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Ein Leben im Zeichen des Tierschutzes

Von Tierschützerin Erika Karl blickt auf viele erfolgreiche Jahre im Tierschutzverein Oberursel zurück. Um Nachwuchs muss sie sich keine Sorgen machen, dafür aber um die Tauben im Adenauerpark.
Erika Karls Zuhause im Zimmersmühlenweg ist seit Jahrzehnten das Hauptquartier des Tierschutzvereins Oberursel. Hier tummeln sich außer Hunden und Katzen auch Vögel, Hasen und Schildkröten. Erika Karls Zuhause im Zimmersmühlenweg ist seit Jahrzehnten das Hauptquartier des Tierschutzvereins Oberursel. Hier tummeln sich außer Hunden und Katzen auch Vögel, Hasen und Schildkröten.
Oberursel. 

Im Zimmersmühlenweg lebt eine Frau mit einem großen Herzen für Tiere. Und deshalb leben hier auch zehn Hunde, 24 Katzen, ein Fuchs, zwei Fasane, ein Frettchen, ein Streifenhörnchen, mehrere Hühner, Hasen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Enten, Tauben, Fische, Schildkröten, Papageien und andere Vogelarten.

Erika Karl und ihr Mann Volkmar Heinz (77) nehmen sie alle auf: die Ausgesetzten, die Verletzten, die Gequälten und die Verschmähten. Seit 2006 ist ihr Haus auch das Heim all dieser Lebewesen. Tierschutzarbeit leistet Erika Karl seit ihrer Jugend. Der Tierschutzverein Oberursel, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert und in dem Karl seit fast zehn Jahren im Vorstand sitzt, hat gut 120 Mitglieder. Volkmar Heinz wurde bei der Jahreshauptversammlung als Vorsitzender bestätigt, Tanja Hülsmann als seine Stellvertreterin. Erika Karl übergab das Amt des Kassenwarts an Sascha Büntemeyer (20). Karl unterstützt ihn als stellvertretende Kassenwartin.

Steuerfachmann Büntemeyer ist außerdem einer der Helfer beim Tierschutzverein und gemeinsam mit Tavga (19), Emily (15) und Nina (12) regelmäßig im Zimmersmühlenweg zu Gast, um die dortigen Vierbeiner zu füttern, mit ihnen zu spielen, Käfige oder Katzenklos zu reinigen und die Hunde in den Garten zu lassen.

„Ich bin so froh, dass ich diesen Nachwuchs habe, sonst müsste ich mir um die Zukunft des Vereins Gedanken machen“, erzählt die 76-jährige Karl, die allerdings noch nicht ans Aufhören denkt. Ihre Enkelin Lilli (10) habe schon angekündigt, sie wolle den „Laden“ später einmal übernehmen, sagt die Tierschützerin schmunzelnd: „Auch meine drei Kinder stehen hinter unserer Arbeit.“

 

Das Taubenhaus soll weg

 

Dankbar sei sie ebenso für die vielen Futterspenden von überall her, auch vom Tierheim, und für die großartige Hilfe von den Oberurseler Tierarztpraxen. Eine Sorge liege ihr jedoch schwer im Magen, sagt die stellvertretende Kassenwartin: „Der Verwalter des Hochhauses beim früheren Kaufhaus der Mitte möchte das Taubenhaus, das seit vielen Jahren gleich am Anfang des Adenauerparks steht, abschaffen.“

Sie könne das nicht verstehen, die Tauben würden von Gabi Hett zuverlässig und regelmäßig gefüttert. Seither verschmutzten sie die Gebäude in der Vorstadt nicht mehr, so Karl: „Man müsste das Taubenhaus, das auf dem Grundstück des Hochhauses steht, doch einfach nur ein paar Meter versetzen.“ Leider habe sich der Wunsch der Tierschützer, dass die Tauben im Haus nisten sollten, nicht erfüllt, bedauert die Taubenkennerin. Sie legen ihre Eier in die Büsche und Bäume, unglücklicherweise manchmal auch in die Blumenkästen der Balkone des Hochhauses.

„Mein Rat: Einfach einen Draht um den Blumenkasten spannen, dann kommen die Tauben nicht mehr“, empfiehlt Erika Karl.

Weitere Infos zur Arbeit des Vereins gibt es auf der Website www.tierschutzverein-oberursel.de.

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