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Die "Fledermaus": Rauschende Premiere

Von Mit rund 230 Besuchern am Samstag und über 140 Besuchern am Sonntag feierte die „Fledermaus“ des Musiktheaters Hochtaunus eine tolle Premiere.
Nicht nur auf der Bühne sorgten Lucy Snyder und Claudia Appiani (von links) mit ihrem Ensemble für gute Laune. Bilder > Nicht nur auf der Bühne sorgten Lucy Snyder und Claudia Appiani (von links) mit ihrem Ensemble für gute Laune.
Hasselbach. 

Ausverkauft! Klar, dass das Ensemble des Musiktheater Hochtaunus begeistert war. Immerhin hatten die Sänger für die beiden Vorstellungen am Wochenende einige Monate intensiv geprobt. „Die Fledermaus“ stand auf dem Programm, und die Besetzung war hochkarätig (wir berichteten).

Bevor sich der Vorhang für die amüsante Operette von Johann Strauß hob, bat Clemens Gattinger, Vorsitzender des Männergesangvereins Liederkranz und Gastgeber im Kulturforum, allerdings um eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris.

Doch dann stimmte das Salon-Orchester unter Leitung von Anna Tyshayeva musikalisch in die Handlung ein. Und in der geht es im Prinzip um Rache. Allerdings auf humorvolle Weise. Denn Doktor Falke (Jan Schümmer), der einst von Gabriel von Eisenstein (Michel Anner) als „Fledermaus“ vorgeführt worden war, hat sich etwas Besonderes ausgedacht. Beim Fest von Prinz Orlofsky (Isabell Schäfer-Fricke) wollte er ihn ebenso vorführen. Das Verwechslungsspiel begann.

Gesang und Schauspiel

Unter der Regie von Lucy Snyder gab das Ensemble nicht nur gesanglich sein Bestes. Auch das Schauspiel passte. Während im Vordergrund Prinz Orlofsky bekannt gab, „Ich lade gern mir Gäste ein“, bildete der Chor das Bankett, prostete sich zu und „plauderte“ miteinander. Und während der Auftritte für seine Gäste spielte der Prinz absolute Langeweile mit zeitweisem Einnicken.

Auch Gabriel von Eisenstein hatte es zu dieser Zeit bereits auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gelegt. Allerdings nicht aus Langeweile, sondern weil der Prinz ihm zuvor kräftig einen aus der Wodka-Flasche eingeschenkt hatte.

An Auftritten während des ausschweifenden Festes gab es unter anderem den sterbenden Schwan von Ballerina Katrin Alexandrova zu sehen, La donna è mobile von Tenor Andreas Kattiker zu hören und im weiteren die Barcarolle, die von Valeria Dora und Kerstin Klein interpretiert wurde. In „Olympia“ zeigte Lucy Snyder wieder einmal ihr komisches Talent als Aufziehpuppe, in der Polka brillierte Ferdinand Pastorek an der Geige.

Im dritten Akt trat „Frosch“, der Gerichtsdiener auf, der ebenfalls dem Flachmann sehr zugeneigt war. Eine Glanzleistung, die Jevgeni Sarmont als betrunkener Gehilfe des Gefängnisdirektors hinlegte.

Bei so viel Klasse und prächtiger Unterhaltung durften die Akteure auch erst nach der zweiten Zugabe von der Bühne.

Die Aufführung war eine Premiere des erst vor gut einem halben Jahr gegründeten Musiktheater Hochtaunus, das von den Profis Claudia Appiani und Lucy Snyder fachfraulich unterstützt wird. Die Sänger kamen aus dem Hochtaunus, dem Rhein-Main-Gebiet und der Schweiz. Ziel sei es, weitere Chorsänger und Solisten, möglichst auch männliche, zu begeistern, berichtete Diana Schöneich, Vorsitzende des Musiktheaters Hochtaunus. Denn auch nächstes Jahr soll es wieder ein ambitioniertes Projekt geben: Die Hochzeit des Figaro. Mehr Infos gibt es unter Musikttheater-hochtaunus.de.

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