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Finanzierung: DRK braucht Standorte für vier neue Rettungswachen

Von Dem Kreisverband Hochtaunus des Deutschen Roten Kreuzes stehen aufregende Zeiten ins Haus. In naher Zukunft müssen nicht weniger als vier neue Rettungswachen gebaut werden. Außerdem müssen 2018 neun neue Rettungstransportfahrzeuge angeschafft werden.
Axel Bangert Axel Bangert
Hochtaunus. 

Für den neuen DRK-Geschäftsführer Axel Bangert war die Kreisdelegiertenversammlung des 8900 Mitglieder zählenden Verbandes am Mittwoch in Kronberg der erste Aufschlag im neuen Amt in großer Runde. Teurer kann eine Jungfernrede kaum sein.

Das DRK Hochtaunus steht wieder einmal vor dem Problem, die Quadratur des Kreises lösen zu müssen. Alles hängt mit allem zusammen, aber auch von einem ab: Mit der Ansiedlung der DRK-Rettungswache Bad Homburg am neuen Kreiskrankenhaus muss das komplette System der gesetzlichen „Zehn-Minuten-Frist“ neu berechnet werden. In der Folge erfordere das den Bau von bis zu vier neuen Rettungswachen in nächster Zeit, sagte Bangert vor den Delegierten. Anders seien alle 13 Hochtaunuskommunen, insbesondere Oberursel, Königstein, Glashütten und Kronberg binnen zehn Minuten ab Alarmierung nicht zu erreichen.

Hohe Grundstückspreise

Bangert sieht die Schwierigkeit weniger in der Finanzierung der Stationen, sondern darin, das Baurecht zu schaffen, mehr noch – und das ist das Hauptproblem – finanzierbare Bauplätze zu finden. Besonders schwierig sei das in Königstein, wo die Station im Bereich B8/Edeka gebaut werden müsste, wo aber enorme Grundstückspreise aufgerufen würden. Die Station müsste aber dort gebaut werden, nur so lasse sich die 10-Minuten-Frist für Glashütten einhalten.

Rettungs- und Notfallsanitäter gesucht

Das DRK Hochtaunus hat derzeit 8920 Mitglieder. 800 von ihnen sind auf den verschiedensten Ebenen des Kreisverbandes ehrenamtlich tätig und arbeiten den 397 fest angestellten Mitarbeitern zu.

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Anders, aber auch nicht einfacher, sei es in Oberursel. Während das Brandschutzamt einen Standort „auf der grünen Wiese“ zwischen Zollhaus und Waldsiedlung Oberhöchstadt favorisiere, wiesen die Zeichen beim DRK und der Stadt Oberursel auf das Gewerbegebiet. Dies hätte den Vorteil, dass dort der DRK-Ortsverband eine neue Bleibe bekommen und seine Angebote im Sozialbereich realisieren könnte. Wieder anders liege das Problem in Köppern, so Bangert. Die Stadt stelle dort zwar das Grundstück zur Verfügung. Der Träger des Rettungsdienstes ermittelt aber bei allen Anbietern von Rettungsdiensten in Hessen, ob Interesse besteht. „Ausgang völlig offen...“

In der Planung der neuen Standorte der Rettungswachen weiß Bangert sich einig mit dem Kreisvorsitzenden Jürgen Banzer. Der hatte zuvor ein klares Bekenntnis zur „10-Minuten-Frist“ abgelegt. Aus seiner Zeit als Hessischer Sozialminister erinnere er sich an eine wissenschaftlich begleitete Untersuchung mit dem Ziel, zu ergründen, ob eine längere Hilfeleistungsfrist, wie in einigen Bundesländern bereits praktiziert, Sinn ergibt. Die Experten seien zum gegenteiligen Ergebnis gekommen: Die Sterberate bei Unfallopfern würde sogar eklatant steigen und die Chancen auf Rekonvaleszenz sinken, sagte Banzer und nannte das für das DRK „keine Option“. Die Stationen müssten gebaut werden, wobei gerade in Oberursel versucht werden müsse, die „Reunion“ von Rettungsdienst und Stadtverband zu erleichtern.

Günstigere Fahrzeuge

Ob sich der eine oder andere Knoten bereits 2018 lösen wird, ist offen. In jedem Fall viel Geld kosten wird 2018 die Ersatzbeschaffung von neun Rettungstransportwagen (RTW). „Wir reden hier von rund zwei Millionen Euro“, sagte Bangert, wobei sich die RTW im Wesentlichen über die Einsatzvergütungen finanzieren. Gleichwohl sei bei der Ausschreibung der bereits bestellten Autos auf Kostenminimierung geachtet worden. So folge man dem Beispiel anderer Landesverbände und setze auf eine neue Grundtechnik: Die Fahrzeuge seien so konstruiert, dass der Aufbau, der „Koffer“, wiederverwendet werden kann und nur das Chassis mit dem Führerhaus gewechselt wird. Auch nach Unfällen, bei denen der Aufbau heil bleibt, können so Totalschäden vermieden werden.

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