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Erlaubnis zuückgezogen: Zusatz-Parkplatz in Schmitten gestrichen

Von Wegen der Schönwetterperiode gab es seit 31. Juli vorübergehend eine zusätzliche Parkmöglichkeit für das Freibad Schmitten. Dieser Service für die Badegäste ist wieder eingestellt. Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) hat seine Gründe genannt. Doch Stammgäste versuchen mit einer Unterschriftenliste dafür zu werben, dass das Provisorium bis Ende der Saison geöffnet bleibt.
In den vergangenen Tagen wurde der provisorische Parkplatz gut genutzt. Ohne ihn hätten Bad-Besucher kaum Abstellmöglichkeiten, oder würden die nahen Wohngebiete zuparken. Doch nun ist das Parken wieder verboten. Foto: Evelyn Kreutz In den vergangenen Tagen wurde der provisorische Parkplatz gut genutzt. Ohne ihn hätten Bad-Besucher kaum Abstellmöglichkeiten, oder würden die nahen Wohngebiete zuparken. Doch nun ist das Parken wieder verboten.
Schmitten. 

Nach der Freude kam die Enttäuschung. Bernd Langer, der bei dem tollen Wetter zweimal am Tag zum Schwimmen ins Schmittener Freibad geht, war froh, dass in den vergangenen Tagen die lästige Parkplatzsuche entfiel. „Ich bin entsetzt, dass das so schnell wieder eingestellt wurde“, stellt er im Gespräch mit dieser Zeitung fest.

Dabei geht es ihm nicht nur um die eigene Bequemlichkeit. Als Stammgast hat er deutlich mehr Badegäste registriert, seitdem zusätzliche Parkplätze zur Verfügung standen. „Sonst sind immer etliche Ortsfremde wieder weggefahren“, erzählt er. Für ihn sind zusätzliche Parkplätze ein Schritt in die richtige Richtung, damit sich das Schwimmbad endlich mal trägt. Und er wird die Unterschriftenaktion weiter vorantreiben. Auch Bistrobetreiberin Marita Emmerich hatte in den vergangenen Tagen deutliche Mehreinnahmen.

Die Gemeinde Schmitten hatte aufgrund der fantastischen Wetterlage für Freibadbesucher am 31. Juli das alte Sportplatzgelände hinter der Lagerhalle der Firma Karl Schmidt halbseitig geöffnet. Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU) hatte in Vertretung des Bürgermeisters bereits darauf hingewiesen, dass das nur eine vorübergehende Maßnahme sein könne.

Zu viel Staub?

Und er hatte alle Nutzer des Parkplatzes gebeten, den Sportplatz nur im Schritttempo zu befahren, da sonst der noch verbliebene rote Sandbelag aufgewirbelt und gegebenenfalls durch den Wind weitergetragen werde.

Das ist auch der Grund, warum Kinkel nach seinem Urlaub jetzt den Parkplatz wieder geschlossen hat. „Seit Jahren wiederholen wir gebetsmühlenartig, dass die dauerhafte Nutzung des Schlackeplatzes mit der roten Erde als Parkplatz nicht machbar ist“, erläutert er auf Anfrage. Wenn der Staub aufgewirbelt werde und ins Schwimmbadwasser gelange, ziehe das erheblichen Pflegeaufwand nach sich.

Aber das ist nur eine Sache. „Es kann sich am Edelstahlbecken dauerhaft Rost bilden, und dann müssen wir Erosionsschäden beseitigen“, so Bürgermeister Kinkel.

Der Rathauschef stellt sich hinter seinen Ersten Beigeordneten und sagt: „Hartmut Müller hatte auch Bauchweh, deshalb hat er auch nur eine temporäre Nutzung des ehemaligen Sportplatzes als Parkplatz erlaubt.“

Normalbetrieb

Die beiden Schwimmmeister Oliver Rühl und Gregor Wortmann waren Anfang der Woche trotz Ferien zwar noch täglich für rund 1000 Badegäste verantwortlich. Doch Kinkel ist sicher: „Die extreme Hitzewelle wird jetzt aufhören, und wir laufen dann langsam wieder im Normalbetrieb.“ Der größte Besucheransturm sei während der Schulzeit erst ab 15 Uhr und dann ab 17 Uhr, wenn die Tageskarten zu Vorzugspreisen abgegeben werden, und natürlich am Wochenende. „Dann stehen aber die Parkflächen der Firma Karl Schmidt zur Verfügung, und das entspannt die Parksituation erheblich.“

Sollte es jedoch wider alle Erwartungen noch einmal zu einem erheblichen Temperaturanstieg kommen, ist der Bürgermeister kompromissbereit. In einer ähnlichen Ausnahmesituation wie vor kurzem sei eine erneute temporäre Öffnung des Parkplatzes denkbar. In den vergangenen 30 Jahren habe es erst zwei solcher Extremsommer gegeben.

Nicht beeinflussen lassen will sich der Rathauschef durch eine Unterschriftenliste von Badegästen, die sich dafür einsetzen, dass der provisorische Parkplatz bis Ende der Badesaison geöffnet bleibt.

Zur Erinnerung: Der Rathauschef hat aus der Verwaltung schon mehrfach Vorlagen zur Umgestaltung des ehemaligen Sportplatzes in Gemeindevertretung gegeben. Entschieden ist noch nichts. In der kommenden Woche stehen im Bauausschuss dazu wieder mal Beratungen an.

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