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Nikolausmarkt zieht in die Mitte

Von Erstmals wird der Nikolausmarkt rund um Bürgerhaus und Feldberg-Center stattfinden. Der Hoffnung des Gewerbevereins, die Veranstaltung weiterhin alle zwei Jahre in den alten Stadtkern zu schicken, erteilt der Stadtbrandinspektor aber eine Absage.
Neu-Anspach. 

Der Nikolaus mit weißem Rauschebart, rotem Mantel, schwarzen Stiefeln, Sack und Rute warb erstmals 1986 auf Plakaten für den nach ihm benannten weihnachtlichen Markt in Neu-Anspach. Seitdem ist die Figur unverändert geblieben.

In diesem Jahr muss er bei seiner Routenplanung aber aufpassen. Zum ersten Mal findet der Traditionsmarkt, in diesem Jahr übrigens genau am Nikolaustag, nicht mehr am angestammten Platz im alten Anspacher Stadtkern statt.

Optima sponsert

Das hat einen guten Grund: „Nur durch die Kostenzusage, die die Optima als Eigentümerin des Feldberg-Centers für die benötigten 6000 Euro gemacht hat, können wir auch in diesem Jahr den Nikolausmarkt ausrichten“, teilte Heinz Weidner, der Vorsitzende des Gewerbevereins, gut 20 interessierten Vereinsvertretern bei einem ersten Informationstreffen am Donnerstagabend im Bürgerhaus mit. Und: „Der Magistrat hat dem neuen Standort bereits zugestimmt.“

Waren es in den ersten Jahren vor allem ortsansässige Händler, die sich an dem von Herbert Jäger ins Leben gerufenen Nikolausmarkt beteiligt hatten, wurden von den zuletzt 50 Ständen alleine 40 von Vereinen betrieben. „Der Nikolausmarkt ist heute ein gemeinschaftlicher Markt von Stadt, Vereinen, Kirchen und Gewerbetreibenden“, sagte Weidner. „Der Gewerbeverein organisiert den Markt.“

Dem Zusammenschluss von Handel und Gewerbe ist vor allem daran gelegen, dass am neuen Standort alle Buden und Stände wirklich stimmungsvoll und weihnachtlich geschmückt sind. „Das war zuletzt nicht immer so“, sagte Weidner. „Wir brauchen Atmosphäre, eine bunte Lichterkette alleine genügt nicht. Wir werden auch darauf achten, dass nur weihnachtliche und stimmungsvolle Musik gespielt wird.“

Doch genau diese Stimmung könnte am alten Standort durch die vom Kreis auferlegten Brandschutzbestimmungen beschnitten werden. „Die Feuerwehr braucht bei der Zufahrt ausreichend Sicherheitsabstand“, sagte Stadtbrandinspektor Alfred Hübner.

Konkret sehen die neuen Brandschutzbestimmungen vor, dass die Lichterketten an der Zufahrt von der Gustav-Heinemann-Straße über den Parkplatz zum Platz zwischen Bürgerhaus, katholischer Kirche und dem Feldberg-Center wegen der Höhe der Feuerwehrfahrzeuge in fünf Metern Höhe aufgehängt werden müssen.

Brandgefährlich

„Ich freue mich auf den Standortwechsel. Zwar war der alte Ortskern gemütlicher, aber brandgefährlich“, sagte Hübner. „In der neuen Mitte können wir die Brandschutzbestimmungen besser einhalten. Es wird keinen Weihnachtsmarkt mehr im Stadtkern geben.“

Die Information irritierte die Besucher der Info-Veranstaltung: Eine weihnachtliche Beleuchtung in fünf Metern Höhe über den Buden? Wo bleibt die Stimmung eines Budenzaubers? „Wenn diese Bestimmungen überall im Kreis gelten, dann sind auch die Weihnachtsmärkte in Kronberg und Königstein gestorben“, teilte Hello Becker deutlich seinen Unmut mit.

Der Gewerbeverein bittet nun alle interessierten Vereine und Händler, ihre Teilnahme in den kommenden Wochen anzumelden, weil die Brandschutzbehörde Mitte Oktober den Standplan bezüglich der Brandschutzbestimmungen überprüfen wird.

In der Zwischenzeit wird es noch klärende Gespräche zwischen dem Vorstand des Gewerbevereins und Stadtbrandinspektor Hübner geben.

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