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Engagements fürs Allgemeinwohl: Die Turnbegeisterte

Von Es gibt viele Facetten des Ehrenamts. Der eine engagiert sich politisch, andere bringen sich im Tier- und Naturschutz oder in einem Verein ein. Dass diese zeitintensiven Engagements für Allgemeinwohl nicht selbstverständlich sind, weiß auch das Land Hessen. Deshalb würdigt es diese stillen Helden des Alltags mit dem Landesehrenbrief. Heute überreicht Homburgs OB Alexander Hetjes (CDU) diese Auszeichnung Christa Oex-Sukop und Dr. Jörg Andreas Geyer.
Früher selbst aktive Turnerin, gibt Christa Oex-Sukop ihr Wissen nun an den Nachwuchs weiter. Foto: Jochen Reichwein Früher selbst aktive Turnerin, gibt Christa Oex-Sukop ihr Wissen nun an den Nachwuchs weiter.
Kirdorf. 

Ehrennadeln und Urkunden, die ihren jahrzehntelangen Einsatz fürs Turnen bezeugen, hat Christa Oex-Sukop schon eine ganze Reihe. Heute kommt eine Urkunde hinzu, über die sich die 66-Jährige besonders freut: Aus den Händen von Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) nimmt sie den Ehrenbrief des Landes Hessen entgegen.

Und den hat sich die pensionierte Lehrerin wahrlich verdient. In eine turnbegeisterte Familie hineingeboren, war es keine Frage, dass auch Klein-Christa schon früh mit dem Geräteturnen begann, bald die „Vorturnerausbildung“ durchlief und als jugendliche Leistungsturnerin erfolgreich war. Ebenso klar war auch, dass sie Sport studieren würde, wobei sie parallel zum Studium in Mainz das Turnen immer weiter betrieb, Ausbilderscheine und Kampfrichterlizenzen erwarb und sogar bei den Olympischen Spielen 1972 in München bei den Auswertungen im Geräteturnen mithalf.

Zum Thema: Feierlicher Rahmen

Mit dem „Ehrenbrief des Landes Hessen“ zeichnet der jeweilig amtierende hessische Ministerpräsident seit 1973 Bürger aus, die sich durch langjähriges ehrenamtliches Engagement in demokratischen,

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1973 kam sie als Diplom-Sportlehrerin zum Gymnasium Oberursel, wo sie bis zu ihrer Pensionierung – und darüber hinaus – unterrichtete. Dort lernte die junge Frau ihren Kollegen und späteren Mann Jürgen Sukop kennen – ein segensreiches Zusammentreffen nicht nur für die beiden, sondern auch für den Kirdorfer Traditionsverein SGK Bad Homburg 1890. Da wundert es gar nicht, dass auch aus Tochter Kirsten eine begeisterte Lehrerin wurde, nämlich als Übungsleiterin der SGK und in der Gesamtschule am Gluckenstein.

Die Liste der Dinge, wie sich Christa Oex-Sukop für ihren Verein, den Turngau Feldberg, den Hessischen und den Deutschen Turnverband eingesetzt hat, ist lang. Unter anderem war sie von 1996 bis 2012 Kampfrichterwartin für das Leistungsturnen der hessischen Mädchenwettbewerbe und Kampfrichterin bei Deutschen Meisterschaften. Aktuell verfügt die Geräteturn-Fachfrau noch über die A-Lizenz, doch so viele Einsätze wie früher sind es nicht mehr. „Das war schon viel, man war ja dauernd unterwegs, und auch die Organisation hat viel Zeit gekostet“, sagt sie.

Dr. Jörg Andreas Geyer
Mitunter wie beim Königlich Bayerischen Amtsgericht

Die Nachricht, dass er den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht bekommen soll, hat Dr. Jörg Andreas Geyer nicht gerade vom Stuhl gehauen: „Bei ehrenamtlichen Richtern am Arbeitsgericht kommt

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Bis heute trainiert sie noch regelmäßig die 10- bis 15-jährigen Turnerinnen der SGK, leitet aber auch eine Herzsportgruppe des Vereins, wofür sie 2009 eine spezielle Übungsleiterlizenz erworben hat. „Im Sommer begleite ich zehn unserer Kirdorfer Turnerinnen zum Deutschen Turnfest nach Berlin. Darauf freue ich mich sehr, denn da trifft man immer viele langjährige Weggefährten“, erzählt sie voller Vorfreude.

Dass die Auszeichnung diesmal nicht aus Turnerkreisen kommt, sondern vom hessischen Ministerpräsidenten, freut die Kirdorferin sehr. „Da stecken wohl Rosel Schleicher und Helmut Reith dahinter“, hat sie ihre beiden langjährigen Mitstreiter in Verdacht. Die ehemalige Präsidentin des Hessischen Turnverbands und der Turngau-Vorsitzende werden zur Verleihung ins Gotische Haus kommen, ebenso Tochter Kirsten und Jürgen Sukop, der Vorsitzender der gut 1100 Mitglieder zählenden SGK ist, in dem die Geehrte seit 1974 ihr sportliches Zuhause hat. Die rund 600 Turner des Vereins kennen übrigens keine Nachwuchssorgen, weder in Reihen der Übungsleiter noch bei den Turnern. Allein 40 Mädchen im Alter zwischen fünf und sieben Jahren trainieren hier regelmäßig an den Geräten. Dass Turnen jung und fit hält, dafür ist Christa Oex-Sukop das beste Beispiel.

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