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Ein ganz Großer an der Gitarre

Auf ihrer Europatournee machten „Ulrich Ellison and Tribe“ am Samstagabend auch Station auf der Bühne am Sportpark. Im Rahmen der Friedrichsdorfer Sommerbrücke begeisterte der Wahltexaner mit virtuosen Gitarrenriffs und großer Spielfreude das Publikum.
Es muss nicht immer die große Bühne sein: Ulrich Ellison rockt auch gerne mal auf der Bierbank. Es muss nicht immer die große Bühne sein: Ulrich Ellison rockt auch gerne mal auf der Bierbank.
Friedrichsdorf. 

Dass der Keyboarder der texanischen Rockband „Ulrich Ellison and Tribe“ an diesem Samstagabend im Sportpark krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte, tat dem tollen Auftritt seiner Kollegen keinen Abbruch.

Denn was der Kopf der Band, der aus Österreich stammende und seit langem in Austin/Texas lebende Ulrich Ellison (E-Gitarre und Gesang) zusammen mit Ehefrau Sabine Ellison (Bass, Gesang) und Joel Duhon (Schlagzeug, Gesang) soundmäßig auf die vor dem Vereinsheim aufgestellte Bühne brachten, war erstklassig.

Technisch brillant

Die technisch brillanten Gitarrenriffs und ein Sound, der die ganze Bandbreite von einschmeichelndem Soul, gefühlvollem Blues bis zum satten Rock bot, machte dieses Open-Air-Konzert sicherlich zu einem der Höhepunkte der diesjährigen Sommerbrücke.

Mit Stücken wie „Chasing Down Your Dream“, „Feeling So Lonely“ oder auch „Waiting For A Better Day“ webten die drei Musiker einen zwar weniger experimentellen, dafür aber umso satteren Klang- und Rhythmusteppich, der ankam.

Dass „Ulrich Ellison and Tribe“, die gerade mit ihrem aktuellen Album „Dreamchaser“ in Europa unterwegs sind, auch in Friedrichsdorf Station gemacht haben, ist nicht nur der S5 zu verdanken, mit der die drei Musiker vom texanischen Austin aus über Atlanta und Frankfurt schließlich nach Friedrichsdorf kamen, wie der sympathische Bandleader mit englisch-österreichischem Akzent witzelte.

Der Kontakt kam über den Friedrichsdorfer Eddy Langer zustande. Der ehemalige Inhaber von Diskotheken und Musiklokalen in Frankfurt hat immer noch gute Kontakte in die Musikszene und gab Kulturamtsleiter Erwin Wilzek den Tipp, es doch mal mit seinem Freund Ulrich Ellison zu versuchen.

„Der ist ein begnadeter Gitarrist und Performer, der unbedingt auf die Bühne gehört“, sagte Langer der TZ über den Musiker, der zusammen mit seiner Band in den USA bereits wichtige Musikpreise (u.a. Austin Music Award 2015) abgeräumt hat.

Ellison hat es dort längst in die Riege der anerkannten E-Gitarristen geschafft, war schon mit den Rockbands Uriah Heep und Nazareth auf Europa-Tour.

Ran ans Publikum

In Friedrichsdorf hat es Ulrich Ellison nicht nur durch sein Können geschafft, das Publikum vom Hemdträger bis zum Lederkutten-Rocker zu überzeugen. Von Anfang an hat er den direkten Kontakt zu seinem Publikum gesucht, was schließlich in einen kühnen Sprung von der Bühne und einen Rundgang durch die Bierbankreihen mündete. Dabei spielte Ellison virtuos weiter, auch als er sich auf eine der Bänke setzte, flirtete und witzige Grimassen schnitt.

Die mitgebrachten Smartphones und Fotokameras der Zuhörer waren auf Daueraufnahme gestellt, denn so nah kommt man einem so guten wie sympathischen Rockgitarristen eher selten. Und so einige hielt es bei diesen eingängigen und spielerisch hochkarätigen Blues- und Rockstücken dann doch nicht mehr auf der Bierbank. Abtanzen vor der Bühne war angesagt, denn dieser Sound ging direkt in Herz und Füße.

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