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AfD: Münch zieht sich zurück

Von Nach der Enttäuschung auf dem AfD-Parteitag zieht der abgestrafte Landesvorsitzende, der Bad Homburger Peter Münch, einen Schlussstrich.
Peter Münch Foto: Jochen Reichwein Peter Münch
Bad Homburg/Hochtaunus. 

Bis vor kurzem galt es noch als ausgemachte Sache, dass Peter Münch im nächsten Bundestag sitzt. Doch jetzt ist auch der Homburger Rechtsanwalt ein Opfer der allgemeinen Grabenkämpfe der AfD geworden. Am vergangenen Wochenende hat die AfD in Gießen die Kandidaten für die Bundestagswahl nominiert. Im ersten Durchgang war Münch noch auf dem sicheren zweiten Listenplatz gelandet. Doch wegen eines Formfehlers musste die Wahl wiederholt werden – und Münch landete unter ferner liefen.

Woran es gelegen hat? Der Petry-Flügel habe sich durchgesetzt, heißt es. Vor allem der ehemalige Frankfurter Kämmerer und Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten, Albrecht Glaser, soll hinter den Kulissen die Fäden gezogen haben. „Natürlich kam das alles nicht ganz überraschend, so was spürt man“, sagt Münch. Dennoch sei das Vorgehen seiner Gegenspieler auf dem Parteitag enttäuschend gewesen. Für Münch Grund genug, Tabula rasa zu machen: Noch ist er zwar Landessprecher, doch dieses Amt will er spätestens bei der nächsten Wahl ablegen. Die soll im Oktober stattfinden – wenn nicht „jemand“ auf die Idee kommt, diesen Schritt noch vor der Bundestagswahl zu vollziehen. Aber auch auf lokaler Ebene hat Münch Schlussstriche gezogen. So ist er sowohl auf Kreis- als auch auf Stadtebene von seinen Posten als Vorsitzender zurückgetreten. Im Kreis hat das Amt kommissarisch Thomas Langnickel, in Bad Homburg Henning Thöne übernommen. Während Münch in der Kurstadt sein Abgeordnetenmandat behalten will, wird er es auf Kreisebene zurückgeben.

Zudem hatte der Ober-Eschbacher mit dem Gedanken gespielt, zur Bundestagswahl als Direktkandidat anzutreten – auch dieser Gedanke ist passé. Diesen Platz räumt Münch zugunsten von Joana Cotar, die am Wochenende in Gießen seinen zweiten Platz auf der Landesliste übernommen hatte: „Ich halte es für ein Gebot der Fairness, Joana Cotar die Möglichkeit zu geben, für die AfD auch als Direktkandidatin anzutreten.“

Cotar könnte zudem bereits von Münch vereinbarte Termine – wie zum Beispiel die Podiumsdiskussionen am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (Bad Homburg) oder am Gymnasium Oberursel – übernehmen. „Ich hoffe, dass Frau Cotar die Termine einrichten kann und die AfD dann dort gut präsentiert. Cotar sei bislang nur für die Organisation von Facebook-Seiten (unter anderem für Frauke Petry, Anm. der Red. ) tätig und daher in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt gewesen.

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