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Doku-Reihe im Bayerischen Fernsehen: Christian Berger hilft Tieren in Thailand

Christian Berger aus Friedrichsdorf studiert in München Tiermedizin und ist einer der Protagonisten der Doku-Reihe „Tierischer Einsatz Bayern“.
Christian Berger mit badenden Elefanten. Die Dickhäuter hat der angehende Tierarzt bei seinem Praktikum in Thailand betreut. Christian Berger mit badenden Elefanten. Die Dickhäuter hat der angehende Tierarzt bei seinem Praktikum in Thailand betreut.
Friedrichsdorf. 

In Namibia hat er sich in einer Auffangstation um Geparden, Löwen und Affen gekümmert. Jetzt studiert der 27 Jahre alte Christian Berger aus Friedrichsdorf im siebten Semester an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Tiermedizin – und ist dabei auch im Fernsehen zu sehen. Gestern Abend startete im Bayerischen Fernsehen die achtteilige Doku-Reihe „Tierischer Einsatz Bayern“. Mehr als ein halbes Jahr lang hat ein Kamerateam dafür Veterinärmedizin-Studenten und erfahrene Tierärzte auf ihren Einsätzen begleitet.

Dramatische Momente in der Notaufnahme der Medizinischen Kleintierklinik der Universität erleben die Zuschauer mit. Für Studenten wie Christian Berger ist die Zeit dort ein wichtiger Teil ihrer Ausbildung. „In der Kleintierklinik werden vor allem Hunde und Katzen behandelt“, erklärt er. In diesem Bereich wolle er später auch arbeiten. Außerdem fahren Christian Berger und seine Studienkolleginnen Ines Rammensee aus Straubing und Anna Saller aus Gilching mit dem Tierrettungsdienst durch München, um Wild- oder Haustieren in Not zu helfen. Das Team ist rund um die Uhr unterwegs.

Fische mit Hautproblemen

Mit einem Praktikum hatte Christian Berger besonders viel Glück: Zusammen mit der Münchner Klinikchefin Professor Dr. Dr. Katrin Hartmann durfte er im vorigen März nach Bangkok (Thailand) reisen und an der dortigen Uni mitarbeiten. Die Patienten der Kleintierklinik dort waren nicht nur Hunde und Katzen. „Wir hatten auch viele Schildkröten, die von Autos angefahren worden waren. Denn Schildkröten laufen in Thailand oft frei herum“, berichtet er. Auch Fische mit Hautproblemen seien häufige Patienten gewesen. In Thailand hat er aber auch betagte Dickhäuter betreut – in einer Elefanten-Auffangstation. Auch die hätten mit Hautproblemen zu tun gehabt: „Wir haben oft schwer heilende Wunden behandelt“, berichtet er. Und einer der grauen Riesen habe Zahnschmerzen gehabt. „Das Problem war eine Zahn-Fistel, so dass das Maul an der Stelle täglich gereinigt werden musste.“

Spannend fand der junge Mann bei den Dreharbeiten den Blick hinter die Kulissen. „Wir standen oft auf Abruf bereit, falls ein interessanter Fall in die Klinik kommt“, berichtet er. Spannend seien auch die Tage bei Landtierärztin Dr. Anika Hederer in der Oberpfalz gewesen, mit der er von Bauernhof zu Bauernhof fahren musste. Exoten-Doc Dr. Fritz Karbe aus der Nähe von Nürnberg unterdessen hat manchmal auch Einsätze im Nürnberger Zoo. Wie es überhaupt zu dem Dreh gekommen ist? „Der Bayerische Rundfunk hat in der Klinik angefragt, dann wurden Vorstellungsinterviews mit mehreren Bewerbern geführt“, berichtet Christian Berger.

Arbeit mit Pferd und Rind

Im achten Semester geht es für ihn mit den Prüfungen für das Zweite Staatsexamen weiter. Dann folgt die „klinische Rotation“, das bedeutet Mitarbeit in den Abteilungen Pferd, Rind, Schwein, Vögel sowie in der medizinischen und der chirurgischen Kleintierklinik für Katzen und Hunde.

Die Weihnachtsferien hat Christian Berger bei seinen Eltern in Friedrichsdorf verbracht. In Burgholzhausen war er auf der Grundschule, sein Abitur hat er auf dem Internat Lucius in Echzell gemacht. Dann war er bei der Bundeswehr, hat Physik studiert und schließlich zu Tiermedizin gewechselt.

Auf Sendung

Das BR-Fernsehen zeigt die acht Folgen der Doku-Reihe „Tierischer Einsatz Bayern“ immer montags von 20.15 Uhr an.

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