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Eine äußerst musikalische Familie

Von „Carry On“ heißt die neue Band von Pfarrer Herbert Lüdtke, und „Carry On“ heißt auf Deutsch: Weitermachen. Genau das wünschten sich die Gäste am Seerosenteich der IG Bau nach dem Auftritt der Familiencombo.
Ein eingespieltes Team: die Rockband „Carry On“. Foto: Jochen Reichwein Ein eingespieltes Team: die Rockband „Carry On“.
Steinbach. 

Was für eine Nacht, die alljährliche Sommerkonzertnacht der IG Bau. Kaum einer wusste so genau, was mit der neuen Formation „Carry On“ des musikalischen evangelischen Pfarrers der St. Georg Gemeinde, Herbert Lüdtke, auf sie zukommen würde. Es hatte sich nur herumgesprochen, dass hier eine Familienband am Werk ist und dass sie Rock für eine erwachsene Zielgruppe spielen soll. Lüdtke berichtet: „Als meine Tochter Hannah ihren Benno geheiratet hat, haben er, der Bassist ist, und sein Bruder Sven, der Schlagzeuger, auf der Hochzeit gespielt. Dann ich mit Hannah als Sängerin, mein ehemaliger Gitarrenlehrer Norbert steuerte seinen Teil bei und Melissa, die seit zehn Jahren bei den Ghostpastors unter anderem auch mit Hannah zusammen singt, den ihren.“ Warum diese ganzen Musiker sich nicht zusammenschließen, habe man danach gedacht: „Schließlich brachte Norbert noch seinen besten Gitarrenschüler Jakob aus Mühlheim mit, und ‚Carry On‘ war geboren.“

„Tolle Stimme“

Ein Glücksfall, wie sich gleich nach den ersten Tönen des Santana-Songs „Smooth“ herausstellte. Jakob, der wie ein braver Musterschüler eher schüchtern erscheint, regte die Menschen im und um den Pavillon sofort zum Mitgrooven an. Eine Dame meinte: „Das hätte ich dem jungen Mann gar nicht zugetraut, dass der so eine tolle Stimme hat.“ Die barfüßige Hannah nahm derweil eine Bekannte aus dem Publikum an die Hand, und die beiden bewegten sich mit sanften Salsaschritten zum Rhythmus der Musik.

Später stillte sie in einer kurzen Pause Sohn Silas, der vor ein paar Monaten das Licht der Welt erblickt hat und der natürlich auch beim Familienkonzert dabei war. Nun griff Lüdtke, der zuvor am E-Piano saß, eine Gitarre, und sein Freund Norbert zeigte bei den Soli des Gary Moore-Stücks „Walking By Myself“ sein Können. In dieser Familiencombo tummeln sich viele Talente: Es wurde abwechselnd gesungen, einige wechselten zwischendurch das Instrument. Bei dem Lied „More Than A Feeling“ von Boston stellten sich zwei kleine Fans vor die Musiker und blieben sehr zur Freude des Publikums einen Moment begutachtend stehen. Dann ging alles rasend schnell: „Here I Go Again“ von Whitesnake brachte einen Teil des Publikums schnurstracks auf die Tanzfläche. Bei „Jump“ von Van Halen hielt es keinen mehr auf seinem Platz. Begeistert hüpfend, fanden sich alle vor der Bühne wieder.

Bitte weitermachen

Auch „Livin’ On A Prayer“ von Bon Jovi, „Purple Rain“ von Prince, „Baby Love“ von Mother’s Finest und „Can’t Get Enough“ von Bad Company kam bei den Zuhörern gut an. Sie tanzten zusammen, schunkelten eingehakt, sangen sich gegenseitig an, prosteten sich zu. Als „Rausschmeißerlied“, so Lüdtke, erklang „Smoke On The Water“ von Deep Purple. Danach hörte die Band auf zu spielen, aber nur für diesen Juli-Abend. Die Gäste am Seerosenteich indes wünschten sich: „Carry On“, macht bitte bald weiter.

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