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Konzept: Bürger sollen beim Oberurseler Klimaschutz mitreden

Fachleute in Darmstadt und Heidelberg sind dabei, ein Klimaschutzkonzept für Oberursel zu erstellen. Was daraus resultiert, sollen die Oberurseler zu spüren bekommen – im positiven Sinn.
Wer die U-Bahn – hier zwei Züge am Bahnhof Oberursel – nutzt, ist klimafreundlicher unterwegs als Autofahrer. Archivfoto: Jens Priedemuth Wer die U-Bahn – hier zwei Züge am Bahnhof Oberursel – nutzt, ist klimafreundlicher unterwegs als Autofahrer. Archivfoto: Jens Priedemuth
Oberursel. 

Beim Wort Konzept zucken viele erst mal zusammen - ist es doch oft etwas, das mit viel Arbeit erarbeitet wird, dann aber in Schubladen verschwindet. Geht es nach den Verantwortlichen in Oberursel, wird Letzteres mit dem sogenannten Integrierten Klimaschutzkonzept nicht passieren. Denn das Papier, das seit Oktober vom Darmstädter Büro „Infrastruktur & Umwelt“ mit dem Heidelberger Büro „Verkehr mit Köpfchen“ erstellt wird, soll nicht nur Maßnahmen vorschlagen. Diese sollen auch inhaltlich und zeitlich definiert werden, zur Umsetzung sind entsprechende Beschlüsse der Stadtverordneten erforderlich.

Rückblick: Erster Stadtrat und Umweltdezernent Christof Fink (Grüne) hätte gern ein aus fünf Teilkonzepten bestehendes Werk in Auftrag gegeben. Das war der Kommunalpolitik jedoch zu viel gewesen. Deshalb werden zurzeit nur drei Teilkonzepte ausgearbeitet: zu den Themen klimafreundliche Mobilität, integrierte Wärmenutzung und erneuerbare Energien. Das Konzept kostet laut Stadt etwa 114 000 Euro, vom Bund gibt es Fördermittel für die Hälfte.

Fertig bis Juni

Bis Juni dieses Jahres soll das Konzept stehen. Darin soll dann außer dem Fachwissen der Experten auch die Meinung der Oberurseler eingeflossen sein. Geht es doch darum, wie sie als Stadtgemeinschaft mit dem Klimawandel umgehen und wie sie ihre Stadt mit möglichst wenig Auswirkungen auf den Klimawandel planen.

Noch Anfang dieses Jahres will die Verwaltung zu einem Klimaforum einladen; ergänzend sind Workshops, eine Online-Befragung sowie Interviews vorgesehen. Bereits jetzt ist das Projekt auf einer digitalen Vorhabenliste der Stadt auf www.oberursel.de zu finden.

Was hat der Bürger davon, wenn er mitmacht? Folgt man der Argumentation der Stadt, ergeben sich Vorteile sowohl für die Bevölkerung durch eine „auch zukünftig hohe Lebensqualität“ als auch für Firmen und andere Akteure, die von einem „zukunftsfähigen Verkehrskonzept (inklusive ÖPNV und Radverkehr)“ sowie von Beratung und Fördergeld profitierten.

Auto oder Rad teilen

„Im Ergebnis kann auch die künftige Stadtgestaltung den Schwerpunkt Klima nicht ignorieren“, sagt Fink. „Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen die Themen Energieeinsparung und die Veränderung der Mobilität.“

Eine veränderte, umweltfreundlichere Mobilität kann bedeuten, U-Bahn statt Auto zu fahren, aber auch Car- oder Bike-Sharing-Pools zu bilden. Auf deren Potenzial soll das Klimaschutzkonzept genauso eingehen wie auf geförderte Job-Tickets. Das steht laut Stadt auch im Zusammenhang mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums, bei dem die Kosten für Parkplätze eine Rolle spielen.

(she)

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