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Kleinere Unternehmen siedeln sich entlang der Frankfurter Landstraße an: Baustart an der nördlichen Riedwiese in Oberursel

Von Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. Nun weitet die Stadt zwischen Frankfurter Landstraße und Gablonzer Straße das bestehende Gewerbegebiet Süd aus. Bekannte Orscheler Unternehmen finden hier bessere Bedingungen vor als an ihrem Traditionsstandort.
Das Baufeld der „Nördlichen Riedwiese“, von Süden aus gesehen. Im planierten Bereich werden in den kommenden Tagen die Bauarbeiten für eine Produktionshalle für das Oberurseler Traditionsunternehmen Femso beginnen. Davon rechts gesehen, an der Frankfurter Landstraße, kommt der Alberti-Neubau hin. Foto: Jochen Reichwein Das Baufeld der „Nördlichen Riedwiese“, von Süden aus gesehen. Im planierten Bereich werden in den kommenden Tagen die Bauarbeiten für eine Produktionshalle für das Oberurseler Traditionsunternehmen Femso beginnen. Davon rechts gesehen, an der Frankfurter Landstraße, kommt der Alberti-Neubau hin.
Oberursel. 

„East Side“ – das klingt großstädtisch, international, ost-west-verbindend und ein bisschen wild. Auch die Oberurseler Firma Madl & Ludwig hat ihr bisher größtes Projekt so genannt – unter anderem weil es im Osten von Oberursel liegt. Madl & Ludwig entwickelt Grundstücke und verwaltet Immobilien und Liegenschaften; jetzt investiert die Firma einen mittleren siebenstelligen Betrag, um auf der ehemaligen Wiese zwischen Frankfurter Landstraße und Gablonzer Straße drei Gebäudekomplexe zu errichten.

Schon seit einigen Jahren ist die Stadt gewillt, das bestehende Gewerbegebiet Süd entlang der Frankfurter Landstraße in Richtung Süden zu erweitern. „Die Nachfrage nach Flächen ist größer als das Angebot“, erklärt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Zunächst musste die Brachfläche noch hinsichtlich Kampfmitteln untersucht und – nachdem ein Rebhuhn gesichtet worden war – ein Naturgutachten angefertigt werden; doch im Frühjahr fiel der Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet „Nördliche Riedwiese“: Es konnte gebaut werden.

Architekt, Bauherrin, Bürgermeister und Mieter (v. l.) beim symbolischen ersten Spatenstich. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Architekt, Bauherrin, Bürgermeister und Mieter (v. l.) beim symbolischen ersten Spatenstich.

Seit März werden Kabel und Kanäle verlegt und das zuvor abschüssige Gelände wurde teilweise bis zu zwei Meter hoch aufgeschüttet – etwa 10 000 Kubikmeter Erde wurden angeliefert, schätzt man bei Madl & Ludwig. Bis Ende Juli werden die Vorbereitungen noch dauern, und so lange bleibt die Umleitung auch noch bestehen. Auf der Frankfurter Landstraße kommen Autofahrer nur in nördlicher Richtung durch; wer von Oberursel in Richtung Frankfurt will, wird über die Gablonzer Straße umgeleitet.

Im Hintergrund läuft die Parzellierung der Flächen, die zum größten Teil in städtischer Hand sind. Damit eine zusammenhängende Bebauung gelingt, vermarktet die Stadt die Parzellen. Und auch baulich ist das Projekt in einer Hand, nämlich in der des Oberurseler Architekten Robin Weber. Er hat auch die Produktionshalle geplant, die als Erstes auf 2000 Quadratmetern des planierten Baufelds entstehen wird: ein moderner Riegel mit zwei massiven Baukörpern an beiden Enden. In dem einen werden Betriebswohnungen entstehen. Auf der anderen Seite entsteht ein Klinkerbau, in den die Sinners Motor Company einziehen wird – eine Gemeinschaft von Schraubern, die Motorrädern und Oldtimern huldigen. Sie werben bereits für den neuen Standort im Internet.

Hauptmieter des Gebäudes wird die Oberurseler Firma Femso sein (siehe Text rechts). Ein halbes Dutzend weiterer Firmen, die sich gern in der Nördlichen Riedwiese niederlassen wollen, stehen in den Startlöchern – darunter laut Brum ein Unternehmen, das Baudekorationen fertigt, und eines, das in der Landschaftspflege tätig ist.

Ganz vorne an der Frankfurter Landstraße werden die neuen Ausstellungsräume der Firma Alberti liegen. „Wir konnten uns in der Strackgasse nicht mehr ausweiten“, erklärt Jörg Alberti. Deshalb verlässt der Oberurseler Gartenmöbel-Spezialist die Altstadt und bekam seinen Wunsch-Standort auf dem Baufeld. Alberti wird dort von 2018 an mit 2300 Quadratmetern nicht nur mehr Verkaufsfläche haben, so dass das Sortiment erweitert werden kann, sondern muss auch nicht sein Lager an mehreren Orten verteilen wie derzeit.

Als Problem erschien zunächst die recht niedrige Hochspannungsleitung, die quer über das Baufeld verläuft. Doch darunter werden Kundenparkplätze gebaut.

Die Stadtwerke werden auf dem Areal ein Blockheizkraftwerk errichten, um die Gebäude mit Fernwärme zu versorgen.

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