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Wir zahlen nicht mehr als nötig: Sanierungspläne in der Weilbergstraße gehen Anwohnern zu weit

Von Die Anwohner der Weilbergstraße in Oberreifenberg sammeln nicht nur den Müll in ihrer Straße ein. Sie bilden auch eine Protest-Gemeinschaft. Und zwar dagegen, dass sie für eine teure Straßensanierung zahlen sollen.
Die Anwohner der Weilbergstraße sammeln nicht das erste Mal rundum Müll und protestieren jetzt gegen die aufwendige Sanierung der Straße auf ihre Kosten. Foto: Evelyn Kreutz Die Anwohner der Weilbergstraße sammeln nicht das erste Mal rundum Müll und protestieren jetzt gegen die aufwendige Sanierung der Straße auf ihre Kosten.
Schmitten. 

Dass Anlieger vor ihrer Haustür und im direkten Umfeld alles sauber halten ist nicht ungewöhnlich. Zu den über 100 Schmittener Umweltpaten gehört auch der inzwischen fraktionslose Gemeindevertreter Dr. Werner Templin. Mit Anwohnern der Weilbergstraße hat er nicht zum ersten Mal Müll gesammelt.

„Die 4,50 Meter lange Gardinenstange, Backsteine und ein großes Blech muss jemand vorsätzlich im Wald abgeladen haben“, vermuteten Petra und Frank Friede. Sie sprachen das Sonderthema Altkleidercontainer an, wo regelmäßig Sperrmüll abgestellt wird. Für Lucina Hasenklever war es unverständlich, dass überall in der brachliegenden Wiese Plastikflaschen und Verpackungsmüll hingeworfen wird. Von den Anwohnern, die selbst sammeln, könne das ja wohl kaum kommen. Dass in der Weilbergstraße relativ viel Durchgangsverkehr fließt, war selbst in der kurzen Zeit für Fototermin und Pressegespräch nicht zu übersehen.

Vollerschließung

Denn nicht nur der Müll ist für die Anwohner ein Thema, sondern auch die Straßensanierung. „Wir wollen es in unserer Straße schön haben“, sind sich die Anwohner einig. Aber dass die geplante, vor allem viel zu aufwendige Vollerschließung fast komplett auf ihre Kosten gehen soll, das geht ihnen entscheiden zu weit. „Dass die Straße gemacht werden soll, wissen wir bereits seit zwei Jahren, aber wir waren ziemlich irritiert als es plötzlich hieß, dass sie noch gar nicht erschlossen ist“, so Frank Friede. Er ist überzeugt: „Diese Kategorisierung dient doch im Grunde nur dem einen Ziel, dass die Bürger der Gemeinde die Kosten abnehmen.“

Dabei gibt es für Templin einen kostengünstigeren Weg, so wie ihn die b-now am Beispiel der Bayerischen Kommune Rednitzhembach aufgezeigt hat. Templin hat die Hoffnung, dass die Einsicht doch noch siegt. „Viele Kommunen praktizieren inzwischen dieses innovative Vorgehen bei der Straßensanierung und schonen damit die Kasse der Bürger wie der Gemeinde“, meinte er als Sprecher der Bürgerinitiative. „Wenn es insgesamt billiger wird, sind wir auch bereit mehr als zehn Prozent zu übernehmen, aber 90 Prozent ist ausgeschlossen, denn die Straße ist längst erschlossen“, machte Frank Friede deutlich. Dass die Gemeinde es versäumt habe das abzurechnen dürfe Jahrzehnte später nicht zum Problem der Anwohner werden.

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