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FDP will fünften Sitz zurück

Von Die FDP hat ihren Kader für die kommende Kommunalwahl beisammen. Angeführt von Teamchef Alexander Freiherr von Bethmann wollen die Liberalen auf Sieg spielen – ein Sitz mehr als beim letzten Mal, das sollte es schon sein.
Königstein. 

Die „Fünf“ ist das Ziel bei der Königsteiner FDP für die kommende Kommunalwahl. Während das für die Liberalen auf Landes- und Bundesebene den sehnlichst erhofften Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde umschreiben würde, formuliert man bei der Kurstadt-FDP durchaus forscher. Vorsitzender Alexander Freiherr von Bethmann und seine Mitstreiter peilen die Rückgewinnung des fünften Fraktionssitzes im Stadtparlament an.

Aus Sicht des Parteichefs ist das ehrgeizig, aber nicht unrealistisch. Noch bis 2011 hatten die Liberalen – ebenso wie die Sozialdemokraten – fünf Sitze. Dann kam der „GAU“ in Fukushima, direkt danach die Kommunalwahl, und dieses zeitliche Zusammentreffen – da sind sich auch kommunalpolitische Auguren ohne Parteibuch sicher – spielte den Grünen in die Karten.

Von eins auf drei Sitze ging es für Bündnis 90, für SPD und FDP ging es dafür von fünf auf vier herunter.

Diese Scharte wollen die Königsteiner Liberalen in ihrer langjährigen Hochburg am 7. März 2016 gerne wieder auswetzen.

Dass man das Zeug und das Personal dazu hat, davon ist der Parteivorsitzende absolut überzeugt. 27 Bewerber weist die Liste der Liberalen für das Stadtparlament aus. An der Spitze steht mit von Bethmann (1), Fraktionschef Michael-Klaus Otto (2), Dr. Gerhard Adler (3) und Birgit Becker (4) das Quartett, das derzeit bereits die Fahne der Liberalen in der Stadtverordneten-Versammlung hochhält.

„Neue“ auf 5 und 6

Mit Bankkaufmann Ascan Iredi auf Platz 5 und Hotelmanagerin Stefanie Reul auf 6 folgen dann die ersten beiden neuen Namen in den Reihen der FDP. Auf die Zielvorgabe ihrer Partei und das Kumulieren und Panaschieren vertrauend, sollte zumindest für einen der beiden die Hoffnung, ins Parlament einzuziehen, nicht völlig unbegründet seien.

Vorausgesetzt, die politische Großwetterlage schlägt nicht wieder durch wie 2011. Anlass dazu könnte es durchaus geben, dessen ist sich auch Alexander Freiherr von Bethmann durchaus bewusst. Die omnipräsente und drängende Flüchtlingskrise treibt die Menschen in den Städten und Gemeinden um. Ob er vor diesem Grund froh sei, dass die FDP derzeit nicht im Bundestag und schon gar nicht in der Regierungskoalition vertreten sei? Die Frage quittiert der Vorsitzende der Kurstadt-Liberalen mit einem Lachen. Ihm wäre es per se schon lieber, wenn seine Partei sich an entscheidender Stelle in Berlin einbringen könnte.

Allerdings weiß er auch: „Egal, was man zum Flüchtlingsthema sagt oder tut, bei irgendwelchen Leuten macht man sich unbeliebt.“ Zu emotional, zu uneinheitlich sei die Stimmung in der Bevölkerung.

Statt im Wahlkampf die Probleme der großen Politik zu wälzen, auf die die Kommunalverbände ohnehin kaum Einfluss haben, wollen die Königsteiner Liberalen mit den Inhalten und Themen punkten, die für die Zukunft Königsteins entscheidend sind.

Dazu zähle, so von Bethmann, in besonderem Maße die Haushaltsdisziplin. Den Weg hin zu einem ausgeglichenen Etat für 2016, den seine Partei gemeinsam mit CDU, SPD und Grünen eingeschlagen habe, gelte es weiter zu gehen, jede Ausgabe auf ihre Notwendigkeit zu prüfen und, wo möglich, zu sparen. Wenn irgendmöglich, nicht sparen, möchten sich die Liberalen auch künftig das Kurbad. Dazu, so von Bethmann, sei es für Leben und Tourismus in der Stadt zu wichtig. Die derzeit noch hinter verschlossenen Türen diskutierten Pläne zu Verkauf und Bebauung von Wiesengrund und Biestengelände geben dem Vorsitzenden der Liberalen die Hoffnung, für das Projekt „Kurbad-Sanierung“ eine solide Finanzierungsbasis schaffen zu können.

Stadtteile voll besetzt

Eine solide personelle Basis sieht von Bethmann derweil für seine Partei sowohl für das Stadtparlament als auch für die Stadtteile. In Falkenstein (Gerhard Hablizel, Dr. Bernhard Grosse und Karl-Gustav Schramm) wie auch Mammolshain (Thilo Maier, Stefanie Reul, Dr. Gerhard Adler und Volker Warschau) und Schneidhain (Dr. Jürgen Bokr, Niels Bünemann und Andrea Bokr) könne die FDP mit mindestens drei Bewerbern für den Ortsbeirat aufwarten.

Die Top-15 auf der Parlaments-Liste der FDP komplettieren: Dr. Jürgen Bokr (7), Betram Springer (8), Gerhard Hablizel (9), Dr. Stefan Vossbeck (10), Karl-Gustav Schramm (11), Niels Bünemann (12), Ulrich Leistner (13), Thilo Maier (14) und Dagmar Reuter (15).

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