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Schutz: Brunnen am Kreisel in Oberstedten ist verhüllt

Eine Hülle soll den Kreiselbrunnen in Oberstedten vor Frostschäden schützen. Langfristig muss der Wasserspeier saniert werden – doch dafür fehlen derzeit die Mittel.
Von der Wappenscheibe des Brunnens ist derzeit nichts zu sehen. Die weiße Schutzhülle mit Aufschrift soll den Brunnen vor Frost schützen. Foto: Jochen Reichwein Von der Wappenscheibe des Brunnens ist derzeit nichts zu sehen. Die weiße Schutzhülle mit Aufschrift soll den Brunnen vor Frost schützen.
Oberstedten. 

Wie einst der Reichstag in Berlin, macht nun der Brunnen in Oberstedten von sich reden. Denn seit Anfang des Monats ist die Wappenscheibe des Kreiselbrunnens am Ortseingang verhüllt. Jedoch anders als in der Hauptstadt hat dies keinen künstlerischen Hintergrund. „Wir wollen unseren Brunnen einfach nur vor Frostschäden schützen“, erklärt Daniel Pelkey, Vorsitzender des Vereinsrings Oberstedten. Der Vereinsring ist für die Anbringung der Schutzhaube, auf der das Ortswappen und der Name des Vereinsrings prangt, mit verantwortlich.

„Wir wollen damit keine politische Protestaktion starten oder Werbung für uns machen. Sondern durch die Hülle verhindern, dass durch Frost ein zusätzlicher Schaden entsteht“, erklärt Pelkey. Denn bei einer Begehung im Dezember, habe man festgestellt, dass die Fugen der Granitplatten im Laufe der Jahre brüchig und durchlässig geworden seien. Nässe und Kälte würde ihnen nur noch mehr schaden. Um dem vorzubeugen, habe man sich für die kurzfristige Schutzmaßnahme entschieden. „Die Hülle mit unserem Wappen bleibt dran, bis der Frost vorbei ist“, betont der Vereinsringvorsitzende.

Langfristig müsse der Kreiselbrunnen jedoch saniert werden, denn auch die Technik sei in die Jahre gekommen. Aber der Verein verfüge nicht über die dafür nötigen Mittel und sei derzeit auf der Suche nach potenziellen Lösungen. „Wir haben in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Stadt und hoffen auf Unterstützung“, sagt Daniel Pelkey.

„Das ist notwendig“

Vorerst müssen die Stedter jedoch mit dem Anblick leben. „Schön ist das zwar nicht, aber wohl notwendig“, meint Doris Schneider, die den Entwurf des Brunnens, der 2007 eingeweiht wurde, erstellt hat.

Als sie „ihren“ verhüllten Brunnen gesehen habe, habe sie gleich beim verantwortlichen Vereinsring nachgehakt. Und die Oberstedterin hat die entsprechende Info erhalten, die der Vereinsring auch auf seiner Facebook-Seite publiziert hatte.

„Das ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten“, echauffiert sich indes Willi Steffek, der früher den Vorsitz im Vereinsring inne hatte. „Man kann doch nicht dem Wahrzeichen von Oberstedten einfach ein Kondom überstülpen. Das wäre so als würde man das in Köln mit dem Dom machen“, fährt der 73-Jährige weiter fort. So wie er würden das auch viele andere Stedter sehen.

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