Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Wohnquartier statt Klinik: 120 Wohnungen sollen aufs Salus-Gelände

40 Ein-Zimmer-Wohnungen, 80 größere Appartements und ein Park mit Spielwiese sollen auf dem derzeitigen Salus-Klinik-Gelände entstehen. Hinzu kommen Geschäfte und Büros. Außerdem ist ein neues Parkdeck mit 70 Stellplätzen geplant. Da geht es noch um den Lärmschutz.
Auf dem Gelände der Salus-Klinik sollen Wohnungen und Appartements entstehen. Foto: Matthias Reichwein Auf dem Gelände der Salus-Klinik sollen Wohnungen und Appartements entstehen.
Friedrichsdorf. 

Dass die Salus-Klinik nach Bad Nauheim ziehen wird, und zwar voraussichtlich 2019, ist beschlossene Sache. Das Innenstadt-Areal mit den jetzigen Klinikgebäuden soll sich dann in ein neues Wohn- und Arbeitsviertel mit begrünten Fassaden und Dächern verwandeln. Viele kleine, aber auch zahlreiche größere Appartements sind vorgesehen. Die dafür nötige Nutzungsänderung der Klinikgebäude steht in der heutigen Bauausschuss-Sitzung auf der Tagesordnung.

Derzeit besitzt die Fachklinik für psychosomatische Störungen und Suchterkrankungen Gebäude in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 1 a, am Landgrafenplatz 1 und in der Hugenottenstraße 82–84. Wenn die Klinik umgezogen ist, möchte die Berner Group Berlin das Areal umbauen und hat der Stadt dazu ein Konzept vorgelegt. Beabsichtigt sei, zwei Gebäudeteile abzureißen und die restlichen Gebäude in rund 40 moderne Ein-Zimmer-Wohnungen sowie in etwa 80 Appartements umzuwandeln.

Neueste Öko-Richtlinien

Dort sollen Generationen-Wohnen und seniorengerechtes Wohnen möglich werden. Das geht aus der Beschlussvorlage hervor. Die kompakten Baukörper sollen aufgelöst werden und die Gebäude nach neuesten ökologischen Richtlinien saniert werden. Die bisher strengen Fassaden sollen durch zusätzliche Balkone und stufenweise versetzte Pflanztröge auf den Balkonen aufgelockert werden.

Im Erdgeschoss der Hugenottenstraße 82–84 könnten dann auf rund 1300 Quadratmetern Geschäfte, Galerien und Büros entstehen. Die bereits vorhandene Grünfläche soll zu einem Park mit Spielwiese erweitert werden.

Für die Nutzungsänderung müssen nach der Stellplatzsatzung 221 Pkw-Parkplätze nachgewiesen werden. 116 gibt es bereits. Insgesamt 70 neue Parkplätze sollen in einem zweigeschossigen Parkdeck entstehen, hinzukommen sollen zehn Car-Sharing-Plätze. Das Parkdeck soll eine begrünte Holzfassade bekommen. Vorgesehen ist auch eine Photovoltaik-Anlage, so dass die Akkus von Elektroautos aufgeladen werden können.

Auch in der vorhandenen Tiefgarage soll es dann Ladestationen geben. Ebenerdige Fahrradstellplätze für Anlieger sind ebenfalls geplant.

Begrünte Pergola

Für das neue Parkdeck müsse der Investor unter anderem eine Lärmprognose vorlegen und damit nachweisen, dass die derzeitigen Anlieger keine Nachteile zu befürchten haben. Seitlich zur Nachbarschaft und über der Einfahrt des Parkdecks sollen jedenfalls Schallschutzelemente in die begrünte Pergola eingebaut werden. Geachtetet werden müsse auch auf den verrohrten Rehlingsbach, der unter dem Grundstück entlangfließt, auf dem das Parkdeck später entstehen soll.

Das Areal liege in einem Mischgebiet. Das Konzept soll nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt werden. Die Höhe und die Grundfläche der Bestands-Baukörper soll unverändert bleiben. Daher geht es nur um deren neue Nutzung.

Die Bauausschuss-Sitzung ist öffentlich und beginnt heute um 20 Uhr im Rathaus, Hugenottenstraße 55, im großen Sitzungssaal.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse