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Aufzüge zu den Bahnsteigen: Das sind die Pläne für den barrierefreien Umbau des Friedrichsdorfer Bahnhofs

Der Friedrichsdorfer Bahnhof soll besser zugänglich werden: Mit Aufzügen und einer Rampe an der Ostseite der Unterführung. Für das Toiletten-Problem gibt es jedoch noch keine Lösung.
Für ältere Menschen ein Riesenproblem: Wollen sie zu den Bahnsteigen, müssen sie diese Treppe bewältigen. Foto: Matthias Reichwein Für ältere Menschen ein Riesenproblem: Wollen sie zu den Bahnsteigen, müssen sie diese Treppe bewältigen.
Friedrichsdorf. 

Ein bisschen dauert es noch, aber in rund zwei Jahren könnte es losgehen mit dem barrierefreien Umbau des Friedrichsdorfer Bahnhofs. Vonseiten der Stadt stehe das Geld dafür – 2,8 Millionen Euro – bereit, sagte Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) auf Anfrage dieser Zeitung. Die Planungen sollen in der Bauausschusssitzung am kommenden Mittwoch vorgestellt werden. Im September sei der Termin für die Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Dann folge das Planfeststellungsverfahren, für das die Bahn zuständig sei. Erfahrungsgemäß dauere das 18 Monate, so Burghardt weiter. Angestrebt sei jedenfalls, dass 2020 die Bauarbeiten am Bahnhof starten.

Der barrierefreie Bahnhof wird von vielen Friedrichsdorfern sehnsüchtig erwartet. Unsere Leserin Ilka Busekrus-Büchsel hat uns geschrieben: „Als älteres Ehepaar, das sehr gerne mehr S-Bahn-fahren würde, möchten wir uns über den Zustand des Friedrichsdorfer Bahnhofs beschweren.“ Wer mit Koffer in Friedrichsdorf ankomme, habe, zumal als älterer Mensch, „schreckliche Schwierigkeiten, zum Taxistand gelangen.“ In Oberursel, Bad Homburg und Frankfurt gebe es überall Aufzüge, nur in Friedrichsdorf nicht. „Wann wird dieser unhaltbare Zustand beendet? Es ist wirklich eine Zumutung.“ Und: „Wir sind zwar (noch) nicht behindert, es fällt uns aber von Jahr zu Jahr schwerer, die Koffer die Treppen hoch zu schleppen.“

In der Tat sollen beim Umbau des Bahnhofs zwei Aufzugsanlagen für die Bahnsteige 1 und 2 errichtet werden. Der Fußgängertunnel soll neu gestaltet werden und im Osten eine Rampe bekommen. Beide Bahnsteige erhalten Dächer. Die Stadt möchte zudem gern zwei zusätzliche Wetterschutzhäuschen (die rund 45 000 Euro kosten) für die Wartenden aufstellen lassen. Außerdem will die Stadt die Fahrradabstellanlagen erneuern.

Ein weiteres Problem hat ein anderer Leser benannt: Seit vielen Jahre fehle eine Toilette „auf dem versifften Bahnhofsgelände“. Burghardt bestätigte die fehlende Toilette. Die nächste öffentlich zugängliche „nette Toilette“ sei im Einkaufszentrum Taunus-Carré. Ob im Bahnhofsgebäude in absehbarer Zeit wieder eine Toilette zugänglich gemacht werde, konnte er nicht sagen. Die Bahn habe das Haus an einen privaten Investor verkauft. Wie genau das Gebäude künftig genutzt werden solle, sei derzeit nicht zu erkennen.

Bei der Pressestelle der Deutschen Bahn liegt seit dem 14. August eine Bitte um Stellungnahme vor – bisher kam keine Antwort.

Eine öffentliche Infoveranstaltung zur Umgestaltung des Bahnhofs ist für Montag, 10. September, 19 Uhr, im Rathaus vorgesehen.

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