E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 15°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Kulturlandschaft: Bad Homburg ist um ein Orchester reicher

Von Die so reiche Kulturlandschaft der Kurstadt ist um einen Mosaikstein reicher: Kommende Woche wird sich in der Englischen Kirche ein neues Filmmusik-Symphonieorchester gründen. Gemeinsam gespielt haben die Musiker noch nicht.
Marius Beckmann Marius Beckmann
Bad Homburg. 

Lauter werdender Geigen-Klangteppich, triumphierende Trompeten, Drama, Gänsehaut – Filmmusik hat die Zuhörer sogleich im Griff. Viele Stücke sind bekannt, können mitgepfiffen werden. Deshalb wird das Genre so geliebt, und doch ist es in den Konzertsälen kaum zu hören. Auch im facettenreichen Homburger Kulturleben war Filmmusik bisher unterrepräsentiert.

Das wird sich in diesem Jahr ändern. Der junge Dirigent Marius Beckmann (24), studierter Organist, hat die Lücke erkannt und in der deutschen Orchesterszene einen Aufruf gestartet. „Im Oktober haben sich 60 professionelle junge Musiker gemeldet“, erklärt Beckmann. „Sie alle eint die Liebe zu moderner Musik aus England und aus der Welt des Films.“

Neues Modell

Beckmanns Anliegen ist, „ein etwas anderes Orchester zu gründen, das sich nicht mit dem herkömmlichen Klassik-Repertoire beschäftigt“, sondern er will „ein komplett neues Orchestermodell im Rhein-Main-Gebiet anbieten“. Sein besonderes Interesse gilt zudem der Wiederentdeckung unbekannter Komponisten – vor allem dem englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams (1872–1958) will er Gehör verschaffen.

Der 24-Jährige studierte in Düsseldorf und Paris, hat in der französischen Hauptstadt schon mit mehreren Orchestern gearbeitet und tut dies noch mit den Bielefelder Philharmonikern. Dennoch habe er von Anfang an feste Vorstellungen gehabt, sein Projekt in der Kurstadt zu verwirklichen, sagt Beckmann.

„Ich kenne Bad Homburg als eine sehr interessante, vielfältige, sehenswerte Stadt, die als eine der wenigen Städte in Deutschland Jung und Alt verbindet“, erläutert Beckmann. „Demzufolge glaube ich, dass ein solches Orchester hier Potenzial hat.“

Unterstützung von der Stadt

Dabei hat er die Stadt als Kooperationspartnerin gewonnen. Sie will den Musikern vor allem Räume zur Verfügung stellen und sie bei der Werbung für die Konzerte unterstützen. „Für uns ist es ein sehr interessantes Projekt, weil es um einen Musikbereich geht, der so in Bad Homburg noch nicht abgedeckt ist“, erklärt Rathaus-Sprecher Andreas Möring, warum das Kulturamt tätig geworden ist. Gemeinsam, so Beckmann, hätten sich die Musiker auf einen geeigneten, „dynamischen“ Namen geeinigt: British German Philharmonic Orchestra (BGPO). „Man muss dem Publikum etwas Neues bieten“, meint er. „Menschen sind neugierig auf das Unbekannte.“

Am Samstag, 20. Januar, werden die 60 Musiker und ihr Dirigent in Bad Homburg zum ersten Mal gemeinsam proben. Auf der Tagesordnung stehen allerlei bombastische Werke, die im Laufe des Jahres im Kurtheater erklingen sollen: Dort ist bereits eine Konzertreihe geplant (siehe weiteren Text). „Vom Programm her werden die Konzerte an die Londoner Proms-Konzerte erinnern“, so Beckmann. Unter anderem erklingen „La Mer“ und „The Planets“ .

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen