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Stadt als Bauherr: 71 günstige Wohnungen für Friedrichsdorf

Wohnungsbaugesellschaften sollen die meisten der neuen kostengünstigen Wohnungen errichten. Aber die Stadt tritt auch selbst als Bauherr auf.
Auf diesem Schotterparkplatz in der Dreieichstraße soll bald ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen stehen. Bilder > Auf diesem Schotterparkplatz in der Dreieichstraße soll bald ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen stehen.
Friedrichsdorf. 

Es geht voran mit den insgesamt 75 kostengünstigen Wohnungen, die bis 2020 in der Stadt entstehen sollen. Für 71 Wohnungen gibt es schon konkrete Pläne. Den entsprechenden Beschluss hatte das Stadtparlament schon am 12. Mai 2016 gefasst. Die Koalitionsfraktionen FWG, Grüne und SPD hatten den Antrag damals gestellt.

Derzeit laufen die Ausschreibung für das städtische Grundstück an der Ecke Dreieichstraße/Brückenweg, berichtet Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne). Auf dem Schotter-Parkplatz sollen zwölf Wohnungen gebaut werden. Das Interessenbekundungsverfahren sei abgeschlossen, mit der Vergabe an eine Wohnungsbaugesellschaft rechne er für April oder Mai.

Auch auf dem derzeitigen Parkplatz an der Berliner Straße 1 a sollen zwölf erschwingliche Wohnungen entstehen – samt oberirdischen Stellplätzen für die Autos der Bewohner. Eine Tiefgarage ist nicht geplant, sie wäre für kostengünstigen Wohnungsbau zu teuer. Das Projekt auf dem städtischen Gelände wird ebenfalls an eine Wohnungsbaugesellschaft vergeben. Wermutstropfen für einige Nachbarn: 45 öffentlichen Pkw-Stellplätze neben dem Restaurant Stadt Berlin müssen für den Neubau geopfert werden. Bewohner und Besucher der Häuser Berliner Straße 4 und 4 a sowie Besucher der Gaststätte und der nahe gelegenen Arztpraxis hatten insgesamt 734 Unterschriften für den Erhalt des Parkplatzes gesammelt.

Grüne: Parkplatz zu teuer

Die Idee der Verwaltung, auf einem anderen Grundstück in der Nähe wenigstens 16 neue Stellplätze zu schaffen, wurde Ende vorigen Jahres von CDU, Grünen und FDP abgelehnt. Der neue Parkplatz hätte 120 000 Euro gekostet. Die Grünen fanden nicht nur die Kosten zu hoch. Sie sahen im Parkplatz eine Gefahr für radelnde Schulkinder, die zur Philipp-Reis-Schule wollen. Eine Wohnungsbaugesellschaft soll auch die Wiese am oberen Ende der Oberen Römerhofstraße bebauen. Dort könnten 16 Sozialwohnungen entstehen.

Insgesamt 25 öffentlich geförderte Seniorenwohnungen sind in der Ökosiedlung auf dem Gelände Plantation/Petterweiler Holz geplant. Der Investor, die Frank-Gruppe, hatte sich dazu verpflichtet, sie zu bauen. Die Stadt beteiligt sich im Gegenzug mit insgesamt 250 000 Euro an den Baukosten. Grundlage ist das Hessische Wohnraumförderungsgesetz. Die Stadt kann Fördermittel (in Form eines zinsgünstigen Baudarlehens) beim Land beantragen, wenn sie sich mit mindestens 10 000 Euro pro Wohnung an der Finanzierung beteiligt, und das tut sie. Die 250 000 Euro werden aus dem Erlös des Grundstücksverkaufs an die Frank-Gruppe genommen. Der Investor verwaltet die Wohnungen dann auch. Die Stadt behält sich aber vor, für jede Wohnung drei mögliche Mieter vorzuschlagen. Insgesamt sollen auf dem sieben Hektar großen Gelände 150 Ein- und Mehrfamilienhäuser mit 350 Wohneinheiten entstehen – zusammengenommen 38 000 Quadratmeter Wohnfläche. Derzeit wird dort für die künftige Tiefgarage ausgebaggert.

Fördermittel beantragen

Selbst als Bauherr fungieren werde die Stadt dagegen an der alten Grenzstraße 11–13. Da stehe schon ein Gebäude mit städtischen Wohnungen, berichtet Burghardt. Direkt nebenan, wo jetzt noch Büsche und Bäume stehen, soll das neue Haus errichtet werden. Dort sind sechs Wohnungen vorgesehen.

Die Stadt kann für den Bau von Sozialwohnungen Geld aus verschiedenen Förderprogrammen des Landes Hessen beantragen. Damit der Bau nicht zu teuer wird, könnten unter anderem auch industriell vorgefertigte und standardisierte Bauteile (Module) verwendet werden. Zudem ist es billiger, wenn man auf aufwendige Tiefbauarbeiten (Keller/Tiefgarage) verzichtet.

Wer in eine der Sozialwohnungen einziehen möchte, muss nachweisen, dass die Höhe seines Einkommens unter einer bestimmten Grenze liegt.

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