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Brandbekämpfer leisten Nachbarschaftshilfe: Wehr macht dem DRK den Hof

Von Feuerwehr und DRK konnten schon immer gut miteinander. In Cratzenbach wohnen sie nun auch Tür an Tür. Die neue DRK-Halle ist fertig, am Samstag machte die Wehr dem DRK sogar regelrecht „den Hof“.
Die DRK-Halle (links) kann noch in diesem Jahr bezogen werden. Die Zufahrt ist schon jetzt nutzbar. Die DRK-Halle (links) kann noch in diesem Jahr bezogen werden. Die Zufahrt ist schon jetzt nutzbar.
Cratzenbach. 

Die neue Fahrzeughalle des DRK-Ortsverbandes Weilrod in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus in Cratzenbach ist fast fertig. Nur noch die elektrische Installation fehlt, sonst steht die vom Kreisverband des DRK mit einem Kostenaufwand von rund 40 000 Euro auf einem Grundstück der Gemeinde Weilrod errichtete Halle. Die drei in Obhut des Weilroder DRK befindlichen, derzeit noch auf mehrere Standorte verteilten Katastrophenschutzfahrzeuge, ein Lkw, die Feldküche sowie ein Mannschaftsbus, haben damit eine neue Heimat gefunden.

Jetzt können sie sogar schon hineinfahren, denn das Pflaster in der Halle und davor haben an den beiden vergangenen Wochenenden eineinhalb Dutzend Mitglieder der Feuerwehr Cratzenbach, unterstützt von DRK-Kräften, fachmännisch verlegt.

Nicht ganz uneigennützig, aber für Fleischwurst zum Frühstück, Leberkäse zum Mittagessen und Kuchen zum Kaffee – das normale Programm der DRK-Verpfleger für fleißige Helfer – tut man so manches . . .

Es war im wahrsten Sinne des Wortes „Knochenarbeit“, denn die Verbundsteine, die nach einem Austausch des Parkplatzbelages von Christian Weiß, dem Betreiber des Roder Rewe-Marktes, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, heißen mit zweitem Namen „Knochen“.

Rund 300 Quadratmeter in und vor der Halle galt es damit auszulegen. Früh morgens um 8 Uhr war „Anpflastern“. Bei etwa 50 Steinen pro Quadratmeter hat die Pflasterkolonne rund 15 000 Steine bewegt. Beim Einbau der Kantensteine und beim Kiesplanum, also dem Herrichten des Untergrundes, hatte der Bauhof der Gemeinde geholfen.

„Jetzt fehlt nur noch der Elektriker, dann können wir einziehen“, sagte DRK-Bereitschafts-chefin Beatrix Heinz. Einzug noch in diesem Jahr ja, aber ob es auch noch mit der Einweihung klappt, stehe noch nicht fest.

Dass ihm die Feuerwehr praktisch „den Hof macht“, freut den DRK-Verband natürlich. DRK und Feuerwehr pflegen in Weilrod seit Jahren schon gutnachbarschaftliche Beziehungen, nun also auch im richtigen Leben, Tür an Tür. Auch Feuerwehrchef Dieter Veidt, der den Pflastereinsatz am Samstag koordinierte, freut sich über die neuen Nachbarn und sieht Synergieeffekte und kürzere Wege: „Wir brauchen uns gegenseitig.“

Gemeinsam gefeiert

Beim Herbstfest der Feuerwehr vorletztes Wochenende war es schon deutlich enger als sonst, denn viele DRKler waren der Einladung ins Gerätehaus gefolgt, das von Wehrführer Björn Veidt prompt einen neuen Namen verpasst bekam: „Hilfeleistungszentrum Cratzenbach, fehlt nur noch die Polizei!“

Für die Cratzenbacher Wehr wird 2016 ein besonderes Jahr: „Wir bekommen ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug“, sagte Veidt. Das Vehikel mit Wassertank soll das über 20 Jahre alte Einsatzfahrzeug ersetzen. „Das Land bezahlt das Fahrgestell, die Gemeinde den Aufbau“, so Veidt. Die Übergabe soll am 26. Mai 2016 gefeiert werden.

Veidt nannte noch weitere Termine. So wird am 26. November vor dem Gerätehaus der Weihnachtsbaum gestellt, die Jahresschlusswanderung ist am 27. Dezember, der Neujahrsempfang am 3. Januar. Am 9. Januar wird die Jugendwehr die alten Weihnachtsbäume abholen und anschließend verfeuern.

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