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66. Burgfest in Königstein: Das Fest kann kommen

In Rücksichtnahme auf „König Fußball“ wird das 66. Burgfest so früh wie lange nicht mehr gefeiert. Das stellt das Zeitmanagement der Organisatoren auf die Probe.
18.07.2015, Burgfest Königstein.

Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg

***www.foto-rhode.de*** Foto: Heiko Rhode 18.07.2015, Burgfest Königstein. Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg ***www.foto-rhode.de***
Königstein. 

Unter Zeitdruck arbeiten zu müssen, sind die Mitglieder des Burgvereins in den Wochen vor dem Burgfest gewöhnt. Dass die Festivitäten in diesem Jahr schon Anfang Juni stattfinden – 2015 wurde erst Mitte Juli gefeiert –, bringt die Organisatoren aber doch an ihre Grenzen. „Tatsächlich hatten wir nur zehneinhalb Monate Zeit für die Vorbereitungen, weil wir das Burgfest nicht parallel zur Fußball-EM, die am 10. Juni beginnt, ausrichten wollten“, bestätigt Vizepräsident Berny Frick.

Zuversichtlich, dass alles klappen wird, ist er trotzdem. Denn auch wenn der Zeitplan eng war und ist, habe man bisher noch alle Termine eingehalten – und das stimmt alle positiv. „Sogar das Burgfestbuch haben wir rechtzeitig fertig bekommen“, freut sich Frick. Kassierer Alexander Freiherr von Bethmann ergänzt: „Es sieht gut aus.“

Nach aktuellem Stand sind mindestens neun der elf Keller besetzt – letzte Gespräche stehen aus. Die sieben Stände, die überwiegend Essen und Getränke vertreiben, sind ebenfalls bereits vergeben. Frick: „Das ist durchaus zufriedenstellend.“

Und auch dass einige Kernstädter angekündigt haben, ihre Häuser anlässlich des Festumzugs am Sonntag festlich zu schmücken, stimme ihn positiv. „Wir erleben es immer wieder aufs Neue, dass Königsteiner mitwirken wollen“, so der Vize-Chef.

Keine Angst vor Ausschreitungen

Nachdem am Pfingstwochenende etwa 1000 Jugendliche im Alten Kurpark Bad Soden Randale machten, ist der Burgverein alarmiert. „Wir haben bereits Gespräche mit Polizei und unserem Sicherheitsdienst

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Gutes Wetter bestellt

Dass der Burgverein im vergangenen Jahr den Montag aus Kostengründen aus dem Programm gestrichen hat, habe sich übrigens ausgezahlt: „Ein kleines Defizit konnten wir zwar nicht vermeiden, aber das Ergebnis war deutlich besser als bei den Vier-Tages-Festen“, so der Vizepräsident. Auch von Vereinen und Festbesuchern seien die Kürzung um einen Tag sowie die Änderungen im Programmablauf gut angenommen worden. „Es gab nur wenige, die den alten Zeiten nachtrauerten“, berichtet Frick. Dass das Burgfest damit für alle Zukunft sicher sei, könne er aber nicht versprechen. „Drei Tage Dauerregen würden uns arge Kopfschmerzen bereiten“, gibt er zu. Dann nämlich kämen weniger Besucher auf die Burg – sie bietet Platz für bis zu 4000 Personen – und die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern, die zu 80 Prozent die Kosten des Festes decken, brächen rapide ein. „Wir leben also von einem Jahr aufs nächste und halten jedes Mal die Luft an“, so Frick, weshalb er „vorsichtshalber schon mal gutes Wetter bestellt“ habe.

Info: Das Programm steht

Beim Burgfestprogramm setzt der Burgverein auf Altbewährtes, sagt Berny Frick. Wie gewohnt, beginnt das Burgfest am Freitag um 18 Uhr mit dem ökumenischen Gottesdienst in St. Marien.

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Sicherheitsprofis am Start

Einer der großen Kostentreiber ist in jedem Jahr die Umsetzung des Sicherheitskonzepts, das Einsatzkräfte, Sicherheitsdienste und Räumungshelfer einbezieht und unter anderem festlegt, wie viele Menschen sich maximal in den Kellern aufhalten dürfen und wie die Besucherströme gelenkt werden sollen. Es schlägt allein mit 20 000 Euro zu Buche. Tendenz steigend.

„Im vergangenen Jahr hat uns auch noch die Einführung des Mindestlohns kalt erwischt. Der Sicherheitsdienst wurde teurer“, erzählt Frick. Auf die Profis am Burgtor, die auch beim Wacken Open Air im Einsatz sind, können die Organisatoren allerdings nicht verzichten. „Sie haben ein geschultes Auge und lassen offenkundig stark alkoholisierte Personen nicht mehr rein.“ Kassierer Alexander Freiherr von Bethmann schätzt, dass in diesem Jahr die Ausgaben für das Heimatfest die 100 000-Euro-Marke überschreiten könnten. „Für uns besteht daher die Herausforderung, die Einnahmenseite so weit wie möglich mitzuziehen“, sagt er.

Burgfestbutton

Deshalb bestreitet der Burgverein neue Wege bei der Akquirierung von Spenden. „Erstmals verkaufen wir Anstecker mit dem Konterfei von Isabella I. Auf diese Weise kann jeder seine Verbundenheit zum Burgfest ausdrücken, selbst wenn er nicht auf der Burg mitfeiern will“, erklärt von Bethmann, der seit über neun Jahren dem Burgverein-Präsidium angehört. Die Idee dazu stammt von Präsidialrätin Ursula Althaus-Byrne. Kosten pro Anstecker: 3 Euro. Erhältlich sind sie in der Kur- und Stadtinformation.

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