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BUND spricht sich gegen Koppeln aus

Der BUND hat sich jetzt auch in den Koppel-Streit im Kirdorfer Feld eingeklinkt. Bei der IKF ist man indes hin- und hergerissen, ob dort Pferde weiden sollen oder nicht.
Kirdorf. 

Während auf einem kleinen Teil des Kirdorfer Feldes Pferde weiden, beschäftigen sich Natursachverständige im fernen Darmstadt damit, ob dies rechtens ist. Wie berichtet, prüft die im Regierungspräsidium (RP) ansässige Obere Naturschutzbehörde, ob es rechtens ist, dass der Fichtenhof inmitten von Streuobstwiesen Land anmietet, um auf Koppeln seinen Pferden Auslauf zu bieten.

Die Sache antreiben möchte nun der BUND-Ortsverband Bad Homburg. Bei seinem jüngsten Treffen habe er „die illegalen Weiden“ besichtigt. „Diese groben Verstöße gegen geltendes Recht finden wir beschämend“, erklärt Vorsitzender Hilbert Baldt. „Trotz offenen Rechtsstreits werden die vier Weiden weiter genutzt.“

Hummeln werden verdrängt

Dem Fichtenhof gehe es einzig „um Gewinnmaximierung“, meint Baldt. Die Pferde würden das Gras niedertrampeln und dadurch auch Vögeln die Nahrungsgrundlage entziehen. So würde auch die Steinhummel verdrängt, deren Bestände vielerorts zurückgegangen sei und der der BUND im Kirdorfer Feld „noch ein inselartiges Vorkommen“ bescheinigt.

RP-Sprecher Dieter Ohl bestätigt den Eingang das BUND-Schreibens aus Bad Homburg. Es werde in die Prüfungen der Oberen Naturschutzbehörde einbezogen, so Ohl. Mit einem Ergebnis rechnet der Darmstädter in zwei bis drei Wochen.

Bei der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) will man sich auf keine der beiden Seiten schlagen – obwohl sich natürlich auch schon Mitglieder vehement gegen die Koppeln ausgesprochen haben. „Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, sagt IKF-Vorsitzender Fred Biedenkapp. Zum einen habe sich die IKF selbstverständlich dem Schutz des Kirdorfer Feldes verschrieben, zum anderen ist Biedenkapp auch tierlieb: „Hat mal jemand an die Pferde gedacht?“, fragt er rhetorisch. „Wo sollen die Leute sie denn hinstellen?“ Immerhin habe der Fichtenhof ein bisschen aufgeräumt; da sei vorher „nicht viel passiert“. „Die Einzäunung hätten sie allerdings etwas dezenter gestalten können.“ Die sei den meisten, die sich gegen die Koppeln äußern, ein Dorn im Auge. Biedenkapp ist froh, dass die Angelegenheit zur Klärung beim RP ist.

(ahi)
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