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Millionen-Investitionen: Endspurt in der neuen Steinbacher Stadtmitte

Von Die Bauarbeiten am St.-Avertin-Platz gehen zu Ende. Damit ist die neue Stadtmitte fertig, deren Wandel Politiker und Bürger über Jahre beschäftigt hat. Nicht nur die Stadt hat dort investiert.
Bürgermeister Dr. Stefan Naas (links) und Bauamtsleiter Alexander Müller stehen auf neu gepflasterten Flächen und schauen in den Plan der Stadtmitte. Hinten sind die neue katholische Kirche und das nach einem Brand wiederaufgebaute Bürgerhaus zu sehen. Foto: Jochen Reichwein Bürgermeister Dr. Stefan Naas (links) und Bauamtsleiter Alexander Müller stehen auf neu gepflasterten Flächen und schauen in den Plan der Stadtmitte. Hinten sind die neue katholische Kirche und das nach einem Brand wiederaufgebaute Bürgerhaus zu sehen.
Steinbach. 

Das Hochhaus wirkt wie aus der Zeit gefallen. Allen Schönheitsidealen trotzend steht es da am St.-Avertin-Platz nahe neuer Bauten, als hätte man einen betagten, vom Leben gezeichneten Menschen in einer Model-WG einquartiert. Steinbach hat eine neue Stadtmitte geschaffen. Mehr als fünf Jahre wurde geplant und gearbeitet. In diesen Tagen sollen – abgesehen von im Herbst noch zu pflanzenden Bäumen – die Baumaßnahmen abgeschlossen werden. Für den 22. September ist ein Einweihungsfest vorgesehen (siehe kleinen Text).

Am Hessenring ist noch zu tun: In Höhe der neuen, barrierefreien Bushaltestellen – dort stehen jetzt schlichte Wartehäuschen aus dunkelgrauem Beton und Glas – ist die Fahrbahn noch nicht fertig. Schon verarbeiteter Beton hatte aufgrund der Hitze Schäden erlitten und musste wieder rausgerissen werden. Für den heutigen Freitag haben sich die Arbeiter angekündigt, um erneut Beton aufzubringen, sofern das Wetter passt. „An Bushaltestellen wird wegen der stärkeren Belastung Beton für die Fahrbahn verwendet“, erklärt Bauamtsleiter Alexander Müller.

Im Bereich der Bushaltestellen muss noch Beton aufgebracht werden, dann ist der Hessenring fertig. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Im Bereich der Bushaltestellen muss noch Beton aufgebracht werden, dann ist der Hessenring fertig.

Wenn dann der Hessenring wieder für den Verkehr freigegeben wird, bleibt eine Regelung aus der Bauzeit als Dauerlösung erhalten: Die Untergasse ist zwischen Hessenring und Wiesenstraße als verkehrsberuhigter Bereich in beide Richtungen befahrbar, und die Wiesenstraße bleibt Einbahnstraße Richtung Gartenstraße.

Haben die Bauarbeiter ihren Job beendet, können sie Geräte und Materialien abtransportieren und damit den kleinen Platz freiräumen, der gegenüber dem St.-Avertin-Platz auf der anderen Seite des Hessenrings liegt. Dort gibt es jetzt in den Boden eingelassene Altglas- und Altpapiercontainer, Parkplätze und rechteckige Sitzgelegenheiten.

„Sehr gelungen“

Als „sehr gelungen“ bezeichnet Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) die neue Stadtmitte. „Identitätsstiftend“, meinen er und Müller. „Zeigen Sie mir mal einen Platz im Hochtaunuskreis, der so schön ist wie dieser“, sagt Naas, ganz Lokalpatriot. Auffällig ist die beige-graue Pflasterung, die sich durch die Mitte zieht: der sogenannte Stadtteppich.

Der St.-Avertin-Platz dient weiter als Parkplatz und für Feste wie die Kerb. Mit dem Einweihungsfest am 22. September zieht der Samstagsmarkt vom Rathaushof zurück auf den St.-Avertin-Platz, allerdings in den Bereich vor den Bürgerhauseingang. Ganz in der Nähe dienen zwei Bänke mit extra hoher Rückenlehne als Sitzgelegenheit. „Für Giraffen“, witzelt Müller.

Er hat Zahlen rausgesucht: Rund ums Bürgerhaus und auf den Plätzen stehen 113 Pkw-Stellflächen zur Verfügung. Zwei Behindertenparkplätze sind schon nahe dem Bürgerhaushaupteingang vorhanden, ein weiterer soll nach jüngstem Beschluss der Stadtverordneten am rückwärtigen, barrierefreien Bürgerhauseingang markiert werden.

Die Stadt hat in die Flächen von den Bürgerhaus-Außenanlagen über den St.-Avertin-Platz bis zur anderen Seite des Hessenrings etwa 2,5 Millionen Euro investiert; rund zwei Drittel kommen aus dem Förderprogramm Soziale Stadt. Für 8760 Quadratmeter wurden 8100 Kubikmeter Boden bewegt.

Wohnungen und Kirche

Zur neuen Stadtmitte gehören zwei Häuser mit 31 Wohnungen, die ein wenig ansehnliches Ladengeschäft an der Ecke Gartenstraße/Hessenring ersetzt haben. Ein Unternehmen hat etwa zehn Millionen Euro investiert. Außerdem die neue katholische Kirche St. Bonifatius, die für gut zwei Millionen Euro an der Untergasse gebaut wurde, daneben die Avendi-Senioreneinrichtung für etwa zwölf Millionen.

Und – das Bürgerhaus: Dass es abbrennen würde, ahnte am Anfang der Stadtmitte-Planungen niemand. Für 4,865 Millionen Euro inklusive Fördermittel und Versicherungszahlung wurde es als moderner Treffpunkt wieder aufgebaut und ist nun so etwas wie das Herzstück von Steinbachs neuer Mitte.

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