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Sie wollen die Stadt stärken

Von Parkplätze erhalten, den Festplatz nicht antasten und das Projekt Bahnhofstraße 30 verkleinern. Heinz Weidner stellte einige Forderungen zur Stärkung des heimischen Gewerbes vor.
Der Vorstand einschließlich der neuen Mitglieder wurde einstimmig gewählt: Joachim Datz, Dr. Regina Ernst-Messer, Roland Höser, Heinz Weidner, Susanne Emrich und Thorsten Burgard (von links). Bilder > Foto: Frank Saltenberger Der Vorstand einschließlich der neuen Mitglieder wurde einstimmig gewählt: Joachim Datz, Dr. Regina Ernst-Messer, Roland Höser, Heinz Weidner, Susanne Emrich und Thorsten Burgard (von links).
Neu-Anspach. 

„Die allgemeine Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie, aber in den Kommunen kommt das Geld nicht an“, sagte der Vorsitzende des Gewerbevereins am Dienstagabend im Bürgerhaus. Dort fehle das Geld zur Erhaltung der Infrastruktur, meinte Heinz Weidner und holte damit weit aus, um den Aktionsrahmen der Neu-Anspacher Geschäftsleute abzustecken.

Der Mittelstand sei die tragende Säule der Wirtschaft, und alle Mitgliedsbetriebe steuerten einen Beitrag zu deren Stärkung bei, so Weidner in seinem Bericht weiter. Die Betriebe und Unternehmen stellten Arbeitsplätze sowie Lehr- und Praktikumsstellen, unterstrich er zudem die Leistungen des mittelständigen Gewerbes, das aber mit der Zeit gehen müsse: „Online schauen, offline kaufen“, drehte er das Motto des modernen Verbrauchers um, der angeblich in Geschäften schaut und im Internet bestellt. Aber das Internet gehöre nun einmal zum Alltag und Online-Präsenz zur Voraussetzung.

Wer sich im Internet informiere, könne anschließend die Vorteile des Einzelhandels nutzen, die unter anderem im direkten Kundengespräch bestünden. „Face to face“, wie es Weidner formulierte. „Wir sind der verlässliche Partner für die Kunden“, und das müsse verstärkt kommuniziert werden.

„Wir brauchen lebendige Innenstädte, und ohne Geschäfte sterben die Städte“, sagte der Geschäftsmann. Vielfalt und kurze Wege, das biete Neu-Anspach, und das gelte es, zusammen mit der Stadt zu erhalten und zu stärken.

Dazu gehöre, dass sich die Geschäfte gut anfahren ließen und ausreichend mit Parkplätzen versorgt seien. „Der Festplatz ist ein Glücksfall und in vollem Umfang zu erhalten“, forderte er, und da dürften beim anwesenden Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) die Ohren geklingelt haben, denn ohne dies explizit anzusprechen, spielte Weidner auf die inzwischen wieder auf Eis gelegten Planungen an, dort Wohncontainer für Flüchtlinge zu errichten.

Auch in der neuen Mitte sollen, wenn es nach den Vorstellungen des Gewerbevereinsvorsitzenden geht, vorhandene Parkplätze keinen Bauvorhaben geopfert werden. Eine Bebauung auf der Grünfläche zwischen Kirche und Feldbergcenter könne er sich hingegen durchaus vorstellen.

Das Bauprojekt in der Bahnhofstraße 30 gleich neben dem Rathaus hält Weidner für zu groß. Hier müsse die Planung angepasst und der Gebäudekomplex verkleinert werden. Handlungsbedarf sieht er auch bei den Arkaden: „Hier muss etwas passieren“, forderte er in Hinblick auf Leerstände.

Ein großer Erfolg

Die etablierten Aktionen wie das Late-Night-Shopping, der Rauscher-Samstag, der verkaufsoffene Sonntag und das weihnachtliche Neu-Anspach sprach der Vorsitzende als wichtige Angebote ebenfalls an. Und natürlich erinnerte er an den erstmals am Feldbergcenter angesiedelten Nikolausmarkt, der ein großer Erfolg gewesen war.

Das bescheinigte die stellvertretende Vorsitzende Dr. Regina Ernst-Messer auch der erstmals im Hessenpark veranstalteten Hochzeitsmesse. Die Arbeit mit den Gewerbevereinen Usingen und Wehrheim habe fantastisch geklappt, so Ernst-Messer. Fantastisch war auch der Weihnachtsengel angekommen: „Wir hatten mit Lena Mareike einen Traumengel“, sagte Silvia Gottschlich, die die Aktion betreut. Der Bau- und Messeausschuss wird im kommenden Jahr wieder besonders stark gefordert werden, berichtete Joachim Datz, denn 2016 ist wieder Taunusmesse. Laut Weidner das „größte Aushängeschild des Neu-Anspacher Gewerbes“.

Nach den Berichten des Werbeausschusses (Thorsten Burgard) und des Kassenführers Gernot Schaper standen Neuwahlen des Vorstandes an. Bevor gewählt wurde, verabschiedete der Vorsitzende mit Dank und Blumen Schriftführerin Manuela Müller sowie Beisitzer Peter Jäger. Als neue Schriftführerin wurde Susanne Emrich vorgeschlagen und als Beisitzer Roland Höser. Beide wurden wie auch die bisherigen Amtsinhaber Heinz Weidner, Dr. Regina Ernst-Messer, Gernot Schaper, Thorsten Burgard und Joachim Datz als Beisitzer einstimmig gewählt.

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