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Kunstrasenplatz: Der Rasen ist bald fertig: Im Frühjahr sollen in Burgholzhausen die Bälle rollen

Von Einen kleinen Vorsprung haben die Bauarbeiten am neuen Kunstrasenplatz in Seulberg vor denen am Burgholzhäuser Kunstrasenplatz. Trotzdem können die Burgholzhäuser ihren neuen Platz wahrscheinlich früher in Beschlag nehmen.
Auf dem künftigen Kunstrasenplatz in Burgholzhausen werden derzeit Barrierepfosten einbetoniert. Auf dem künftigen Kunstrasenplatz in Burgholzhausen werden derzeit Barrierepfosten einbetoniert.
Friedrichsdorf. 

Schon im Frühjahr sollen Fußbälle über schöne neue Kunststoffhalme in Seulberg und Burgholzhausen rollen. Dort, wo bald Kunstrasen verlegt werden soll, ist aber derzeit nur Schotter zu sehen. Und obwohl sich die Bilder der beiden Plätze ähneln, gibt es kleine, aber wichtige Unterschiede. Wir haben nachgeschaut, wie weit die Bauarbeiten schon sind. Denn obwohl sich beide Plätze auf den ersten Blick im gleichen Baustadium zu befinden scheinen, gibt es doch Unterschiede.

Beim Sportverein Seulberg an der Landwehrstraße ruhen zurzeit alle Arbeiten auf dem neuen Kunstrasenplatz. Bild-Zoom
Beim Sportverein Seulberg an der Landwehrstraße ruhen zurzeit alle Arbeiten auf dem neuen Kunstrasenplatz.

Während in Burgholzhausen an der Peter-Geibel-Straße eine Arbeitskolonne der Baufirma Heiler aus Bielefeld mit vier Personen anzutreffen ist, ruhen beim Sportverein Seulberg an der Landwehrstraße zurzeit alle Arbeiten auf dem neuen Sportfeld. Grund ist nach Auskunft der Baufirma Schmitt aus Langgöns der gegenwärtige Vaterschaftsurlaub ihres Bauleiters. Erst vom 26. Februar an stehe er wieder zur Verfügung, dann würden in Seulberg die Arbeiten fortgesetzt. Dennoch hat man beim SV Seulberg gegenüber dem TV Burgholzhausen einen kleinen Vorsprung. Denn in Seulberg sind bereits die Gehplatten rund um das neue Spielfeld verlegt sowie Pfosten und Holme fertig installiert.

Per Laser gesteuert

In Burgholzhausen unterdessen werden derzeit genau solche Arbeiten von Vorarbeiter Jens Rabsilber und seinen Männern ausgeführt. Danach soll die zweite Schotterschicht aufgetragen werden, die Gesamthöhe betrage dann etwa 20 Zentimeter, erklärte er. Damit alles plan wird, würden per Laser gesteuerte Arbeitsmaschinen eingesetzt, fügt er hinzu. Natürlich wurden zuvor die Drainage-Rohre und die erforderlichen Stromkabel verlegt. Die bereits vorhandenen Flutlichtmasten bleiben unverändert.

Probleme gab und gibt es derzeit noch bei der Zulieferung des Baumaterials. Dabei entpuppt sich die Eisenbahn-Unterführung vor dem Sportgelände Burgholzhausen als Hemmschuh. Denn die ist mit ihrer Durchfahrtshöhe von 3,60 Meter für große Lastwagen meist zu niedrig. Die Lkw seien aber oft vier Meter hoch, berichtet Vorarbeiter Rabsilber. Deswegen habe man häufig Material von großen Lieferfahrzeuge vor der Unterführung auf kleinere Wagen umladen müssen. Das habe die Arbeiten erheblich verzögert, „sonst wären wir schon weiter“, so der Vorarbeiter.

Hoffen aufs Wetter

Dennoch, bis etwa Mitte März könne der Kunstrasenplatz fertiggestellt sein, vorausgesetzt, die Wetterlage mache keinen Strich durch die Planung. Wenn der Kunstrasen dann gummiert und besandet sei, sei er sofort bespielbar, sagt der Vorarbeiter. Dann könnten die Burgholzhäuser Fußballer loslegen.

Beim SV Seulberg hofft Vorsitzender Michael Jegust, dass die Arbeiten spätestens im April abgeschlossen sein werden. Dann stünde der Platzeinweihung Anfang Mai nichts entgegen. Auch Jegust hofft für diese Zeit auf trockenes und warmes Wetter, denn sonst seien das Aufbringen der Mittelschicht und das Verlegen des Kunstrasens gefährdet. In Seulberg wurde zudem eine neue Flutlichtanlage installiert, deren Abendlicht etwa 200 Lux betrage, berichtet Jegust stolz.

Beide Kunstrasenplätze kosten rund je 500 000 Euro. 100 000 Euro Zuschuss gibt es pro Platz vom Land Hessen. Das Geld kommt aus dem Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“ und unterstützt Maßnahmen zur Sportstättensanierung, Modernisierung oder Erweiterung. Die Stadt zahlt aus dem Posten Sportförderung noch einen Zuschuss in Höhe von jeweils 300 000 Euro. Aber auch die beiden Vereine mussten ihren Teil dazu beitragen: Jeweils rund 100 000 Euro mussten beide Vereine selbst aufbringen.

Viele Vorteile

Wenn sie fertig sind, dann sind die neuen Kunstrasenplätze an 365 Tagen im Jahr und – zumindest theoretisch – rund um die Uhr bespielbar. Für die Spieler der Vereine wird dadurch künftig das Verletzungsrisiko, etwa durch Abschürfungen, geringer als auf dem alten Hartplatz sein. Der Kunstrasen schone zudem Bänder und Gelenke. Auch der Matsch an Schuhen und Trikot gehöre dann der Vergangenheit an, betonen die Seulberger Vorstandsmitglieder.

Und noch einen Vorteil gibt es: Für die Vereine bedeute die Bewirtschaftung eines Kunstrasenplatzes zudem geringere Unterhaltungskosten. Die Hersteller gäben in der Regel 15 Jahre Garantie auf den einwandfreien Zustand des Platzes. Die Trittschalldämmung verringere die Lärmbelastung der Anwohner, Staubentwicklung gebe es auch nicht mehr.

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