E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 21°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Leer stehende Ladenflächen füllen sich: Es tut sich etwas in der Oberurseler Rompel-Passage

Von Große Werbeflächen auf den Fensterscheiben kündigen an, dass die Ladenflächen in der Rompel-Passage bezogen werden. Doch auch ringsum tut sich etwas in der Innenstadt.
In die neue Rompel-Passage ziehen nach und nach neue Geschäfte ein. Das Eck-Geschäft (rechts) übernimmt Ernsting’s Family. Bilder > Foto: Jochen Reichwein In die neue Rompel-Passage ziehen nach und nach neue Geschäfte ein. Das Eck-Geschäft (rechts) übernimmt Ernsting’s Family.
Oberursel. 

Seit gut einem Jahr ist die Rompel-Passage neu gestaltet, und der Durchgang von der Vorstadt zum Chopin-Platz macht wieder Spaß. Die Ladenflächen im Erdgeschoss der Neubauten sind allerdings noch großenteils frei. Es scheint nicht einfach, für das Rompel-Carré Geschäfte zu finden. Der erste Laden gibt auch schon wieder auf. Dennoch: Wie vom Bad Sodener Maklerbüro Blumenauer zu erfahren ist, sollen sich demnächst alle Flächen füllen.

Oberursel sei ein Ort, in dem sich nicht alle Unternehmen unbedingt sähen, erklärt Tim Blumenauer. „Wir haben ungefähr 2000 Retailer angesprochen“, sagt der Makler. Und mit den Mietpreisen sind sie nach unten gegangen. Die größte Fläche von rund 255 Quadratmetern am Eck zur Vorstadt (Vorstadt 31) übernimmt „Ernsting’s Family“ – davon künden seit ein paar Tagen bereits großflächige bunte Werbeaufkleber an den Fensterscheiben.

„Ernsting’s“ zieht um

Die Bekleidungskette ist seit über zehn Jahren im ehemaligen Papiergeschäft Döringer (Vorstadt 30) beheimatet und zieht nach gegenüber. Eröffnung soll am 28. September sein. „In den neuen Räumen können wir auf größerer Fläche auch unsere Wohnartikel schön zur Geltung bringen“, freut sich Gebietsleiterin Janett Chytra.

Hauptgrund für den Wechsel über die Straße dürften aber Heinz Döringers Umbaupläne für seine Immobilie Vorstadt 30 sein. Laut Bauvoranfrage sollen die Arkaden verschwinden und der gewonnene Platz der Ladenfläche zugeschlagen werden. „Arkaden sind Schmutzecken, die sind nicht mehr in“, erläutert Döringer.

Das alte Hinterhaus will der Bauherr abreißen und in Richtung Rathaus hin einen Neubau mit zwei Etagen plus zwei Staffelgeschossen errichten. Die Ladenflächen sollen verbunden werden; darüber entstehen elf neue Wohnungen. Mit einem Baubeginn rechnet Döringer frühestens Ende 2019 – je nachdem, ob die Stadt grünes Licht gibt. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) zumindest sieht dort zusätzliche Flächen für Kleingewerbe. „Wir freuen uns, dass das Areal attraktiver wird“, sagt er.

Fitnessberater und Textil

Zurück zur Rompel-Passage. Die Fahrschule, die dort jetzt bereits ansässig ist, bleibt drin. Für die beiden verbleibenden Gewerbeflächen wurden auch schon Interessenten gefunden. In das Geschäft hinter der Fahrschule zieht ein Start-up-Unternehmen ein, das „betreute Fitnesskonzepte für Mikrogruppen“ anbietet, wie Eigentümer Jan Schneider erläutert. Also ein Ort, an dem Kunden Kurse belegen und spezielle Übungen machen können. Weil die Gewerbefläche ungünstig geschnitten ist, muss noch viel umgebaut werden. Laut Schneider – er hatte die insgesamt rund 1000 Quadratmeter Gewerbefläche von der Bernhard Bauträger GmbH erworben, die die Neubauten im Rompel-Carré errichtet hatte – verzögert sich der Ausbau, was auch mit der Auftragslage der Handwerker zu tun hat.

Auf der zum Chopinplatz hin gelegenen, hintersten Gewerbefläche verkauft seit November „Pet Avenue“ Accessoires für Hund und Katz’. Doch die „exklusive Boutique für Fellnasen mit Stil“ schließt zum Monatsende. „Unter unserer Adresse www.pet-avenue.com sind wir künftig nur noch Online-Shop“, erläutert Gründer Alessandro Perino. Denn die wesentlichen Einnahmen generiert das Geschäft aus dem Verkauf von schnöden Dingen wie Futter und Katzenstreu. „Und weil das schwer ist, lassen es sich die meisten Kunden nach Hause schicken.“

In die frei werdende Verkaufsfläche zieht höchstwahrscheinlich ein Bekleidungsgeschäft ein. Keine bundesweit vertretene Kette, eher kleinere Geschäftsleute, wie Schneider präzisiert. Mit zwei Interessenten sei man in „guten Gesprächen“. Andreas Kügel, Geschäftsführer von Rompel & Söhne, das sich vor eineinhalb Jahren auf 9000 Quadratmetern neu aufgestellt hat, freut sich über die Umbaupläne von nebenan. „Da tut sich was!“

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen