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Baubeginn im Frühjahr 2018: Darlehen für den Oberhof

Von Die Stadt will das Wohnprojekt im Ober-Erlenbacher Oberhof mit einem Darlehen in Höhe von bis zu 4,5 Millionen Euro unterstützen. Damit steht die Finanzierung, und die Arbeiten am Mehrgenerationenprojekt sollen – nach langen Jahren der Planung und Abstimmung – im kommenden Jahr beginnen.
So stellen sich die Planer Loft-Wohnen im Südflügel vor. Bilder > So stellen sich die Planer Loft-Wohnen im Südflügel vor.
Ober-Erlenbach. 

Sechs Jahre ist es her, dass die Stadt Bad Homburg die alte Staatsdomäne im Stadtteil Ober-Erlenbach, den Oberhof, gekauft hat. 2,5 Millionen Euro wurden seinerzeit an das Land Hessen überwiesen. Es folgten Planungen und Abstimmungen, Bauanträge wurden eingereicht und Finanzierungen besprochen. Jetzt hat der Magistrat beschlossen, die Genossenschaft „Unser Oberhof“ mit einem Darlehen in Höhe von bis zu 4,5 Millionen Euro zu unterstützen – damit steht einem Baubeginn nichts mehr im Wege.
Die Unterstützung durch die Stadt soll den Genossen ausreichend Luft zum Atmen lassen. So wird ab dem elften Jahr ein „Freundschaftszins von 1,3 Prozent“ (so Bürgermeister Karl Heinz Krug) fällig. Die Tilgung des Darlehens ist flexibel und nachrangig angelegt. „Schließlich sind wir selbst Genosse“, so der SPD-Bürgermeister. OB Alexander Hetjes (CDU) lobte vor allem das Engagement der Gründerväter und -mütter, die das Projekt über viele Jahre nebenberuflich geschultert hätten.
Hier nun die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum „Lebensraum Oberhof“:

Was genau soll am Oberhof eigentlich entstehen?

Geplant ist ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt, das sowohl dem Erhalt der denkmalgeschützten Hofanlage als auch einer Stärkung der Infrastruktur im Stadtteil dienen soll. „So etwas hat es in dieser Form in der Region noch nicht gegeben“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft, Dieter Haase. Das „Leuchtturm-Projekt“ sieht einen Mix aus Mietwohnungen, Restauration und öffentlichen Einrichtungen vor.

Welche Wohnmöglichkeiten sollen realisiert werden?

Um dem Anspruch auf ein Mehrgenerationenwohnen gerecht zu werden, soll es völlig unterschiedliche Wohnmöglichkeiten geben. Im ehemaligen Pächterhaus sind Wohnungen vorgesehen, im Südflügel hingegen Lofts. Im Südwesten der Anlage sollen in den Scheunen Reihenhäuser integriert werden. Der Trakt im Ostflügel soll abgerissen werden und barrierefreiem Wohnen weichen. So sollen auf 4200 Quadratmetern Wohn-/Nutzfläche insgesamt 29 Wohnungen (zwischen 54 und 160 Quadratmetern, 11 davon barrierefrei) entstehen.

Was ist an „öffentlichen Bereichen“ vorgesehen?

Die Stadt will im Oberhof die Stadtteilbibliothek und die Außenstelle der VHS unterbringen, eventuell soll auch ein Jugendzentrum entstehen. Außerdem sind eine Arztpraxis, ein Café, ein Restaurant (für beide gibt es bereits Bewerber), Ateliers sowie Raum für Veranstaltungen entstehen. Daher soll natürlich auch der Innenhof öffentlich zugänglich sein.

Wer soll künftig mal in der alten Staatsdomäne leben?

„Neue Genossen“, erklärt der Vorsitzende der Genossenschaft, Georg Kopp kurz und knapp. Zur Planung und Umsetzung war eine sogenannte kleine Genossenschaft mit sieben Mitgliedern gegründet worden. Zur Realisierung des Projekts soll dann eine große Genossenschaft ins Leben gerufen werden. Die Anzahl der Mitglieder in der Genossenschaft wird sich an der Zahl der Mieter richten. Die Mieten sollen zwischen 10 und 12,50 Euro liegen. Und Mietinteressenten, so Kopp, gebe es schon mehr als geplante Wohnungen.

Wie viel wird die Umsetzung des Projekts kosten?

Die Genossenschaft kalkuliert mit Kosten in Höhe von 14,5 Millionen Euro – einschließlich einer Reserve für Unvorhergesehenes.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus?

2011 wurde die Genossenschaft gegründet, seitdem läuft die Planung. Wenn die Stadtverordnetenversammlung das städtische Darlehen Ende Oktober absegnet, steht die Finanzierung. Dann soll im Frühjahr 2018 mit den Arbeiten begonnen werden. Und wenn es „keine Überraschungen mit dem Denkmalschutz gibt“, so Haase, rechnet man mit einer zweijährigen Bauphase.

Wo gibt es weitere Infos?

Am Sonntag, 3. Dezember, findet von 15.30 Uhr an auf dem Gelände des Oberhofs wieder das „Engelsgeflüster“ statt. Dann werden auch die Genossen anwesend sein und Rede und Antwort stehen.

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