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Auch Stadt in Kalifornien hat Interesse an der Kurstadt: Chinesen wollen Homburgs Partner sein

Von Bei der dritten Bürgerreise ins westchinesische Lijiang in den Osterferien nahmen die Homburger und ihre Gastgeber konkrete Annäherungsgespräche wieder auf. Das Wort Partnerschaft wurde tunlichst vermieden. Doch jetzt soll sich die Politik wieder mit dem Thema befassen.
Foto: dpa Foto: dpa
Bad Homburg. 

Ein Asienbesuch verändert Menschen. Auch die Vorsitzende des Homburger „Vereins zur Förderung der Freundschaft zwischen Bad Homburg und Lijiang“, Sigrid Deussen, und ihr Team scheinen noch zu schweben. Nicht nur, weil die 22 Personen große Gruppe außer Lijiang auch das 300 Kilometer entfernte sagenhafte Shangri-La gesehen hat, sondern auch, weil sie weitere Gemeinsamkeiten zwischen Lijiang und der 7800 Kilometer entfernten Kurstadt und deren Umgebung entdeckt hat.

Die Vielzahl der touristischen Attraktionen; die hübsche historische Altstadt, die in Lijiang als Weltkulturerbe anerkannt ist (Bad Homburg hat immerhin den Limes); die Region, die Schmelztiegel für diverse Völkergruppen ist – mit diesen Gemeinsamkeiten hatte der frühere OB Michael Korwisi (Grüne) schon 2011 für eine Städtepartnerschaft argumentiert.

Kooperationsvertrag

Später wurde dieser Begriff zum Politikum. Fortan lautete der Terminus der Annäherung „Freundschaft“. So betitelt auch der Verein, der sich inzwischen aus weiteren China-Fans gegründet hat, die jetzigen Bestrebungen. Doch die Begegnungen mit dem Tourismusminister der Großregion Lijiang, Li Guowu, hätten gezeigt, dass die Chinesen eine „engere Beziehung“ wollen, erzählt Deussen. „Wir haben einen Kooperationsvertrag zwischen Bad Homburg und Lijiang vorgelegt.“ Die Chinesen seien begeistert, jetzt müsse sich die Homburger Politik damit auseinandersetzen.

OB Alexander Hetjes (CDU) bestätigt das. „Die Politik muss sich ein Urteil bilden, in welche Richtung sie gehen möchte.“ Und plötzlich steht das Tabuwort „Städtepartnerschaft“ wieder im Raum. Korwisi wurde nachgesagt, allzu chinabegeistert zu sein und mit einer Städtepartnerschaft zu liebäugeln, wo man doch besser die bestehenden, gewachsenen Verbindungen zu europäischen Partnerstädten wiederbeleben sollte. Und das umso mehr, als der gemeine Homburger dort preiswerter hinkommt. Von den Menschenrechten ganz zu schweigen.

Doch Entfernung scheint heute keine Rolle mehr zu spielen. Wie man hört, hat auch eine Stadt in Kalifornien (USA) Interesse an einer Partnerschaft mit Bad Homburg bekundet. „La Cañada Flintridge, nördlich von Los Angeles“, bestätigt Hetjes. Eine Frau aus der 21 000-Einwohner-Stadt war bei Bekannten in Homburg und fand es toll; die Anfrage sei über einen amerikanischen Städtepartnerschaftsverein gekommen. Und es gebe weitere Anfragen von noch weiter weg. Auch diese Avancen sollen bald die kurstädtische Politik beschäftigen.

Ende Mai kommen erst einmal fünf chinesische Studentinnen und zwei Dozentinnen nach Bad Homburg. Gastfamilien werden noch gesucht. Gesprochen wird Englisch.

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