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Brutaler Angreifer muss Geldstrafe zahlen

Bad Homburg. 

Weil er keine Zigarette bekam, hat ein 22 Jahre alter Bad Homburger einem 26-Jährigen mit einem Kopfstoß die Nase gebrochen. Jetzt musste sich der junge Mann vor dem Amtsgericht für seine brutale Tat verantworten. Die Schwelle zu Gewalttaten liegt bei dem 22 Jahre alten Bad Homburger ohnehin recht niedrig, wie ein Blick in sein Strafregister zeigt. Neben Gewaltdelikten musste sich der 22-Jährige auch schon wegen Diebstahls und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Die Kopfnuss vom 27. September vergangenen Jahres wird den Angeklagten noch teuer zu stehen kommen. Strafrechtlich kam er einigermaßen milde davon, da er nur wegen einfacher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt wurde. Wesentlich härter werden sich die Folgekosten auswirken, die nach Einschätzung des als Nebenkläger beauftragten Anwaltes an die 20 000 Euro betragen werden. Darin sind das Schmerzensgeld von etwa 10 000 Euro ebenso enthalten wie die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Arztkosten. Denn das Opfer muss sich aus optischen und gesundheitlichen Gründen einer Operation unterziehen.

In jener Nacht war der Angeklagte, der zu diesem Zeitpunkt lockere 2,16 Promille intus hatte, gegen 23.20 Uhr an der U-Bahn-Endhaltestelle in Gonzenheim auf sein späteres Opfer getroffen. Weil er Lust auf eine Zigarette verspürte, sprach er den 26-Jährigen an. Doch der Nichtraucher konnte den Wunsch des Angeklagten nicht erfüllen. „Ohne jegliche Vorwarnung hat er mir dann einen Kopfstoß auf die Nase versetzt“, sagte das Opfer vor Gericht. Aber das reichte dem alkoholisierten Täter nicht. Er warf noch eine Sektflasche nach dem verletzten Mann, verfehlte das blutende Opfer jedoch um einen knappen Meter. Danach habe der Angeklagte noch gegen einige Autos getreten, sagte der 26-Jährige. Er hatte Glück, dass seine brutale Attacke vom Gericht nur als „einfache Körperverletzung“ eingestuft und das ergangene Urteil wegen der damaligen Alkoholisierung mit „verminderter Schuld“ bewertet wurde.

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