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Neue Schulleiter für Wechsel von G 8 auf G 9: Ein Engel für die Humboldtschule

Von Hinter vorgehaltener Hand wurde schon seit Wochen darüber spekuliert, aber jetzt ist es offiziell: Die Humboldtschule hat einen neuen Schulleiter. Er ist in Bad Homburg kein Unbekannter ist.
Stefan Engel an seiner neuen Wirkungsstätte: Heute wird er in das Amt als Schulleiter der Humboldtschule eingeführt. Foto: Jochen Reichwein Stefan Engel an seiner neuen Wirkungsstätte: Heute wird er in das Amt als Schulleiter der Humboldtschule eingeführt.
Bad Homburg. 

Zum vergangenen Schuljahresende – das ist gerade mal sechs Wochen her – wurde die langjährige Schulleiterin der Humboldtschule (HUS), Ursula Balser, in den Ruhestand verabschiedet. Und natürlich drängte sich sofort die Frage auf: Wer wird ihren Posten übernehmen? Und wird bis zum Beginn des neuen Schuljahres überhaupt ein neuer Leiter für Homburgs größte Schule mit immerhin 1700 Schülern gefunden?

Tatsächlich ging die Sache ruck, zuck, denn zum 1. August hat Stefan Engel, Schulleiter der Altkönigschule (AKS) in Kronberg, Balsers Job übernommen. „Herr Engel wurde auf eigenen Wunsch nach Bad Homburg versetzt“, bestätigte Dr. Rosemarie zur Heiden, die Leiterin des Staatlichen Schulamts für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis, auf Anfrage dieser Zeitung. Eine Versetzung ist dann möglich, wenn es sich um die gleiche Tätigkeit handelt, in diesem Fall also die Schulleitertätigkeit.

„Ich bin seit Ende 2008 und vor allem sehr, sehr gerne an der Altkönigschule gewesen“, sagt Engel. Aber als sich nach so vielen Jahren die Gelegenheit bot, doch noch einmal etwas anderes zu machen, habe er sie beim Schopfe packen wollen. „Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat und vor allem, dass ich hier so freundlich aufgenommen worden bin.“ Offiziell begrüßt wird Engel zwar erst am heutigen Freitag bei der Eingangskonferenz, im Rahmen derer er von Sonja Litzenberger, der Schulfachlichen Aufsichtsbeamtin des Staatlichen Schulamts für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis, ins Amt eingeführt wird. Aber natürlich ist Engel schon seit 1. August an der HUS tätig und bereits mit dem einen oder anderen Lehrer, dem Hausmeister, dem Personalrat und vor allem dem netten Team im Sekretariat im Gespräch gewesen. „Alle hier sind sehr freundlich und unglaublich motiviert“, sagt er und fügt hinzu: „Auch die Schüler.“

Nachprüfungen laufen

Schüler? Sind die nicht noch im Urlaub? „Einige nicht mehr, nämlich die, die zur Nachprüfung antreten“, sagt Engel. Und vor dieser – am Donnerstag war die schriftliche Prüfung dran, am Freitag die mündliche, hat Engel den einen oder anderen seiner Zöglinge bereits kennengelernt.

Die Nachfolge an der Altkönigschule

Stefan Engel leitete acht Jahre die Kronberger Altkönigschule (AKS), eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.   Das Kollegium dort besteht zurzeit aus 130 Lehrkräften,

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Wer’s nicht weiß: Schüler, die eine mangelhafte Note auf dem Zeugnis hatten, können über die Sommerferien pauken und versuchen, bei der Nachprüfung diese dann in ein „Ausreichend“ zu verwandeln. Sind zwei Fächer mit mangelhaft bewertet worden, so kann laut Hessischem Kultusministerium (HKM) „eine Nachprüfung dann erfolgen, wenn mit einer mangelhaften Note eine Versetzung möglich gewesen wäre“. In der Mittelstufe ist die Nachprüfung ab der sechsten Klasse höchstens zweimal, aber nicht unmittelbar nacheinander möglich. In den Hauptfächern sind die Nachprüfungen schriftlich und mündlich, in den Nebenfächern nur mündlich. Die Anmeldung zur Nachprüfung erfolgt in der ersten Ferienwoche, die Prüfung selbst findet in der letzten Ferienwoche statt. So wie eben gerade an der HUS. Deren neuer Schulleiter dann auch den Nachprüflingen versprach, „ihnen fest die Daumen zu drücken“.

Der neue Rektor ist gebürtiger Frankfurter. Seine Grundschulzeit hat er zwar in Bonn absolviert, ist dann aber zurück nach Hessen gekommen und hat sein Abitur am Gymnasium Oberursel absolviert. Im Anschluss studierte der heute 58-Jährige Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt. Sein Referendariat folgte von 1985 bis 1987 an der Wöhlerschule in Frankfurt. Bis 1988 unterrichtete er an der Hermann-Hesse-Schule in Frankfurt. Ein halbes Jahr lang war er an der Gesamtschule am Gluckenstein tätig, wechselte dann als Lehrer an die St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim, wo er bis 2006 arbeitete. 2005 bis 2007 folgte eine Teilabordnung an das Staatliche Schulamt in Friedberg. Von 2006 bis 2008 war Stefan Engel Stellvertretender Schulleiter am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg, bevor er als Schulleiter an die AKS wechselte. In Bad Homburg und mit großen Schülerzahlen kennt er sich also aus. Immerhin besuchen die AKS derzeit 1450 Mädchen und Jungen.

Und auch das Thema G 9 – die HUS kehrt mit Beginn dieses Schuljahres zu G 9 zurück – ist kein Neuland für ihn. Denn Engel führte die AKS im vergangenen Jahr ebenfalls zurück zum Abitur in neun Jahren. „G 9 umzusetzen und dabei trotzdem unsere noch bestehenden G 8-Klassen im Blick zu haben, wird unsere vordringlichste Aufgabe an der HUS sein“, sagt Engel und fügt hinzu: „Wir wollen G 9 ordentlich machen und G 8 aber auch ordentlich zu Ende bringen.“

Kein „Abi light“

G 9 begreift Engel, der selbst Vater von vier Kindern ist – der älteste Sohn ist 23, die älteste Tochter 13 und seine Zwillinge, Junge und Mädchen, jeweils 10 Jahre alt – als „große Chance“, denn „das Abitur in neun statt in acht Jahren machen zu können, bedeutet einfach, mehr Zeit zu haben“. Und zwar nicht nur mehr Freizeit oder Zeit, um sich in AGs zu engagieren, sondern auch mehr Zeit zum Lernen. Denn eines ist auch klar: „Die gymnasialen Ansprüche sind die gleichen. Am Ende steht auch bei G 9 das Abitur, und zwar das gleiche, und kein ,Abi light‘.“

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