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JuZ: Zwei Einbrüche ohne Zeugen

Von Einbrecher haben am Wochenende in Eschbach ordentlich abgeräumt – zuerst im Jugendzentrum, dann räumten sie noch eine private Garage aus. Geklaut wurden Gegenstände für 7000 Euro, Sachschäden nicht inbegriffen. Gesehen hat keiner was – oder vielleicht doch?
Der Abgang zum Jugendhaus am Bürgerhaus Eschbach. Durch ein Fenster sind die Diebe eingebrochen. Foto: Dorit Lohrmann Der Abgang zum Jugendhaus am Bürgerhaus Eschbach. Durch ein Fenster sind die Diebe eingebrochen.
Eschbach. 

Man findet sie an manchen Häusern im Stadtteil Eschbach, die kleinen Aufkleber „Nachbar passt auf“ oder „Hier wacht der Nachbar“. Es war der Ortsbeirat Eschbach, der vor einigen Jahren durch eine Aktion seine Bürger sensibilisieren wollte, bei verdächtigen Geräuschen oder Unbekannten, die nachts durch die Straßen schleichen, zwei Mal hinzuschauen. Am Wochenende hat diese Wache versagt. Denn aus dem Jugendzentrum haben Unbekannte den Fernseher, die Playstation und eine Musikanlage geklaut, nachdem sie zwischen Freitag und Samstag ein Fenster aufgehebelt hatten.

Ortsvorsteher Ortwin Ruß hatte am Samstagmorgen Jugendliche beobachtet, die einen Fernseher die Straße entlang getragen haben. Aber zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nichts von dem Einbruch. Und ob seine Beobachtung in Zusammenhang mit der Tat steht, ist nicht sicher. „Hätte ich vom Einbruch gewusst, wäre ich sicher auf die Jugendlichen zugegangen“, sagte er dieser Zeitung.

Nicht weit weg vom JuZ, ebenfalls in der Schulstraße, haben dann am Sonntag zwischen Mitternacht und 6 Uhr erneut Diebe einen Werkraum „besucht“. Zwei Motorräder nahmen sie mit, eines wurde bereits gefunden. Ein schwarzes Motocross-Motorrad der Marke „KTM“ mit dem Kennzeichen HG-HS 51 ist noch weg.

Beim Einbruch ins JuZ ist eines sehr ärgerlich: Eine Musikanlage, die ein Jugendlicher spendierte, fällt nicht unter den Versicherungsschutz. Und ob es für den fast sechs Jahre alten Fernseher von der Versicherung noch viel Geld gibt, sei dahingestellt.

„Wir warten jetzt erst einmal ab, was die Gespräche mit der Versicherung ergeben und was bei den Ermittlungen herauskommt. Danach setzen wir uns mit den Jugendlichen zusammen und sondieren, was benötigt wird und wie wir das anschaffen könnte“, sagte Jugendamtsleiter Reiner Greve.

Ruß wird ebenfalls mit seinen Ortsbeiratskollegen sprechen. „Wir haben ja noch keinen genehmigten Haushalt“, sagte er. Bisher habe der Ortsbeirat aber immer hinter den Jugendlichen gestanden. Greve will nun auch mit dem Bauamt sprechen, ob und wie das Jugendzentrum sicherer gemacht werden kann. „Aber genau dieses Fenster ist eine Fluchtmöglichkeit bei einem Brand. Ob wir ein Gitter anbringen können, das muss geklärt werden.“

Sollte jemand Zuhause einen Fernseher nicht mehr benötigen oder gar eine Playstation, wäre eine Spende willkommen. Reiner Greve ist unter (0 60 81) 10 24 40 00 zu erreichen. Und Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei unter (0 60 81) 9 20 80 entgegen.

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