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Ein Unternehmen wirbt für das andere

Von Mehr als 30 Unternehmer haben in Oberursel eine lokale Gruppe des Business Network International (BNI) gegründet. Ziel des Unternehmernetzwerks ist es, dass sich die Mitglieder gegenseitig empfehlen und so neue Kunden und Aufträge vermitteln.
Oberursel. 

Wer Mitglied im Business Network International (BNI) sein möchte, sollte Frühaufsteher sein oder zumindest den inneren Schweinehund im Griff haben. Denn die verbindlichen wöchentlichen Frühstückstreffen beginnen bereits um 7 Uhr. Hintergrund der frühen Zusammenkünfte sei, dass dann jeder Zeit habe – anders als etwa an einem Freitagabend, sagt Benjamin Müller, Medienkoordinator der neu gegründeten Oberurseler BNI-Gruppe mit dem Namen „13 Mühlen“.

Mehr als 30 klein- und mittelständische Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen – die meisten aus Oberursel – haben sich bereits in dem Unternehmernetzwerk zusammengefunden. „Vom Heilpraktiker über den Architekten bis zum Blumenladen ist alles dabei“, sagt Müller. Am Mittwoch war die offizielle Gründungsfeier mit zahlreichen Gästen im Restaurant Waldtraut, aktiv ist das Netzwerk allerdings schon seit acht Wochen. Die Initiative zu seiner Gründung ging federführend von Petra Würfel, Geschäftsführerin der Werbeagentur Gecko & Co., aus sowie von Axel Dörr-Lintl von der Unternehmensberatung One Level Up. Das Konzept stammt aus den USA. In Deutschland gibt es laut Müller rund 380 BNI-Unternehmergruppen, die sich Chapter nennen. An der Spitze steht der Chapter-Direktor – das ist in Oberursel Petra Würfel.

Ziel von BNI ist laut eigenen Angaben ein „strukturiertes Empfehlungsmarketing“, sprich, die Mitglieder unterstützen sich, werben füreinander und verschaffen sich gegenseitig neue Kunden und Aufträge. Die Treffen dienen dem Beziehungsaufbau und der Weitergabe von Empfehlungen. Von diesen sollen alle Mitglieder gleichermaßen profitieren, betont Müller. „Bis zum Jahresende wollen wir über BNI 1,5 Millionen Euro Umsatz generieren“, sagt er. Die Zahlen aus den vergangenen Wochen stimmen ihn optimistisch: „In acht Wochen wurden schon 92 Empfehlungen ausgesprochen und 50 000 Euro Umsatz erzeugt.“

Für die Mitglieder besteht Branchenexklusivität, sprich, es darf nur ein Dachdecker oder nur ein Sanitärbetrieb in dem Netzwerk vertreten sein. Die Mitgliedschaft, die 870 Euro kostet und unter anderem auch Schulungen beinhaltet, läuft über ein Jahr. „Danach kann man sich erneut bewerben“, sagt Müller. Wer allerdings keinen Input bringe oder einen Kunden nach einer Empfehlung enttäusche, dem werde wohl keine weitere Mitgliedschaft gewährt. Letztlich sichere man so die Qualität, sagt Müller. BNI wolle keine Konkurrenz zu Fokus O. sein, viele Unternehmer seien in beiden Vereinigungen vertreten, wie er selbst auch. Allerdings halte er persönlich die BNI-Treffen für effizienter.

Noch können sich weitere Unternehmen BNI anschließen. Vorrangig sind Oberurseler Firmen angesprochen, sie können aber auch woanders her kommen, insbesondere dann, wenn es das entsprechende Gewerbe in der Stadt nicht gibt. So sei etwa auch ein Hersteller von Fahnen, Flaggen und Wimpeln aus Dreieich mit im Boot, sagt Müller: „Unser Ziel sind rund 50 Mitglieder. Je größer die Gruppe, desto größer der Multiplikator.“

Wer Interesse an BNI hat, kann zu den Frühstückstreffen kommen, die immer mittwochs um 7 Uhr im Restaurant Waldtraut, Hohemarkstraße 192, stattfinden. Eine Anmeldung über die E-Mail-Adresse benjamin.mueller@btu-beraterpartner.com reicht aus.

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