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Projekt: Bauausschuss sagt Ja zum Baugebiet in Sportplatz-Nähe

Von Gleich drei große innerstädtische Bauprojekte standen auf der Tagesordnung bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Und nicht alles ging so durch, wie es sich Planer und Bauherren vorgestellt hatten.
In der vergangenen Spielzeit ist sonntags 18 Mal auf dem Anspacher Sportplatz gekickt, gejubelt und angefeuert worden. So sagt es der Planer. Damit handele es sich um ein seltenes Ereignis, das in Sachen Lärmpegel kein konkretes Problem für die geplanten Neubauten in Sportplatz-Nähe darstelle. Archivfoto: Saltenberger Foto: Frank Saltenberger In der vergangenen Spielzeit ist sonntags 18 Mal auf dem Anspacher Sportplatz gekickt, gejubelt und angefeuert worden. So sagt es der Planer. Damit handele es sich um ein seltenes Ereignis, das in Sachen Lärmpegel kein konkretes Problem für die geplanten Neubauten in Sportplatz-Nähe darstelle. Archivfoto: Saltenberger
Neu-Anspach. 

Wohnen am Sportplatz – das kann zu Problemen führen. Hier die Anwohner, die das Wochenende ruhig auf dem Balkon oder Terrasse verbringen wollen, da die Sportler und Fans, die ihre Begeisterung für den Sport auch mal herausschreien wollen. Eine sensible Gemengelage.

Das geplante Baugebiet „Ludwig-Jahn-Straße Süd“ mit der Sporthalle und dem Fußballplatz in unmittelbarer Nachbarschaft könnte genau diese Schwierigkeiten mit sich bringen. In der jüngsten Sitzung des Neu-Anspacher Bauausschusses versuchte ein Mitarbeiter des Planungsbüros Fischer entsprechende Bedenken auszuräumen.

Eine schalltechnische Untersuchung für das neue Wohngebiet habe zwar ergeben, dass es bei Sportveranstaltungen in der sonntäglichen Ruhezeit zu Überschreitungen der zulässigen Werte kommen könne, führte der Planer an. Vom Spielbetrieb des vergangenen Jahres ausgehend, sei dies aber nur 18 Mal der Fall gewesen. Den entsprechenden Normen folgend, gelte das als seltenes Ereignis.

Zudem, so der Mitarbeiter des Planungsbüros, seien zahlreiche Stellungnahmen und Anregungen von Trägern öffentlicher Belange bereits nach der Offenlegung des Planwerks in die Vorlage zum Satzungsbeschluss eingearbeitet worden.

Ausschussleiter Andreas Moses (NBF) meldete gegenüber dem Bebauungsprojekt dennoch Bedenken an. Nicht zuletzt, weil er trotz der klaren Bewertung durch die Fachleute fürchtet, dass auf lange Sicht Beschwerden in Sachen Lärmbelästigung auftreten werden. Weil aber auch seitens der Bürger oder Anwohner keine Eingaben gegen das Vorhaben gemacht worden seien, entschloss er sich, dem Bebauungsplan und dem entsprechenden Satzungsbeschluss dennoch zuzustimmen. Damit fiel das Votum im Ausschuss auch einstimmig aus. Das Baugebiet sieht auf rund 6000 Quadratmetern Gesamtfläche zehn Bauplätze vor.

Pläne für Markt vorgestellt

In Sachen Gewerbegebiet „In der Us“ ist man noch nicht ganz soweit. In der Sitzung ging es darum, die Grundsatzentscheidung dazu fortzuschreiben, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den EDEKA-Markt sowie den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet aufzustellen.

Dazu stellte ein Vertreter des Supermarkt-Betreibers die Entwürfe vor und erklärte anhand zahlreicher Beispiele, wie das Gebäude einmal aussehen könnte, wie es positioniert werden und wie die Erschließung erfolgen solle.

Die Anbindung an die L3270 könne in der Nähe eine bestehenden Feldweges gegenüber der Bushaltebucht geschaffen werden und sowohl als Zu- wie auch als Abfahrt zu den weiteren Gewerbebetrieben genutzt werden. Auf dieser Seite ist auch der Eingangsbereich des Marktes mit einem gestalterisch anspruchsvollen Vordach vorgesehen. Das Gebäude selbst werde sich, so die Absicht, mit einem Pultdach in die Umgebung anpassen.

In einigen Details kamen aus dem Kreis des Ausschusses Vorschläge zur weiteren Berücksichtigung bei der Planung. Dazu gehört eine fußläufige Anbindung des Marktes, die barrierefrei gestaltet werden soll, sowie eine Verlegung der Andienungszone von der Tal- zur Straßenseite.

Mit sieben Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen empfahl der Ausschuss weitere Planungsschritte einzuleiten. Als erster Interessent für ein Drittel der neben EDEKA zu entwickelnden Gewerbefläche hat sich die im Gewerbegebiet „Im Feldchen“ ansässige Firma Jäger und Höser gemeldet und ein Vorkaufsrecht beantragt. Angedacht ist, dort ein Fliesengeschäft zu errichten. Dem wurde stattgegeben.

Bauherr eingebremst

Nachbessern müssen die Planer des Bauprojektes Bahnhofstraße 71 bis 73, wo neben einem Geschäftshaus, verteilt auf drei Gebäude, 46 Wohneinheiten entstehen sollen. Hier bereiten die geforderten 94 Parkplätze ein Problem und das gedachte der Bauherr mit Parkplätzen auf dem ehemaligen Dreschplatz, Höhe Anbindung Taunusstraße, lösen zu können. Dazu wollte er eine Fläche von 260 Quadratmetern für 13 Stellplätze erwerben.

Dieser Lösung folgte de Bauausschuss allerdings nicht und so müssen die Planer versuchen, die geforderten Plätze doch auf dem eigentlichen Baugrundstück zu schaffen. Für den größten Teil ist mit 78 Stellplätzen eine Tiefgarage geplant, bisher waren nur drei oberirdische Stellplätze geplant.

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