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Investitionen im Millionen-Bereich: Wehrheim will 2018 eine neue Sporthalle am Oberloh bauen

Von Wehrheim geht es gut. Weit besser als manch anderer Kommune im direkten Umfeld, und das haben die Wehrheimer am Freitagabend auch schriftlich bekommen. Und damit das auch so bleibt, stehen eine ganze Reihe von Veränderungen an.
Wenn man an diesem Schild rechts abbiegt, gelangt man zur Sportanlage am Oberloh. Auf ihrem Gelände soll eine neue Sporthalle gebaut werden, dieser Neubau schlägt mit zwei Millionen Euro kräftig im Haushalt ein. Wenn man an diesem Schild rechts abbiegt, gelangt man zur Sportanlage am Oberloh. Auf ihrem Gelände soll eine neue Sporthalle gebaut werden, dieser Neubau schlägt mit zwei Millionen Euro kräftig im Haushalt ein.
Wehrheim. 

Der Wehrheimer Haushalt für das kommende Jahr dürfte in der kommunalen Geschichte des Apfeldorfs ein Meilenstein sein. Der Etat, den Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) gestern Abend in die Gemeindevertretersitzung einbrachte, ist nicht nur gut, sondern sehr gut.

„Wir präsentieren einen genehmigungsfreien Haushalt, der bei der Aufsichtsbehörde nur noch angezeigt werden muss“, sagte Sommer. Grundvoraussetzung dafür sei, dass keine Kredite, Verpflichtungsermächtigungen, die über Kredite finanziert werden, und keine Kassenkredite festgesetzt seien. Neben dem ausgeglichenen Haushalt erwartet die Gemeinde einen Überschuss von 147 560 Euro.

Rekord-Steuereinnahmen

Im Ergebnis weise der Haushalt eine Summe von 104 760 Euro aus, das außerordentliche Ergebnis von 42 800 Euro erhöhe den Überschuss auf 147 560 Euro. Gegenüber dem laufenden Haushalt 2017 gebe es eine Steigerung des Haushaltsvolumens der ordentlichen Erträge um 4,26 Prozent auf 27 403 330 Euro und der Aufwendungen um 3,84 Prozent auf 27 279 290 Euro. „In solchen Höhen haben sich die Haushaltsansätze unserer Gemeinde noch nicht bewegt“, stellte Sommer fest.

Die größten Ausgaben im kommenden Jahr

Die Zeichen in Wehrheim stehen auf Wachstum, und ein Blick auf die Ausgaben macht deutlich, dass die Gemeinde in den kommenden beiden Jahren ordentlich Geld in die Hand nimmt.

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Für das gute Ergebnis sind auch die zu erwartenden „Rekordeinnahmen“ der Steuer von insgesamt 20 360 870 Euro verantwortlich. Diese fließen im Wesentlichen aus der Grundsteuer A und B (30 300 und 1 220 000 Euro), 10,7 Millionen Euro Gewerbesteuer, die anteilige Einkommenssteuer von 7,43 Millionen Euro, Umsatzsteuerbeteiligung von 396 130 Euro sowie die Ausgleichsleistungen aus dem Familienlastenausgleich in Höhe von 514 010 Euro. Weitere 67 300 Euro sollen aus der Hunde-, Zweitwohnungs- und Vergnügungssteuer in die Kasse fließen. „Im Bereich Grundsteuer B weisen wir die geringsten Hebesätze im gesamten Hochtaunuskreis aus“, betonte Sommer. Und das soll auch in Zukunft so bleiben, so die Empfehlung. Eine Steuererhöhung ist nicht geplant. Auch nicht bei den Abgaben wie Müll und Abwasser, lediglich die Frischwasserkosten steigen im kommenden Jahr um fünf Cent pro Kubikmeter.

Einige Abgaben

Das Ziel sei es, „die Lebensbedingungen der Menschen in unserer Gemeinde weiter zu verbessern“, sagte Sommer. Da sei Wehrheim auf einem guten Weg. „Aber die Zukunft kann nur positiv gestaltet werden, wenn wir uns unsere finanzielle Unabhängigkeit bewahren“, unterstrich der Rathauschef und warnte vor den Risiken stetig steigender Standards.

So verlockend positiv die Zahlen auch klingen, ihnen gegenüber stehen auch Abgaben wie die Kreis- und Schulumlage mit rund Millionen Euro, Gewerbesteuerumlage von rund 2,07 Millionen Euro, Solidaritätsumlage von 684 850 Euro und auch die Umlage an den Regionalverband Frankfurt RheinMain in Höhe von 45 500 Euro, die die soliden Einnahmen wieder auffressen. Somit bleibe der Gemeinde nach Abzug der Steuereinnahmen und Ausgleichszahlungen der Gemeinde noch rund 8,5 Millionen Euro übrig. „Die Finanzierung des Ergebnishaushaltes hängt am Faden der Gewerbesteuer und am Seil des Gemeindeanteils“, sagte Sommer. Sollten die Erträge nicht wie geplant fließen, müsse die Gemeinde mit einem Verlust rechnen.

Der seitens der Landesregierung angekündigte Wegfall des Elternbeitrags bei den Kindergartengebühren für die Vormittagsbetreuung sei im Entwurf noch nicht enthalten, ebenso wenig die angekündigte Entlastung durch die Hessenkasse von etwa 750 000 Euro, da die Art der Subventionierung noch unklar sei. Dass Wehrheim kinder- und familienfreundlich sein möchte, „das wird derzeit noch sehr deutlich über die Verlängerung der Öffnungszeiten definiert“, so Sommer. So sollen die Betreuungszeiten insgesamt um eine Stunde verlängert werden, wofür sich der Gemeindevorstand auch ausgesprochen habe, nun stehen aber zunächst Gespräche mit allen Einrichtungen an. Doch die Zeichen stehen in Wehrheim nicht nur im Kindergartenbereich auf Wachstum. Zum einen plant die Gemeinde einen neuen Kindergarten und die Erschließung des Baugebiets am Mühlberg, zum anderen könnte innerhalb der Gemeinde durch den Leerstand in der Wiesenau 28 (ehemaliges MGH) und den Umzug von Feuerwehr und Bauhof neue Wohnfläche entstehen. Auch ein neues Seniorenwohnheim werde dringend gebraucht, ebenso wie der bereits beschlossene Bau der neuen Sporthalle am Oberloh. Und da Tourismus ebenfalls ein Thema ist, sollen im Bereich des Schwimmbads mittelfristig nicht nur befestigte Parkplätze entstehen, sondern auch Stellplätze für Wohnmobile mit Stromtankstelle.

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