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Alltagstipps: Was gehört auf den Wertstoffhof?

Von Vor dem Bauhof lag vor rund zwei Wochen ein großer Müllberg. Hier hatten Bürger ihre „Wertstoffe“ unerlaubt abgeladen. Nun stellt sich die Frage: Waren das alles Wertstoffe, die da auch hingehören und gibt es einen Ersatztermin?
Einige dieser „Wertstoffe“, die vor zwei Wochen vor dem Bauhof in Wehrheim lagen, sahen eher nach Sperrmüll aus. Der gehört da allerdings besser anders entsorgt. Foto: Gerrit Mai Einige dieser „Wertstoffe“, die vor zwei Wochen vor dem Bauhof in Wehrheim lagen, sahen eher nach Sperrmüll aus. Der gehört da allerdings besser anders entsorgt.
Wehrheim. 

Gehören das riesige Stück Pappe, die Kloschüssel und der alte Teppich wirklich zu den Wertstoffen, die immer am letzten Samstag im Monat zum Bauhof gebracht werden können? Der vergangene Termin am 30. Juni musste wegen eines Defekts am Entsorgungsfahrzeug ausfallen. In Folge dessen lag am Nachmittag ein riesiger Müllberg vor dem Tor des Bauhofs. Und die sahen nicht nur nach Wertstoffen aus.

Nach Aussage von Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) soll nur Wiederverwertbares, das dadurch in den Wirtschaftskreislauf zurückkehrt, am Wertstoff-Samstag zum Bauhof gebracht werden: Elektro-Schrott, Bauschutt, Metalle, Kartonagen oder große Plastikgegenstände. „Allerdings nur jeweils einen Kofferraum voll.“ Für größere Mengen sei die Deponie Brandholz zuständig.

Sommer hat jedoch festgestellt, dass immer öfter auch Gegenstände gebracht werden, die als Sperrmüll angemeldet werden könnten. Das sei in der Müllgebühr enthalten. Nicht alles wiederum sei aber Sperrmüll, da gelte es zu unterscheiden. Fest mit dem Haus verbundene Materialien wie Parkett, Türen, Tür- oder Fensterrahmen gehören nicht zum Sperrmüll, sondern als Bauschutt zum Wertstoffhof. Sprich, Teppichboden ist Wertstoff, der Perser, der unterm Tisch lag, Sperrmüll. Und wer das Bad neu gestaltet, kann die Duschabtrennung als Sperrmüll anmelden, Fenster und Türen dagegen sollte er zum Bauhof bringen.

Wissenschaft für sich

Müll an die richtigen Stelle zu bringen, ist in Deutschland eine Wissenschaft für sich und wie der Müllberg am Samstag gezeigt hat, kennt sich nicht jeder damit aus, manche ignorieren aber auch einfach die Bestimmungen.

Der Rathauschef betont, dass „wir in Wehrheim ein sehr gutes System haben, wonach die gesamte Entsorgung, angefangen von den Grünecken, über die Sperrmüllsammlungen am Haus oder die Sammlung von Elektroschrott von der Müllgebühr abgedeckt ist“. Die Öffnung und Sammlung an einem Samstag im Monat sei ein zusätzliches Angebot, insbesondere für die Entsorgung von kleinen Mengen Bauschutt. Das meiste andere sei in das vorhandene System eingeschlossen, Pappe etwa könne zerkleinert mit Papiermüll entsorgt werden, wie es viele Bürger machen. Für größere Mengen verwies er auf die Deponie Brandholz, die jedoch gebührenpflichtig sei.

Kein Ersatztermin

Gesammelt werden auch Fernseher, Computer, Drucker und ähnliches, wobei der Abgebende erwarten könne, so Sommer, dass das Gerät von einer Fachfirma entsorgt wird und nicht in falsche Hände kommt. Stichwort Datenschutz.

Die zuständige Mitarbeiterin Ina Wagner hat festgestellt, dass die Hälfte der im Wertstoffhof abgegeben Wertstoffe aus Bauschutt und Windeln (ein zusätzliches Angebot) bestehe, die andere sei Sperrmüll.

Grundsätzlich sei die Abfallentsorgung ein Thema, das auf seiner Agenda ganz oben stehe und immer wieder überprüft werden müsse, so Sommer. Auch der neue Mitarbeiter, der demnächst den Arbeitsplatz von Ruheständler Hartmut Pfaudler übernimmt, werde sich ebenfalls damit beschäftigen. Der ausgefallene Termin wird im Übrigen nicht nachgeholt, dafür kommen beim nächsten Mal am Samstag, 28. Juli, zwei Fahrzeuge der Entsorgerfirma Bördner.

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