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Kaiserin-Friedrich-Gymnasium: Asbestverdacht erhärtet sich nicht: Luft im Turmgebäude ist rein

Von Das marode Turmgebäude des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums in Bad Homburg wird derzeit kernsaniert. Der Turm wurde in einer Zeit errichtet, in der noch mit Zement und Asbest gearbeitet wurde – weswegen die Schulgemeinde in heller Aufregung ist, was sie aber nach Angaben des Hochtaunuskreises, der Schulträger ist, nicht sein muss.
Im Zuge der Demontagearbeiten im Turm wurde ein Bauteil vorgefunden, das noch aus der Errichtungszeit des Gebäudes stammt. Der Verdacht, dass es sich um ein asbesthaltiges Formstück handeln könnte, erhärtete sich zum Glück nicht. Foto: Jochen Reichwein Im Zuge der Demontagearbeiten im Turm wurde ein Bauteil vorgefunden, das noch aus der Errichtungszeit des Gebäudes stammt. Der Verdacht, dass es sich um ein asbesthaltiges Formstück handeln könnte, erhärtete sich zum Glück nicht.
Bad Homburg. 

Die räumliche Situation am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (KFG) ist seit Jahren angespannt. Das soll sich in absehbarer Zukunft ändern, denn derzeit wird der Turm saniert, damit danach dort deutlich mehr Klassen Platz haben. Darüber freuen sich Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Was dem einen oder anderen dieser Tage allerdings Kopfzerbrechen bereitet, ist dies: „Im alten Turmgebäude soll noch Asbest-Material verbaut worden sein“, sagt eine Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte. Man sehe Arbeiter mit Schutzmasken herumlaufen, „aber wenn dort wirklich Asbest gefunden wurde, dann ist es schon merkwürdig, dass die Fenster offenstehen und Baumaterial einfach so aus dem Fenster geworfen wird – zumindest war das vergangene Woche noch so – und von einer Abdichtung der Baustelle keine Spur ist“, so die Mutter weiter.

Vorsichtsmaßnahmen

In den Fluren werde darüber gesprochen. „Da fragt man sich schon, was an der Sache dran ist.“ Eine Anfrage dieser Zeitung in der Pressestelle des Kreises ergab folgenden Sachstand in Sachen Entsorgungsarbeiten: „Im Zuge der Demontagearbeiten im sogenannten Turmbau wurde vor einigen Wochen ein Bauteil vorgefunden, das noch aus der Errichtungszeit des Gebäudes stammt und aus zementgebundenen – vermutlich asbesthaltigen – Formstücken bestehen könnte. Da bei Bauten aus dieser Zeit durchaus noch Bauteile mit fest gebundenem Asbest vorkommen können, wurde der Gebäudeteil kontinuierlich im Auge behalten und umfangreiche Maßnahmen zur höchsten Sicherheit durchgeführt“, erklärt Kreissprecherin Andrea Nagell.

Wichtig sei dies: „Im eingebauten Zustand besteht keine Gefahr. Dies wurde vom beauftragten Sachverständigen für Schadstoffuntersuchungen bestätigt.“ Allerdings fanden die Arbeiten als Vorsichtsmaßnahme auf der Baustelle nur noch unter Beachtung der geltenden Arbeits- und Gesundheitsschutz-Vorgaben und Vorschriften statt. „Dies wurde vom Architekten und der Fachbauleitung sorgsam überwacht“, betont Nagell und fügt hinzu: „Der betroffene Bereich wurde konsequent abgeschottet und mit Hinweisschildern versehen. Das besagte Bauteil sei übrigens unter den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut und nach bewährten Verfahren entsorgt worden. Hierfür sei eine konsequente Überprüfung und ein Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator gemäß Baustellenverordnung eingesetzt, der die Belange der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes aller am Bau Beteiligter überwache und deren Einhaltung überprüfe.

Kontrolluntersuchungen

Nagell weiter: „Nach Abschluss der Demontage hat der Hochtaunuskreis natürlich eine Kontrolluntersuchung in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung ergab, dass die Luft rein ist. Es wurden keinerlei Asbestfasern in der Raumluft vorgefunden.“ Es bestehe also „kein Grund zur Sorge“, betont die Kreissprecherin.

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