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Eine Zeitreise durch 800 Jahre Königsteiner Geschichte

Königstein. 

Groß gefeiert wird sie im Gegensatz zum Stadtrechts-Jubiläum 2013 nicht, aber die Ersterwähnung im Jahr 1215 spielt natürlich eine gewichtige Rolle in der Historie Königsteins. So bildet der Beitrag von Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann im neuen Burgfestbuch den Auftakt zu einer Reihe von lesenswerten Texten zur Geschichte und den Stadtteilen, die quer durch die Jahrhunderte gehen. Sie selbst ist mit drei weiteren Beiträgen, unter anderem zu 400 Jahren Post in Königstein, vertreten. Der Akribie und der Neugier zahlreicher Autoren ist es zu verdanken, dass auch Themen beleuchtet werden, über die bisher wenig publiziert wurde.

Ellengard Jung nimmt „Graf Ludwig von Stolberg und die eilende Türkenhilfe anno 1542“ sowie die Wendelinskapelle ins Blickfeld. Die ehemalige Straßenkapelle stand an der Ecke Frankfurter und Wiesbadener Straße, doch erinnere heute nichts mehr an sie, schreibt Jung. Dr. med. Dieter Hausmann erinnert anlässlich des 200. Geburtstags an Medizinalrat Dr. Georg Pingler. Der feierte sein goldenes Dienstjubiläum am 14. Oktober 1889 im Saalbau Procasky, dessen Geschichte von Edmund Brütting beleuchtet wird.

Erhellend sind darüber hinaus die Beiträge von Rudolf Krönke zum Aufenthalt des Malers und Bildhauers Ernst Ludwig Kirchner in Königstein sowie von Brigitte Oswald-Mazurek, die sich dem früheren Schulhaus in der Wiesbadener Straße widmet. Unternehmerisches gibt es von Thomas Häuser zum 150-jährigen Bestehen der Königsteiner Volksbank sowie von Familie Marnet zum 125-jährigen Bestehen des gleichnamigen Autohauses. Warum die Kronberger Montessori-Schule vor 15 Jahren in Königstein eröffnet wurde, schildert Schulleiterin Eva Gottschalk.

Auch der Blick über die Kernstadt-Grenze hinaus ist mehr als lohnenswert. So schreibt Bernd Hartmann von der Gründung des Heimatvereins Mammolshain vor 25 Jahren, dessen Auslöser vor allem das Burgfest war. Beim Festumzug sollte 1990 auf die 800-Jahr-Feier des Ortes im darauffolgenden Jahr aufmerksam gemacht werden.

Michael Danzer („90 Jahre Mandolinen-Club“) und Hermann Groß halten die Falkensteiner Fahne hoch – und das ist bei Letzterem wörtlich zu verstehen. 1833 war es, als „das Aufpflanzen einer Fahne auf dem Schlosse zu Falkenstein“, wie der Fall im Hessischen Hauptstaatsarchiv hinterlegt ist, für einigen Wirbel sorgte. Dr. Jürgen Bokr rückt unterdessen die Ersterwähnung der „Kirche von Sneithan“ anno 1215 in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Abgerundet und in die Gegenwart geholt wird das Burgfestbuch durch eine Vielzahl an aktuellen Bezügen der Autoren sowie durch alle nötigen Informationen zum 65. Burgfest in diesem Jahr: Programm, Preise, Zeiten und die Aufstellung des großen Festzugs etwa. Isabelle Hunkel, die sich bald Ihre Lieblichkeit Isabelle I. nennen darf, stellt sich vor – und der Leser erfährt, was es mit dem „Fingerhutgeschwader im Zauberberg“ auf sich hat. dsc

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