Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 22°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Ortsvorsteher bekommt Unterstützung von der Opposition: CDU will Zebrastreifen in Friedrichsdorf zurück

Mehrere Stadtverordnete wollen den Zebrastreifen, der aus der Hugenottenstraße verschwunden ist, zurück. Das Problem: Das liegt nicht in der Macht des Stadtparlaments.
Weg ist er: Der Zebrastreifen auf der Hugenottenstraße wird von vielen Friedrichsdorfern schmerzlich vermisst. Weg ist er: Der Zebrastreifen auf der Hugenottenstraße wird von vielen Friedrichsdorfern schmerzlich vermisst.
Friedrichsdorf. 

Der verschwundene Zebrastreifen in der Hugenottenstraße beschäftigt nicht nur den Ortsvorsteher Hartmann Ulmschneider (SPD), sondern jetzt auch die CDU. Wie berichtet, war der Fußgängerüberweg vor dem Fotogeschäft und der Apotheke nach Bauarbeiten entfernt worden. Im Ortsbeirat hatten sich daraufhin Anwohner beklagt und wollten den Zebrastreifen zurückhaben. Ulmschneider, der auch Stadtverordneter ist, hatte sich daraufhin im Rathaus beschwert und die Auskunft erhalten, dass an der Stelle kein Zebrastreifen mehr vorgesehen sei, weil die Hugenottenstraße eine Tempo-30-Zone sei.

In der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Donnerstag will die CDU, die zusammen mit der FDP und der Linken in der Opposition sitzt, nun einen Antrag zur Wiederherstellung des Fußgängerüberwegs stellen. „Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, den Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) in Höhe des Modehauses Hornig wieder herzurichten“, schreibt Fraktionschefin Katja Gehrmann. Die Begründung: „Dieser Fußgängerüberweg ist von enormer Wichtigkeit zur sicheren Überquerung der Hugenottenstraße.“

Ärzte und Apotheke

Gerade für die älteren Menschen sei die Querung an dieser Stelle wichtig, da auf der einen Straßenseite mehrere Arztpraxen und ein Optiker sind und gegenüber eine Apotheke. „Auch befinden sich dort mehrere Geschäfte auf beiden Straßenseiten, bei denen gerade das Überqueren der Straße – mittig zwischen der evangelischen Kirche und dem Beginn der Fußgängerzone – von hohem Nutzen für die Bürger sowie für die Geschäfte zur Förderung der Frequentierung sinnvoll ist.“ Der Fußgängerüberweg mache eine sichere Überquerung der Hugenottenstraße in diesem Bereich möglich. Weiter heißt es: „Wir alle wissen, dass die wenigsten in dieser Tempo-30-Zone, mit geringer Geschwindigkeit unterwegs sind. Daher sollte man diesen Fußgängerüberweg wiederherstellen, um den Schwächsten im Straßenverkehr eine sichere Überquerung zu ermöglichen.“

Weniger Parkplätze

Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) erklärte auf Anfrage dieser Zeitung, dass der Zebrastreifen in der Tat nach Reparaturarbeiten an der Hugenottenstraße – die um einige Zentimeter abgesackt war – nicht mehr markiert worden sei. Denn dem Gesetz nach gebe es in Tempo-30-Zonen wie der Hugenottenstraße keine Zebrastreifen – außer es gebe einen besonderen Grund, etwa weil ein Schulweg dort entlangführe. Das sei aber in der Hugenottenstraße nicht der Fall.

Ein weiteres Problem: Wenn der Zebrastreifen wieder markiert würde, müssten dafür zwei Parkplätze entfernt werden, damit die Autofahrer den Überweg gut einsehen könnten. Warum das früher anders war? So lange etwas Bestand habe, wie der alte Fußgängerüberweg, müsse daran auch nichts geändert werden. Aber durch die Baumaßnahme habe sich die Situation geändert.

Hinzu komme, dass das Stadtparlament in Sachen Regelung des Straßenverkehrs gar nicht zuständig sei. „Das unterliegt nicht der Aufsicht des Parlaments.“ Zuständig sei nur die Straßenverkehrsbehörde, in diesem Fall also der Bürgermeister, der dazu Anordnungen erlasse. Gegen solche Anordnungen hätten Bürger das Recht, zu klagen.

Die Stadtparlamentssitzung ist öffentlich und beginnt am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal, Hugenottenstraße 55.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse