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Fastnachtskampagne: Schon jetzt an die nächste Kampagne denken

Es ist gar nicht so leicht, ein passendes Motto für die Fastnachtskampagne zu finden – erst recht wenn schon viele gute „verbraucht“ wurden. Wie schwer der Weg zum Motto ist, hat unser Redakteur Harald Konopatzki mal nachvollzogen und sich rechtzeitig Gedanken über ein Motto für 2019 gemacht.
Die Tanzmäuse des WCV waren mit ihren Kostümen in der 16/17er-Kampagne schon ganz nah am Motto der diesjährigen Saison. Foto: Frank Saltenberger Die Tanzmäuse des WCV waren mit ihren Kostümen in der 16/17er-Kampagne schon ganz nah am Motto der diesjährigen Saison.
Wehrheim. 

Für dieses Jahr sind die Limes-Krätscher des WCV bestens aufgestellt: „Rockabilly ohne Pause, die Krätscher machen eine Sause“. Das Motto hat Potenzial, und die Zuschauer der drei großen Sitzungen im Bürgerhaus dürfen sich auf rockige Unterhaltung und ein schmuckes Bühnenbild freuen. Aber unter welchem Motto soll Wehrheim in die Kampagne 2019 gehen? Das muss schon in wenigen Wochen bei der Jahreshauptversammlung entschieden werden.

Der Grundgedanke: Es sollte etwas mit dem Ort zu tun haben und am besten noch an die karnevalistischen Traditionen anknüpfen.

Erste Idee: „Die Narren stürmen nach alter Sitte – das Rathaus in Wehrheims Mitte.“

Nee . . . passt nicht. Ist weder schmissig genug, noch läuft das sprachlich rund. Aber der Rathaussturm ist ein gutes Thema. Nächster Versuch:

„Wehrheim außer Rand und Band – das Rathaus bleibt fest in Narrenhand!“

Besser. Eigentlich sogar schon ganz gut – wäre da nicht die Bürgermeisterwahl 2019. . . Da könnte das Motto missverstanden werden – ob als Schmähung oder, im Gegenteil, als unerlaubte Wahlkampfhilfe sei mal dahingestellt.

Überhaupt können bevorstehende Wahlen für allzu politische Mottos pures Gift sein. Beispiel:

„Der S-Bahn-Ausbau braucht noch ewig Zeit – Doch unsern Zug steht längst bereit!“

Könnte sich der WCV 2019 auf die Fahnen schreiben. Immerhin ist auf den Narrenexpress (Abfahrt pünktlich um 15 Uhr) seit Jahren Verlass. Aber man kennt es ja . . . Vor Wahlen, wie sie im Herbst anstehen, geht ja manches plötzlich ganz schnell – und der WCV stünde ganz schnell mit einem veralteten Motto auf dem Abstellgleis.

Also lieber nichts riskieren, in Wehrheim tut man kalkulieren. Das reimt sich zwar, ist aber zu wahr, als dass es als Motto taugt, deswegen erscheint es hier nicht mal fettgedruckt. Außerdem schreit das zu sehr nach einem langweiligen Bühnenbild – ich will gar nicht an die dazu passenden Choreographien der Garden und den Orden denken. Etwas Konfliktpotenzial muss schon sein.

„Wir brauchen keine Wind-Rotoren – Wehrheim hat Benzin-Motoren!“

Passt. Doch spätestens da würde WCV-Kassierer Harald Stenger wohl intervenieren, beziehungsweise den Spruch kassieren – er könnte sich zu gut für Wahlkampfplakate seiner FDP im Herbst eignen . . .

Also ein anderes pressierendes Thema:

„Wie stark Wehrheim wächst, is’ uns egal, Hauptsach’, es bleibt ’e Lück’ zu Friedrichsthal.“

Böse . . . Guut . . . Könnte allerdings dazu führen, dass bis zu 600 Leute weniger die Veranstaltung des WCV besuchen. Keine Option.

CDU und FDP hätten wir jetzt verwurstet – die SPD ist mit den jüngsten bundespolitischen Entwicklungen gestraft genug und bekommt hier Schonzeit –, fehlen noch die Grünen. Vorschlag:

„In Wehrheim gibt’s bald viel Gemecker – Euer Häuser wer’n all’ Äcker!

Wobei auch das die Harmonie im Ort nachhaltig stören könnte. Dann doch lieber den „Verspotteten“ etwas weiter weg suchen:

„Morgens steh’n wir lang’ im Stau. Doch das juckt in Homburg keine . . .“

Und da verließen sie ihn. Pfau? Passt nicht. Und einen kurzen, griffigen Reim auf Stau gibt’s im Journalistenfundus einfach nicht . . .

Also bleiben wir doch am besten beim Feiern und der Geselligkeit, die die Narren auszeichnet. Oder, in Motto-Form gebracht:

Morgens Kater, abends blau: Heiser schallt’s durchs Dorf: „Helau!“

Sieben Tage lang volles Programm bei den Limes-Krätschern

Wehrheims Narren bereiten sich auf den Höhepunkt der in diesem Jahr sehr kurzen Kampagne vor. Drei Sitzungen (Samstag, 27. Januar, Freitag 2. Februar, und Samstag, 3. Februar, Beginn jeweils um 19.

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