraße zu schlängeln, dem auch noch ein Bus entgegen kam. Nichts ging mehr, und letztlich wurde die Polizei gerufen. Es soll eine gute halbe Stunde gedauert haben, bis die Blockade beseitigt war und der Verkehr wieder fließen konnte.

Das Ereignis rief nun alle auf den Plan, die sich um eine möglichst effiziente Lösung bemühen wollen. Wenig später versammelten sich Vertreter von Ortsbeirat, der Ordnungsbehörde, der Verkehrspolizei sowie von Hessen Mobil am Ort des Geschehens.

Mehr Platz

Ziel soll demnach vorrangig sein, Parkplätze derart auszuweisen, dass auch längere Fahrzeuge dem Gegenverkehr künftig problemlos ausweichen können. „Räumfahrzeuge sind besonders breit, die brauchen dreieinhalb Meter, also mehr Platz als Busse und Lastwagen“, macht Hadys aufmerksam.

Dies werde aller Wahrscheinlichkeit nach auf beidseitiges Parken mit Halteverbotsabschnitten hinaus laufen, wie den Entwürfen zu entnehmen ist. „Einzelheiten werden in der Verkehrskommission abgestimmt“, kündigt Oliver Hadys an. Sollte die Entscheidung rechtzeitig fallen, wolle er sie dem Ortsbeirat in dessen Sitzung am 28. November vorstellen. Hadys klingt zuversichtlich nach dem Ortstermin, an dem sich viele Anwohner sehr konstruktiv in die Diskussion eingebracht hätten.

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