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Benennung nach Artur Braun: Ein neuer Name fürs Gewerbegebiet

Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) enthüllte die neue Beschilderung des bisher namenlosen Gewerbegebietes. Damit ist es auch offiziell: Die Burgstadt erweist mit der Benennung dem großen Unternehmer Artur Braun ihre Reverenz.
Bürgermeister Klaus Temmen (3. v. r.) enthüllte im Beisein von Elfie Braun (r.) und Dr.Thomas Braun(2.v.r.) die Beschilderung für das Gewerbegebiet Artur Braun. Foto: Jochen Reichwein Bürgermeister Klaus Temmen (3. v. r.) enthüllte im Beisein von Elfie Braun (r.) und Dr.Thomas Braun(2.v.r.) die Beschilderung für das Gewerbegebiet Artur Braun.
Kronberg. 

Bescheiden und zurückhaltend sei Artur Braun stets gewesen, darin waren sich die Redner einig, die anlässlich der „Taufe“ des bis dato namenlosen Gewerbegebiets, das den Bereich Am Auernberg, Westerbachstraße und Eschborner Straße umfasst, gekommen waren. Daher ist es schwer zu sagen, wie der Unternehmer darauf reagiert hätte, dass das Gewerbegebiet nun seinen Namen trägt. Doch eines steht fest: Auch wenn „der große Bahnhof nicht seine Sache“ war, wie es Brauns Weggefährte Bernhard Wild formulierte, verdient ist diese Würdigung allemal.

Auch seine Witwe, Elfie Braun, ist keine, die die große Bühne sucht – die Pressefotos mit Familie begeistern sie nicht sonderlich. Offenbar war den beiden mehr am Schaffen gelegen als am Eindruck. In den 1960er Jahren war das Ehepaar auf der Suche nach einem neuen Standort und wurde in Kronberg fündig. Das Unternehmen, heute Teil von Procter und Gamble, siedelte sich 1967 im Kronberger Süden an und bildete so den Grundstein für den heutigen Gewerbestandort.

Artur Braun war als Ingenieur auch an vielen Produktentwicklungen maßgeblich beteiligt. Heute erinnert vor allem die Braun-Sammlung mit vielen Ausstellungsstücken der hier entworfenen Produkte an die Geschichte des Unternehmens und ist laut Bürgermeister Klaus Temmen ein „Aushängeschild für die Stadt“. Daher habe man dem Wunsch der Familie, im Stadtbild an Artur Braun zu erinnern, gerne entsprochen.

Thomas Braun erinnerte auch an das soziale Engagement seines Vaters, der aus einem Konzern mit 150 Mitarbeitern nach dem Krieg ein Unternehmen formte, das mehrere Tausend Menschen beschäftigte, sowie an die Leistung seines Großvaters Max Braun, der 1921 in Frankfurt das Unternehmen gründete. Gemeinsam mit Bruder Erwin übernahm Artur Braun die Firma 1951. Horst Eckstein, Initiator der Namensgebung sowie Freund und Berater Artur Brauns, zeigte sich dankbar für die Erfüllung dieses Herzenswunsches und die lebendig gehaltene Erinnerung an den Unternehmer. Die Zufahrten Am Auernberg, Westerbachstraße und Eschborner Straße sind von I bis III nummeriert, um sich eine Erweiterung des Gewerbegebiets Richtung Kronberger Hang offenzuhalten.

(xs)
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