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Burgfest in Königstein: Ab morgen wird gefeiert

Von „Achtung, drei Tage!“ steht auf dem Banner, das am Königsteiner Kreisel für das Burgfest wirbt. Die Kürzung um einen Tag ist nicht die einzige Änderung im Programmablauf, doch der Burgverein ist guter Dinge, damit die Zukunft der traditionsreichen Veranstaltung sichern zu können.
Die große Festwiese ist ein beliebter Treffpunkt für die Besucher. Die große Festwiese ist ein beliebter Treffpunkt für die Besucher.
Königstein. 

„Die Frequenz der Besprechungen und der E-Mail-Verkehr nehmen zu“, sagt Burgvereins-Präsidentin Birgit Becker – und nennt damit untrügliche Zeichen, dass etwas Großes bevorsteht. An diesem Wochenende, vom 17. bis 19. Juli, steigt das 65. Königsteiner Burgfest. Wer nachzählt, wird merken, dass es nur noch drei statt vier Tage sind. Die Montag-Veranstaltungen wurden aus Kostengründen auf die verbliebenen Tage verlegt, anders wäre das Fest kaum mehr finanzierbar gewesen.

Die ehrenamtlich Aktiven haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um frühzeitig für Transparenz zu sorgen. Trotzdem blieb Kritik nicht ganz aus. Viele teilnehmende Vereine und Kellerbetreiber sehen sich mit hohen Gesamtkosten konfrontiert, die im Wesentlichen durch das Sicherheitskonzept bedingt sind, weiß Vizepräsident Bernhard Frick.

Bei drei statt vier Tagen stelle sich für sie umso mehr die Frage, ob sie das finanzielle Risiko eingehen wollen. Der Burgverein nehme zwar die Eintrittsgelder und die Mieten ein, trage aber auch den weitaus größten Teil der Kosten. Kurz: „Es ist für alle ein Riesen-Aufwand.“

 

Viele an Bord

 

Umso mehr überwiegt die Freude, dass ein Großteil an Bord geblieben ist. Nach aktuellem Stand sind mindestens sieben der elf Keller besetzt. Auch andere Vereine und Gruppen wie etwa das Fanfarencorps unterstützen das Fest, wo sie können – ob beim Rathaus-Empfang oder dem Umzug am Sonntag. Die Veranstalter haben sich mit den diffizilen Begebenheiten abgefunden: „Wir können es nicht ändern.“ Ein wenig ärgert es sie aber schon, dass mit den Diskussionen um das Sicherheitskonzept in den Hintergrund geraten ist, dass sie seit jeher alles dafür getan haben, dass sich die Besucher sicher fühlen konnten.

Zum neuen Programmablauf habe es „ganz überwiegend“ positive Rückmeldungen gegeben. Die Burg steht nun nicht mehr zwei halbe Tage leer, und ohnehin habe man sich den veränderten Gegebenheiten anpassen müssen. Der Frühschoppen am Montag etwa habe in den letzten Jahren immer weniger Zuspruch gefunden. Unter anderem auch, weil mit der Zeit immer weniger Königsteiner Unternehmen an diesem Tag „freigemacht“ haben und auf die Festwiese gezogen sind.

Peter Lack gibt am Samstag auf der Burg Vollgas.
Burgfest in Königstein Interview mit dem Stimmungsmacher Peter Lack

Es gibt wohl nur wenige, in deren Regal zwischen vielen nationalen und internationalen Radiopreisen eine Einladung zu Arnold Schwarzeneggers 50. Geburtstag steht. Original, nicht im Internet ersteigert.

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Neue Bastion

 

Neu ist auch, dass in diesem Jahr die „Neue Bastion“, auch unter dem Namen „Schneidhainer Bastion“, ins Programm einbezogen wird. Stadtverwaltung, Polizei, Feuerwehr und DRK weichen dafür auf die kleine Festwiese aus. „Diese war immer unser Sorgenkind, weil sie nicht windgeschützt ist“, so Becker. Das war schlecht für das Geschäft der Standbetreiber, die am neuen Standort nun sogar Blick auf die Bühne haben werden.

Das Burgfest startet am Freitag zunächst wie gewohnt mit dem ökumenischen Gottesdienst um 18 Uhr, der Inthronisation des neuen Burgfräuleins Isabelle I. (gegen 19 Uhr an der Villa Borgnis) und dem Programm auf der Burg inklusive Feuerwerk, welches gegen 22.30 Uhr gezündet wird. Der bisherige Montagsfrühschoppen wird auf Samstag, 11 bis 13 Uhr, verlegt. Der Bürgermeisterempfang am Rathaus findet wie gehabt um 16 Uhr statt, doch entfällt der Gang zum Alten Rathaus: Isabelle I. übernimmt den Schlüssel der Stadt direkt im Anschluss auf dem Rathausplatz.

Der Besuch des Burgfräuleins mit Gefolge und einer Abordnung des Burgvereins bleibt erhalten, die Burg allerdings öffnet statt um 18.30 Uhr erst um 19.30 Uhr. Um 21 Uhr übernimmt „Lackenegger“ das Kommando auf der Bühne (siehe untenstehendes Interview). Früh aufstehen wird da am Sonntag vermutlich schwerfallen, aber es lohnt sich: Der Festzug beginnt eine halbe Stunde früher als gewohnt um 13.30 Uhr. Das Kinderprogramm auf der Großen Festwiese findet von 15.30 bis 18 Uhr statt. Der Burgfest-Empfang des Burgvereins ist für 17 Uhr terminiert, bevor um 18.30 Uhr wieder das Kellertreiben beginnt. Die Auszeichnung der „Keller des Jahres“ durch Ihre Lieblichkeit Isabelle I. rückt vom Burgfest-Montag auf den Beginn des Abendprogramms am Sonntag.

Der Burgverein hofft, dass sich der Sonntag zum neuen Tag der Königsteiner entwickelt. Letztlich, so Becker, gebe es doch keinen schöneren Ort als „dort oben auf der Burg“.

Gutes Wetter und viele Besucher könnten helfen, dem Fest im neuen Gewand eine gelungene Premiere zu bescheren. Becker: „Wir wären glücklich, wenn die Änderungen von den Gästen angenommen werden und wir das Burgfest so in eine stabile Zukunft führen können.“

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