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Prozess am Amtsgericht: 23-Jähriger muss sich wegen Betrugs und Urkundenfälschung verantworten

Von Gleich in vier Fällen wurde der junge Bad Homburger angeklagt. An seiner Schuld gab es keinen Zweifel. Daher legte er auch ein umfassendes Geständnis ab. Auf die Frage, warum er es denn getan habe, hatte er jedoch eine verblüffende Antwort parat.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Bad Homburg. 

Die Liste der Vorwürfe war lang, die der anklagende Oberamtsanwalt im Gericht vortrug. Gleich mehrere Betrügereien und Urkundenfälschungen wurden da aufgeführt, die der 23 Jahre alte Bad Homburger zwischen dem 12. April 2016 und dem 17. Januar 2017 begangen hatte.

Angefangen hatte es mit der Buchung zweier Flüge nach Bangkok zum Preis von 1472 Euro. Doch die Reise nach Thailand trat er nicht an, weil ihm das notwendige Geld dafür fehlte. Das brachte ihm eine Anzeige wegen Betrugs ein. Die nächste Straftat beging er dann im Oktober 2016, als er mit gefälschten Papieren auf dem Einwohnermeldeamt erschien, um sich eine Wohnsitzbestätigung zu verschaffen. Mit der erlangten Bestätigung habe er sich bessere Aussichten für eine feste Beschäftigung erhofft. Doch die Vorlage der gefälschten Dokumente brachte ihm eine Anzeige wegen Urkundenfälschung ein. Nun sollte man denken, dass der Homburger aus seinen gescheiterten Betrugsversuchen schlau geworden sei, war er aber nicht. Denn zunächst suchte er eine Bankfiliale in der Kurstadt auf. Dort legte er eine angebliche Vollmacht eines Bekannten vor, um sich 100 Euro auszahlen zu lassen. Das klappte sogar, und er bekam das Geld ausgehändigt. Doch wenige Tage später bekam die Bankmitarbeiterin doch noch Bedenken und forderte das Geld von ihm zurück. Aber zu diesem Zeitpunkt war der Homburger schon längst wieder blank, so dass er nichts zurückzahlen konnte. Die Konsequenz: eine dritte Anzeige. Und im Januar dieses Jahres folgte der „vierte Streich“. Da erwarb er mit gefälschten Personalpapieren ein Smartphone zum Preis von rund 700 Euro. Die Sache flog wieder auf und die vierte Anzeige – diesmal wegen Betrugs – folgte.

Bei Gericht legte der Angeklagte, der inzwischen einer festen Beschäftigung nachgeht, ein volles Geständnis ab. Hätte er dieses Verhalten zuvor das Gericht wissen lassen, hätte man dort auf die Vorladung der fünf Zeugen verzichtet, die zwar alle erschienen waren, deren Anhörung nach dem Geständnis jedoch nicht mehr notwendig war.

Zum Motiv für die Betrugs- und Fälschungstaten sagte der Angeklagte: „Ich hatte damals eine schlechte Lebensphase“. Positiv wurde sein Geständnis und seine gezeigte Reue im Gericht gewertet. Negativ war, dass er schon sieben Eintragungen im Strafregister hatte. Dazu zählten Betrug und Urkundenfälschung sowie diverse Unterschlagungen und Schwarzfahrten. Nun kam eine achte hinzu, denn das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 7350 Euro, gebildet aus 210 Tagessätzen zu je 35 Euro. Das Geld könne er in Raten abstottern. Das ergangene Urteil nahm der 23-Jährige sofort an.

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