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Dezernent für Integration

Von Flüchtlinge unterbringen und integrieren – kein einfaches Unterfangen. Dafür hat der Bürgermeister ein neues Dezernat geschaffen. Stadtrat Hans Robert Philippi soll es leiten.
Hans Robert Philippi vor dem Kronberger Rathaus. Er ist der neue Dezernent für Integration. Foto: Jochen Reichwein Hans Robert Philippi vor dem Kronberger Rathaus. Er ist der neue Dezernent für Integration. Foto: Jochen Reichwein
Kronberg. 

Hans Robert Philippi (SPD) ist von nun an Dezernent für Integration. Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) hat den Magistrat darüber in seiner Sitzung am Montag informiert. Gestern wurde die Entscheidung, ein solches Dezernat zu schaffen und die Leitung dem ehrenamtlichen Stadtrat zu übertragen, in einer Pressekonferenz öffentlich gemacht.

Boris Schöppner
Kommentar: Ein Startschuss

Kronberg hat jetzt ein eigenes Integrationsdezernat. Das alleine ist schon ein Signal. Es soll zeigen, die Stadtverwaltung nimmt die Herausforderungen ernst, die in den nächsten Jahren auf die Burgstadt zukommen.

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„Mit der Schaffung eines eigenen Dezernats für diesen komplexen Themenbereich machen wir deutlich, wie ernst wir die Aufgabe nehmen, gerade auch im Hinblick auf die Sicherheitsbedenken einiger Bürger. Über allem steht unser klares Ziel, die Flüchtlinge so gut wie möglich bei uns in das gesellschaftliche Miteinander einzubinden und sie keinesfalls sich selbst zu überlassen“, erläutert der Bürgermeister die Maßnahme.

Temmen sprach von einem „sehr, sehr großen Berg an Arbeit“, den es zu bewältigen gebe. Um die vielfältigen Aufgaben, die auf die Kommune im Zuge der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zukommen und die bisher separat in den einzelnen Fachbereichen bearbeitet wurden, wurde in der Stadtverwaltung in diesen Tagen die Projektgruppe „Integration in Kronberg“ implementiert. Diese wird Philippi leiten und den ständigen Kontakt zum Arbeitskreis „Flüchtlingshilfe Kronberg“ und zum Hochtaunuskreis sicherstellen.

Bis zum Jahresende soll Kronberg insgesamt 91 Flüchtlinge unterbringen, bislang sind es gerade einmal zehn. Bürgermeister Temmen rechnet damit, dass eine größere Zahl von Flüchtlingen im Spätherbst eintreffen wird.

 

Reserven für Zuweisungen

 

Ein wichtiges Arbeitsfeld, das Verwaltung und Philippi derzeit angehen, ist das Thema Zwangszuweisung. Dabei gehe es darum, „Reserven“ für den Fall zu schaffen, dass der Kreis eine Gruppe von Flüchtlingen kurzfristig nach Kronberg schickt.

„Hans Robert Philippi ist für diese verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe der ideale Mann. Ich freue mich, dass er uns in dieser Situation helfen will“, sagt Temmen. Aufgrund seiner „sozialen und kulturellen Kompetenz“ sowie seiner früheren beruflichen Tätigkeit als langjähriger leitender Polizeidirektor kenne er sich bestens aus und wisse, welche Maßnahmen notwendig seien.

Philippi selbst sieht in seiner neuen Aufgabe eine Art Schlüsselfunktion: „Wir wollen versuchen, möglichst allen Betroffenen gerecht zu werden. Um dieser besonderen Situation professionell zu begegnen, bedarf es einer klaren Rollenverteilung.“ Alle Entscheidungen und Maßnahmen würden stets in enger Abstimmung mit dem Bürgermeister und dem Magistrat getroffen. Dafür wurde in der Verwaltung auch ein eigenes Büro geschaffen, das von Veronika Heck organisiert wird, die im Fachbereich Verwaltungssteuerung beschäftigt ist.

Wer Fragen zum Thema hat, kann sich per E-Mail an integration@kronberg.de mit der Projektgruppe in Verbindung setzen. Nach wie vor sucht die Stadt auch privaten Wohnraum zur Aufnahme von Flüchtlingen. Telefonisch können freie Kapazitäten unter (0 61 73) 7 03- 12 00 gemeldet werden.

Der Arbeitskreis „Flüchtlingshilfe“ kommt am Donnerstag, 28. August, um 19.30 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus Oberhöchstadt zur nächsten Sitzung zusammen. Für Mittwoch, 10. September, 19.30 Uhr, lädt der Magistrat die Bürger zu einer Informationsveranstaltung in die Stadthalle ein.

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