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Angst vor Kita-Schließung: Warteliste für die „Feldmäuse“

Von In Westerfeld kursiert das Gerücht, der Kindergarten wird geschlossen. Der Amtsleiter weiß davon allerdings nichts.
Seit 44 Jahren befindet sich in diesem Gebäude an der Usinger Straße in Westerfeld ein Kindergarten. Seit 44 Jahren befindet sich in diesem Gebäude an der Usinger Straße in Westerfeld ein Kindergarten.
Westerfeld. 

Die Menschen in Westerfeld werden sich noch gut erinnern können: 2009 war es, als in dem Stadtteil die Angst vor der Schließung des evangelischen Kindergartens „Feldmäuse“ umging. Der Grund: Die Einrichtung war damals nicht ausgelastet. Jetzt sieht das dank umfangreicher Umbauten, der zusätzlichen Betreuung von Kleinkindern und verlängerter Öffnungszeiten anders aus – und trotzdem geht das Gerücht um, die Kindertagesstätte stehe vor dem Aus.

So war der Westerfelderin Sigrid Jungermann kürzlich zugetragen worden, dass der Hausen-Arnsbacher Kindergarten Regenbogenland – ebenfalls eine Einrichtung der evangelischen Kirche – erweitert werden soll und die Gruppen in Hausen und Westerfeld, die seit sechs Jahren ohnehin unter gemeinsamer Leitung und Verwaltung stehen, anschließend auch räumlich zusammengelegt werden sollen. Jungermann, die schon 2009 der Bürgerinitiative zum Erhalt der Kita angehört hatte, macht keinen Hehl daraus, was sie von solchen Plänen halten würde. Weder Eltern noch die Kinder würden von so einem wenig nachhaltigen Plan profitieren, findet sie. Schließlich sei der Kindergarten „gut gehend“ und vor allem „qualifiziert geführt“, findet sie.

Derzeit kein Thema

Von einer Schließung weiß Frank Vogel, Leiter des Leistungsbereichs Familie, Sport und Kultur, allerdings nichts. „Das ist mir neu und derzeit auch überhaupt kein Thema“, sagt er, berichtet aber von einem Prüfantrag, der bei der Haushaltsklausur zu Jahresbeginn von den Grünen gestellt wurde und seit dem Sommer von der Verwaltung abgearbeitet wird. Wie im Ratsinfosystem der Stadt nachzulesen ist, hatte Grünen-Fraktionschefin Regina Schirner nach einer Zusammenlegung der Kitas gefragt. Auch wollte sie in diesem Zusammenhang wissen, ob es eine Neukonzeptionierung geben könne.

In der Prüfung

Wie Vogel erläutert, wird eine Zusammenführung im Hinblick auf eine Kostenersparnis derzeit geprüft. Schließlich sei ein eingruppiger Kindergarten im Verhältnis teurer als eine aus mehreren Gruppen bestehende Einrichtung. Allerdings sei hierfür ein Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Hausen, in dem sich die Kita befindet und in dem Räume frei geworden sind, nötig. Dadurch entstehende Kosten, so der Amtsleiter, seien abzuwägen gegenüber einer möglichen Ersparnis beispielsweise beim Personal. „Wir müssen ja erst einmal sehen, ob die Zusammenlegung Sinn machen würde oder ob der Aufwand zu groß ist. Da ist noch viel zu klären.“

Erste Ergebnisse hat Vogel, der in die Beratungen auch den Kirchenvorstand und die Kindergarten-Leitung einbezogen hat, vorliegen. Er will aber noch nichts dazu sagen. Weitere Informationen kündigt er zu den Haushaltsberatungen an.

Übrigens ist auch Kindergarten-Leiterin Elvira Rosenstein-Rother verwundert über das von Jungermann formulierte Gerücht. Sie sei noch nicht darauf angesprochen worden, auch nicht von den Eltern, erklärt die Pädagogin, die aber genauso wie ihr Vorgesetzter den Erfolg der Kita und des 2009 veränderten Konzepts bestätigt: „Der Bedarf ist da. Wir sind ausgelastet und haben sogar eine Warteliste.“

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