Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen

Skulpturen-Biennale wird 20 Jahre alt: Blickachsen feiern Geburtstag

Von Tempus fugit – die Zeit rast, wusste schon der lateinische Dichter Vergil. Bestes Beispiel dafür ist die Skulpturen-Biennale Blickachsen. Sie feiert im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Wie genau, ist zwar noch ein Geheimnis. Aber ein klitzekleines Bisschen haben sich die Verantwortlichen um Kurator Christian Scheffel in die Karten schauen lassen.
Die Skulptur mit dem Titel „Traction avant, Traction après“ des 2005 verstorbenen französisch-amerikanischen Künstlers Arman begeisterte bei den Blickachsen 9 nicht nur die Kinder. Bei den kommenden Blickachsen 10 soll wieder eine Skulptur von Arman ausgestellt werden. Welche, ist natürlich noch ein Geheimnis. 	Foto: ahi Die Skulptur mit dem Titel „Traction avant, Traction après“ des 2005 verstorbenen französisch-amerikanischen Künstlers Arman begeisterte bei den Blickachsen 9 nicht nur die Kinder. Bei den kommenden Blickachsen 10 soll wieder eine Skulptur von Arman ausgestellt werden. Welche, ist natürlich noch ein Geheimnis. Foto: ahi
Bad Homburg. 

Gewichtige Skulpturen in pittoresker Umgebung – mit diesem Konzept hat sich die Freiluft-Ausstellung Blickachsen seit 1997 einen Namen gemacht und sich als wichtigste Biennale für Skulpturen im Außenraum in Deutschland etabliert. Im kommenden Jahr feiert die vom Bad Homburger Galeristen Christian Scheffel initiierte, alle zwei Jahre stattfindende Schau ihr zehnjähriges Bestehen. Vom 31. Mai bis zum 4. Oktober 2015 lockt deswegen der derzeit größte europäische Kunst-Parcours Interessierte wieder nach Bad Homburg sowie ins Zentrum Frankfurts an den Campus Westend sowie an sieben weitere Standorte im Rhein-Main-Gebiet.

Verständnis wecken für dreidimensionale Kunst

Die gemeinnützige Stiftung Blickachsen mit Sitz in Bad Homburg richtet die Skulpturen-Biennale Blickachsen aus, die sie gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Bad Homburg, der Kur- und Kongreß-GmbH

clearing

Welche Standorte genau das sein werden, wollen weder Christian Scheffel, der als Kurator und Geschäftsführer der Stiftung Blickachsen (siehe ZUM THEMA) fungiert, noch seine für die Kommunikation verantwortliche Schwester Sunita Scheffel verraten, aber fest steht: „Auch im Jubiläumsjahr der Blickachsen 10 dienen der Lennésche Kurpark Bad Homburgs und dessen landgräflicher Schlosspark als Hauptbühne für die Großskulpturen sowohl renommierter als auch beachtenswerter junger Künstler aus dem In- und Ausland“, betont Sunita Scheffel.

 

Sichtverbindungen

 

Die vom Schöpfer des Kurparks, Peter Joseph Lenné, 1856 geschaffenen Blickachsen quer durch den Park seien Namens- und Programmgeber für die Ausstellungsreihe. Im Sinne der englischen Landschaftsarchitektur habe der berühmte Landschaftsarchitekt Sichtverbindungen unter anderem mit der großen Fontäne im Kurparkweiher hergestellt und das Auge so von der Kurhausterrasse über den Kurhausgarten hin zu den gegenüberliegenden Hängen des Hardtwaldes gelenkt. „Während der Biennale wird dieses Prinzip erweitert, indem die von uns sorgsam platzierten Skulpturen weitere Blickachsen aufspannen und sowohl untereinander als auch mit der landschaftlichen und architektonischen Umgebung in einen Dialog treten“, erläutert Christian Scheffel, der am gestrigen Dienstag bereits mit einer Künstlerin im Kurpark unterwegs war, um nach geeigneten Standorten für ihre Skulptur zu schauen.

 

„Traction“ und „Twister“

 

Welche Künstlerin das war, darüber hüllte Scheffel sich natürlich in Schweigen. Er verriet allerdings, dass unter den zahlreichen Werken der Künstler von Blickachsen 10 eins eines Künstlers dabei ist, dessen Skulptur bereits vor zwei Jahren die Freiluft-Schau bereicherte, und zwar eine des im Jahr 2005 verstorbenen französisch-amerikanischen Künstlers Arman. Seine damals an der Spielbank aufgestellte Arbeit mit dem Titel „Traction avant, traction après“ zeigte ein verfallenes Auto, einen Traction Avant, wie die ersten Citroën-Serienmodelle mit Vorderradantrieb hießen, die zwischen 1934 und 1957 gebaut wurden.

Und noch ein kleines Geheimnis ließ sich Christian Scheffel entlocken: Im kommenden Jahr wird zum ersten Mal die US-amerikanische Bildhauerin Alice Aycock ein Gastspiel bei den Blickachsen geben. Aycock, gebürtig in Harrisburg, Pennsylvania, lebt und arbeitet in New York, hat ihre Skulpturen aber in aller Welt ausgestellt. Berühmt ist unter anderem ihre Stahlskulptur „Super Twister“ – also Super-Wirbelsturm, die in der Universität von Cincinnati zu sehen ist. Mal sehen, ob sie auch für die Blickachsen 10 einen Wirbelsturm produziert. Entfachen dürfte ihr Werk sicher einen.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse