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Wolfgang Niedecken: BAP-Frontmann auf Spenden-Tour

Willkommen in Bad Homburg: Wolfgang Niedecken, der Frontmann von BAP, im entspannten Gespräch mit TZ-Redakteur Marc Kolbe (re.). Willkommen in Bad Homburg: Wolfgang Niedecken, der Frontmann von BAP, im entspannten Gespräch mit TZ-Redakteur Marc Kolbe (re.).
Bad Homburg. 

Wolfgang Niedecken wirkt tiefenentspannt, als er mit seiner Frau Tina das Foyer des Steigenberger Hotels betritt. Das vierte Benefizdinner von World Vision steht auf dem Plan. Da ist der Mann, der mit der Band BAP zu einem der ganz Großen der deutschen Musikszene geworden ist, andere Auftritte gewohnt. Dennoch nimmt man ihm ab, dass er an diesem Samstagabend gerne in Bad Homburg ist. Und das nicht nur, weil sich die Jugendnationalmannschaft der deutschen Köche in der Küche ins Zeug legt, nein, Niedecken wirbt heute Abend für „Rebound“, das Projekt, das dem sympathischen Kölner ans Herz gewachsen ist. Und da auch noch ein „Ruheraum“ für seinen Hund Fussel gefunden wurde, ist Niedecken ganz relaxt.

Über „Rebound“ wird ehemaligen Kindersoldaten und jungen zwangsprostituierten Mädchen in geschützten Camps die Möglichkeit eines Neuanfangs geboten. Sie lernen lesen und schreiben und werden über eine Qualifizierung auf eine normale berufliche Laufbahn vorbereitet. Zudem werden sie medizinisch und psychologisch betreut.

Niedecken ist seit 2004 auf dem afrikanischen Kontinent aktiv. Zunächst in Uganda, jetzt im Kongo. „Im Moment blickt alles nach Syrien, da ist Afrika aus dem Fokus geraten“, sagt der Sänger, der, wann immer es der Tourplan zulässt, auch persönlich in die Camps reist – zumindest, so weit das möglich ist. „Das ist wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen zum Teil sehr kompliziert.“

Wie läuft das eigentlich so mit dem karitativen Engagement? Kommt das Projekt zu einem oder sucht man sich das Projekt selber aus? „Ich suche mir den Karren, vor den ich mich spanne, selber aus“, erklärt Niedecken. Das Schicksal dieser Kriegskinder habe ihn gepackt. Er habe in der Anfangszeit kaum noch über was anderes gesprochen. „Da war es gut, wenn meine Frau mich gebremst hat.“

Mittlerweile unterstütze auch die gesamte Band das „Rebound“-Projekt, und auch die Fans würden immer wieder mal spenden. Aktuell wurden die Setlisten von der aktuellen Tour für immerhin 13 000 Euro versteigert.

Am Abend in Bad Homburg kommen am Ende 53 000 Euro an Spendengeldern zusammen. „Wir sind sehr froh, mit unseren Partnern einen schönen und zugleich nutzbringenden Abend veranstaltet und den Erlös für unsere Arbeit im Kongo weiter gesteigert zu haben“, freut sich World-Vision-Vorstand Christoph Hilligen.

(col)
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