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Einblicke in ein handfestes Gewerbe

Von Peer Hildmann vom gleichnamigen Oberhöchstädter Bad- und Heizungsbetrieb blickt positiv in die Zukunft. Bei einem Besuch der Handwerkskammer und des Kreises berichtete er von seinen Expansionswünschen.
„So sehen mich die Kunden“ steht auf dem Spiegel, auf den Peer Hildmann deutet.	Foto: Jochen Reichwein „So sehen mich die Kunden“ steht auf dem Spiegel, auf den Peer Hildmann deutet. Foto: Jochen Reichwein
Oberhöchstadt/Oberursel. 

„Wer will fleißige Handwerker seh’n?“ In Oberhöchstadt hieß die Antwort auf die in einem bekannten Kinderlied gestellte Frage am Montagnachmittag: Hochtaunuskreis-Landrat Ulrich Krebs, Erster Kreisbeigeordneter Uwe Kraft (beide CDU), Dr. Christof Riess, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, sowie weitere Amtsträger und dem Handwerk verbundene Menschen. Der Berufsstand trage entscheidend zur wirtschaftlichen Stärke der Region bei, hieß es in der Einladung. Zwei solchen Betrieben fühlte die Riege bei einer Besichtigungen auf den Zahn.

Erste Station war die Firma Hildmann Bad & Heizung. Peer Hildmann, der den 1960 gegründeten Betrieb seit 2008 führt, wusste Positives zu berichten. Er wolle expandieren, derzeit führe er mit der Stadt und dem Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) Gespräche über größere Flächen. Mit dem Geschäftsjahr sei er sehr zufrieden. Viele Heizungsanlagen seien älter als 20 Jahre, und die derzeitige Niedrigzinsphase biete Anreize, günstige Kredite aufzunehmen oder Erspartes zu investieren. Neben Heizungen bilden Bäder einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit, 14 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, sind im Einsatz. Hildmann konzentriert sich fast ausschließlich auf Privatkunden in Kronberg und näherer Umgebung, etwa 15 Prozent des Kundenstamms sind Hausverwaltungen.

Es mangelt an Nachwuchs

Riess berichtete, dass viele Mitgliedsunternehmen der Kammer optimistisch in die Zukunft blicken würden – was die Auftragslage angehe. „Was uns massiv bewegt, ist der Nachwuchs.“ Das Angebot an Ausbildungsplätzen sei groß, gleichzeitig strebten immer mehr junge Menschen einen akademischen Abschluss an. Vor allem in Orten wie Kronberg und Königstein sei das ein Thema, bestätigte Hildmann. Hielt er vergangenes Jahr noch einen Vortrag „Handwerk als Chance“ an der Altkönigschule, musste er in der vergangenen Woche ausfallen: Es hatte sich niemand angemeldet. „Im Bereich Anlagentechnik beispielsweise sind auch Gymnasiasten gut aufgehoben“, berichtete der Geschäftsführer, der anbot, seinen Vortrag auch an anderen Schulen zu halten.

Dass er nicht der günstigste Anbieter am Markt ist, ist ihm klar: „Das wollen wir auch gar nicht sein. Qualität hat einen Preis“, sagte er selbstbewusst. Es gebe viele Kunden, die sich bewusst für einen Handwerker aus dem Umkreis entschieden und auf Service achteten. „Wir haben beispielsweise einen 24-Stunden-Notdienst – die meisten Kunden gewinne ich zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen.“

Nach dem Gespräch führte Peer Hildmann die Besucher durch die Geschäftsräume und die Heizungsausstellung mitsamt einem Mikro-Blockheizkraftwerk, wie es zum Beispiel im Königsteiner Café Kreiner, einem Leuchtturmprojekt des Unternehmens, installiert wurde. Danach folgte das Lager, wo ein Spiegel für einige Unterhaltung sorgte. „So sehen mich die Kunden“, stand darauf. Eine einfache, aber laut Hildmann wirkungsvolle Maßnahme, den Dienstleistungsgedanken zu verinnerlichen.

Anschließend zog der Tross weiter zur Firma Gerhard Dinges in Oberursel. Dort gehören unter anderem Dacheindeckungen, Dämmarbeiten sowie der Einbau von Dachflächenfenstern zum Programm. Das Unternehmen wurde 1973 von Gerhard Dinges gegründet und steht kurz vor einem Wechsel auf dem Chefsessel: Zum 1. Januar 2015 übernimmt Sohn Eric, der seit 2002 zunächst als Geselle und dann als Dachdeckermeister im Betrieb tätig ist. Zu den Auftraggebern der derzeit 13 Mitarbeiter zählen hauptsächlich Privatkunden im Umkreis von 40 Kilometern.

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