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Herausforderer setzt sich gegen Klaus Hoffmann (CDU) mit 56,1 Prozent der Stimmen durch: Pauli (SPD) wird Bürgermeister

Von Thomas Pauli (SPD) wird am 1. Juli die Amtsgeschäfte im Rathaus übernehmen. Er setzte sich bei der Bürgermeisterwahl gestern klar gegen Amtsinhaber Klaus Hoffmann (CDU) durch. Überraschend klar.
Der Jubel ist groß: SPD-Kreischef Dr. Stephan Wetzel, der Neu-Anspacher Parteichef Kevin Kulp, die Landtagsabgeordnete Elke Barth, der Bad Homburger Bürgermeister Karl Heinz Krug (von links) und natürlich Tochter Sophia-Lynn freuen sich mit Thomas Pauli. Bilder > Foto: Frank Saltenberger Der Jubel ist groß: SPD-Kreischef Dr. Stephan Wetzel, der Neu-Anspacher Parteichef Kevin Kulp, die Landtagsabgeordnete Elke Barth, der Bad Homburger Bürgermeister Karl Heinz Krug (von links) und natürlich Tochter Sophia-Lynn freuen sich mit Thomas Pauli.
Neu-Anspach. 

Neu-Anspach bekommt wieder einen sozialdemokratischen Bürgermeister. Gestern um 18.47 Uhr stand fest, dass sich Thomas Pauli (SPD) überraschend deutlich mit 56,1 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Klaus Hoffmann (CDU) durchgesetzt hat. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,9 Prozent.

Die ersten Ergebnisse, die bereits ab 18.15 Uhr auf der Leinwand im Bürgerhaus-Saal erschienen, ließen diesen Sieg bereits vermuten: Pauli gewann munter Wahlbezirk um Wahlbezirk, der Bürgermeister konnte hingegen nur zwei (Grundschule am Hasenberg und Evangelischer Kindergarten) für sich entscheiden. Hoffmann gab die Hoffnung deshalb auch schon früh auf. Es waren erst drei Bezirke ausgezählt, als der 63-Jährige meinte: „Das Ding ist gelaufen.“ Wenig später stellte er dann fest: „Fifty, fifty sieht anders aus.“ Die ersten Anhänger kamen da schon, um ihn zu trösten. Die Stimmung im Bürgerhaus war anfangs auch sonst eher gedrückt. Nicht nur auf der Seite der Christdemokraten, wo der ehemalige Fraktionschef Uwe Kraft früh meinte: „Die Tendenz ist nicht so gut.“ Auch im Lage der Pauli-Unterstützer, zu dem außer der SPD auch die b-now und die Linken gehören, wollte anscheinend niemand so früh an den Sieg des eigenen Kandidaten glauben.

Dafür war der Jubel dann hinterher um so größer. Thomas Pauli kam, begleitet von seiner Frau Katja und den beiden Töchtern Sophia-Lynn und Elaina, in den Saal und sagte, nachdem er viele Hände geschüttelt und auch die Gratulation von Klaus Hoffmann entgegengenommen hatte: „Ich bin überwältigt.“ Er habe zwar mit einem Sieg gerechnet, aber nicht mit einem so hohen. Es sei ein intensiver und anstrengender Wahlkampf gewesen, und das habe sich letztlich ausgezahlt. „Wir haben sehr viele Leute mobilisiert“, erklärte Pauli und kündigte, was die Zusammenarbeit mit der Bürgerliste angeht, an, ab dem heutigen Montag intensive Gespräche führen zu wollen.

Und Hoffmann? Was seinen herben Verlust angeht, so erklärte dieser: „Mit dem plumpen Spruch, nach zwölf Jahren einen Wechsel herbeiführen zu wollen, sind sie durchgedrungen. Egal, wie dieser Wechsel auch aussieht.“ Und: „Thomas Pauli wird noch seinen Spaß bekommen mit denen, die ihn unterstützt haben“, meinte er in Richtung Bürgerliste. Auch sei er gespannt, wie der SPD-Politiker seine Wahlversprechen an die Vereine und an die Eltern nun umsetzen werde.

Einer aus dem Hoffmann-Team, der den unterlegenen Kandidaten, trösten wollte, sagte: „Man muss es positiv sehen, jeder Verlust ist auch ein Gewinn.“ Und so wird der Verwaltungschef, wie er ankündigte, ab dem 1. Juli mehr Zeit für Enkeltochter Charlotte und sein zweites Enkelkind, das im August zur Welt kommen soll, haben und für das alte Haus in Arnoldshain, das er für seinen Sohn Daniel gekauft hat und das er jetzt sanieren möchte.

Und dann kam ganz zum Schluss, genauso wie beim ersten Wahldurchgang, noch Andreas Moses (parteilos), um Pauli zu gratulieren. „Jetzt lacht er wieder“, meinte ein alter Anspacher, als er ihn sah, und hatte damit Recht. Der Kandidat, der vor zwei Wochen überraschender Weise unterlegen war, strahlte kaum weniger als der SPD-Politiker und sagte: „Jetzt ist der Spuk vorbei.“

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Bürgermeisterwahl in Neu-Anspach Kommentar: Den Wechsel um jeden Preis gewollt

Thomas Pauli hat es im zweiten Anlauf doch noch geschafft. Er hat sein großes Ziel erreicht: das Rathaus zu leiten, in dem er einst seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten gemacht hat.

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Stimmen zur Wahl

„Die vergangenen zwölf Jahre waren gute Jahre. Jetzt werden wir sehen, wie es weiter geht. Aber das ist ein demokratisches Ergebnis, und das ist zu respektieren.

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